Freitag, 13. Dezember 2013

Arzt-Navi von der AOK

Das verlinke ich mal.


Es sprang mich eben in meiner Werbezeile an, die ich ja nicht anklicken darf .. also habe ich die Seite über Google gesucht und möchte sie mal verlinken.

Muss doch mal nachsehen, ob schon jemand anderes über einen der Ärzte, mit denen ich zuletzt Erfahrungen gemacht habe, was gesagt hat.

Lach.

http://aok-arztnavi.de/

Habe keinen Arzt bewertet und auch keinen gefunden, aber der AOK mal folgendes gemailt.

Statt bewerten einfach mal erzählen


 Moin,
seit dem Tod meiner Mutter, die ein schwerer Pfegefall war, arbeite ich gemeinsam mit meinem Mann, der mir bei ihrer Pflege half, weil es alleine im letzten Jahr nicht mehr zu schaffen war, als Online-Werbetexterin. Das macht uns nicht satt und wir bekommen ALG II dazu. Ich erfuhr schon vor 25 Jahren, dass ich eine Rechtsherzinsuffizienz und bei Belastung Herzrhythmusstörungen habe. Bei der Geburt meines 4. Kindes einige Jahre davor hatte ich einen kurzen Herzstillstand, so dass mein Sohn mit spastischen Lähmungen auf die Welt kam. Ich soll mich nicht überanstrengen, viel gemütlich bewegen, öfter mal die Füße hoch legen, genug schlafen und nach Möglichkeit nicht aufregen.
Ständig trietzt mich die ARGE mit Jobangeboten in einem Call-Center. Ich bin sicher, ich würde das nicht packen, alleine schon wegen dem langen Stillsitzen und auch dem Stress, ständig angemeckert zu werden.
Ich ging deshalb zu einem Arzt, auch weil ich inzwischen dauerhaft Wasser in den Beinen habe, wo ich denke, es könnte weniger werden, wenn ich mehr Ruhe hätte .. aber das Jobcenter lässt mich ja nicht in Ruhe.
Das wir nie Urlaub machen, 7 Tage die Woche arbeiten und uns auch verdienstmäßig allmählich verbessert haben, genügt denen nicht. Laufend wird man schickaniert, muss sich ständig bewerben und hin und her hetzen.
Nun ja ... ich hätte gern für meine Fallmanagerin, die eigentlich nett ist, eine Bescheinigung über meinen Herzfehler gehabt, damit sie mich meinen Job machen lässt, ohne dass ich ständig von X nach O gejagt werde, aber ich erlebte was anderes.
Mein Blutbild war soweit okay bis auf Gamma GT von 131 .. viel zu hoch und zu wenig Vitamin D, obwohl ich einen Hund und ein Pony habe und im Sommer täglich draußen war.
Die Vitamin-D-Pillen bekommen mir.
Ansonsten schickte mich mein Hausarzt wegen einem Gnubbel an der Schilddrüse zur Sonografie und wegen dem Gamma GT zu einer Oberbauchsonografie.
Die Schilddrüsensonografie ergab einen kalten Knoten und dann gab es eine Szinzigrafie und da diese suspekt war, eine Feinnadelpunktion an zwei Stellen.
Die Feinnadelpunktion ergeb keine Milchglaszellkerne und auch keine eingekerbten Zellkerne, also keine Krebszellen. Nur einige wenige Herzfehlerzellen waren in dieser Probe dabei, aber nicht viele.
Die Oberbauchsonografie ergab ein paar nicht schlimme Gallensteine, die mir auch noch nie Probleme gemacht haben und bestätigte die Rechtsherzinsuffizienz.
Der Internist hat mir keine Medikamente empfohlen, sondern das gleiche gesagt wie mein früherer Internist ... spazierengehen, radeln, schwimmen, gesund leben, nicht überanstrengen, Füße hochlegen, nicht zu viel sitzen und stehen und so weiter .. wie gehabt. Das Gamma GT einzeln betrachtet sei typisch für eine Rechtsherzinsuffizienz und käme von einem leichten Blutstau über der Leben dadurch.
Mein Hausarzt sagte mir wegen der Schilddrüse, die muss raus. Ich dachte, ich hätte definitiv Krebs. Das ist aber nicht so.
Die Feinnadelpunktion sagt ja was anderes.
Der Chirurg an der Uni-Klinik Kiel wollte die Unterlagen haben, also holte ich mir die und mein Hausarzt meinte, oh er hätte gedacht, er hätte mir die mitgegeben.
Bei der Gelegenheit verschrieb er mir, da er auf das Ergebnis des Internisten reagierte, ACE-Hemmer . was mit Ramipril drin.
Ich fühlte mich danach grauenhaft, musste so husten, dass ich nachts in Bett gepischert habe und mir tagsüber mehrmals in die Hosen. Außerdem lagrte mein Körper in nur 2 Tagen so viel Gewebewasser ein, dass ich kaum noch aus den Augen sehen konnte und mir ganz schlecht wurde .. sonst habe ich nur Wasser in den Beinen, was morgens immer besser ist, wenn ich genug geschlafen habe.
Ich habe die Pillen dann nicht mehr genommen.
Mit den Unterlagen war ich dann in der Chirurgie der Uni-Klinik Kiel bei dem Schilddrüsen-Experten.
Der riet mir, die Schilddrüse links rausnehmen zu lassen, obwohl ich danach dauerhaft Pillen schlucken müsste und Gefahr laufen täte, dass meine Stimmbänder kapputt gehen usw. Ich solle unbedingt vorher eine gründliche kardiologische Untersuchung machen lassen wegen meines Herzfehlers. Das sei bei einer Operation ein Risiko. Er riet mir aber trotzdem zur OP. Er gab zu, dass auch eine dritte Feinnadelpunktion sicherlich keine Krebszellen ergeben würde, das sei sehr unwahrscheinlich. Aber ich sollte trotzdem die Schilddrüse operieren lassen, denn irgendwo könnte ja doch noch eine Krebszelle sein.

Ich habe dem Mann gesagt, ich könnte auch irgendwo eine Krebszelle im Hintern stecken haben oder im linken Fuß, ob er mir denn auch prophylaktisch das Hinterteil abnehmen und den Fuß amputieren wollen würde, um mich vor eventuellem Krebs zu schützen.

Ich werde mich nicht operieren lassen.

Mein Problem mit dem Jobcenter ist durch dieses Theater nicht gelöst, ich habe nur unendlich viel Zeit sinnlos verplempert, in der ich auch hätte arbeiten und Geld verdienen können.

Bringt operieren heute so viel Geld ein, dass man auch Leute operiert, wo es vollkommener Unsinn ist?

Das wollte ich Ihnen mal erzählen.

m.f.g.
Renate Hafemann

LG Renate

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