Freitag, 30. Mai 2014

Weidespaziergang im Mai - Teil 1

Was wächst da eigentlich alles?

Ich habe neulich mal sehr viele Bilder von den Pflanzen auf unseren beiden genutzten Weiden, der Umgebung und natürlich dabei auch ab zu unseren Pferden gemacht. Es intessiert mich nämlich, was bei uns denn alles wächst außer Gras und Klee .. mag sein, dass ich mich auch irgendwann mit den Gräsern beschäftigen werde, aber alles zu seiner Zeit. Erstmal geht es um Kräuter und Blumen und so und aktuell alles, was speziell im Mai gut zu sehen ist.

Unsere eine Wiese .. die am Stall ... ist in der Mitte zur Zeit gelb von Hahnfußblüten .. Hahnenfuß-Arten gibt es wie Sand am Meer. Ich wäre dafür, dass bei uns der kriechende Hahnenfuß wächst, sieht ihm zumindest ähnlich und könnte vom Standort und der Art, wie der bei uns wuchert, auch gut hinkommen. Der ist schwach giftig.


Mal was für Euch zur Info.


Die Pferde fressen den nicht, wenn sie genug zu Futtern kriegen. Schmeckt offensichtlich scheußlich.




Im Großen und Ganzen sind Pferde bei vielen ungesunden Arten durchaus so schlau, sie nicht zu fressen .. wenn sie satt werden, das ist dabei wichtig ...das gilt nicht nur für Hahnenfuß, sondern sogar für das fiese Jakobskreuzkraut, das bisher alle Pferde, die ich kannte, nicht angerührt haben, wenn wir irgendwo Pflanzen davon übersehen haben.






Kriechender Hahnenfuß ist extrem schwierig zu bekämpfen .. selbst umpflügen ist da kontraproduktiv, denn damit verteilt man den nur noch mehr.

Besser bekämpfen lassen sich zu viele Brennesseln, einfach jedes Jahr vor der Blüte abmähen, dann werden es mit der Zeit weniger.

Brennesseln ... siehe oben .. sind übrigens in kleinen Mengen sehr gesund und helfen auch bei Hufrehe. Erkrankte Pferde fressen sie dann von allein instinktiv.

Das Gänse-Fingerkraut blüht ebenfalls gelb. Es kommt gern dort, wo Pferde recht viel rumlaufen und ist eine gesunde Heilpflanze, die sie gern fressen dürfen.












Was Pferde eigentlich auch nicht fressen und auch nicht fressen sollten, ist Gundermann .. siehe gleich unten. Er kann an sonnigeren Ecken hellgrün und unter Bäumen auch sehr kräftig dunkelgrün aussehen .. es kommen davon auch später noch mehr Bilder, wo er bei uns dicht an dicht unter den Buchen wächst.

Gundermann gehört zu den giftigen Pflanzen, wo es wichtig ist, dass Pferde auf solchen Weiden immer genug zu futtern extra haben, damit sie ihn stehen lassen. Schmecken tut Gundermann nämlich nicht und Pferde würden ihn nur aus großem Hunger heraus fresse. Das kann bei uns nicht passieren, denn es gibt neben dem Weidegang bei uns ja Tag und Nacht genug Heu für die Tiere.


Wenn man so schaut, sind unsere Rasenmäher echt fleißig. Mehr als 1 - 2 Stunden täglich kommen sie ja nie auf die Weide und haben zwischen dem Hahnfuß schon recht gut kurz gemäht. Heute hatten wir sie auch ohne Regen mal wieder auf der Apfelweide, denn das Wetter sieht gut aus und die kann auch mal ein Stück ab und diese hier sich erholen.




Das ist auch nochmal Gundermann .. auch nicht am Wald, sondern an der Seite der Weide aufgenommen, wo er allerdings schon ein wenig Schatten durch Bäume und Laub als Nährstoff bekommt. Gundermann braucht nährstoffreichen Boden und kommt auch mit wenig Licht aus. Deshalb sieht man den selten mitten auf der Weide, sondern eher am Rand, wo er Schatten durch Bäume und Nahrung durch deren Laub hat, das sie im Herbst abwerfen.




Oben nochmal ein Foto vom kriechenden Hahnenfuß und unten Gänseblümchen, die sehr gesund sind und sogar von Menschen im Salat gut vertragen werden. Klar dürfen die auch Pferde fressen.









Frauenmantel, gehört zu den Heilkräutern, ist also gesund, wird auch vom Vieh laut Wikipedia gerne gefressen. Dies sind nur die Blätter. Wie der blüht, habe ich auch später noch fotografiert .. zeige ich Euch dann, wenn ich dort angekommen bin mit dem Fotos hochladen.








Die Pflanze links kann ich nicht einordnen, vielleicht finde ich es raus, wenn sie blüht. Es wächst auch kaum was davon bei uns auf der Weide, also verschwindend gering vorhanden.

Oben anders, das sind die Blätter der echten Nelkenwurz .. Blüten kommen später noch.

Das ist auch eine Heilpflanze, viel davon aber wegen viel Gerbsäure schwach giftig.

Drollig finde ich, dass im Mittelalter die echte Neilenwurz .. heißt auch Geum urbanum .. als ein Kraut bekannt war, das eine antidämonische Wirkung hätte, also gegen Teufel und Hexen helfen soll.

Da kann den Hüs ja nichts passieren in Bezug auf Hexen und Teufel, denn die wächst bei uns in rauhen Mengen .. ist halt ein Anzeiger für sumpfigern Boden, den wir im Schwentinental ja haben.


So rechts nochmal ein Foto von der echten Nelkenwurz mit Blume dran.

Und ich gehe erstmal in die Badewanne, muss Haare waschen.

Morgen geht es weiter mit meinem Rundgang über unser Weideland.

LG Renate

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