Montag, 15. Juli 2013

Was Veganer unter Füllstoffen verstehen können

Sonderbare Ansichten einer Veganerin und meine Recherche wegen der Folgen


Eine alte Internetbekanntschaft von mir, mit der ich zuweilen in einem anderen Forum als meinen eigenen plaudere, die ich aber schon mehr als 10 Jahre durch das Internet kenne, hat vor ein paar Jahren begonnen, ihre Ernährung immer mehr einzuschränken.

Sie sagt, es würde ihr dabei besser gehen.

Unlängst sprachen wir in diesem anderen Forum über das Vitamin B 12, das nun einmal vom Menschen aus pflanzlicher Nahrung, selbst wenn genug davon drin ist, nicht in einer ausreichenden Menge resorbiert werden kann. Der Körper kann zwar mehrere Jahre aus seiner Speichern für Vitamin B 12 den Mangel ausgleichen, aber dann irgendwann wird ein Mensch, der nie etwas Tierisches zu sich nimmt, plötzlich extreme Probleme mit dem Nervensystem bekommen, das auf Vitamin B 12 angewiesen ist, um zu funktionieren. So jedenfalls habe ich das gelernt und laut Recherche hat sich daran auch bis heute nichts geändert, egal was man auf den Seiten der Vegetarier lesen mag.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, deren Aussagen für mich nach wie vor relevant sind, schreibt nämlich etwas anderes darüber.

Vor einer Weile erzählte meine Bekannte etwas über Zucchinis mit Tomatensoße, die sie statt Nudeln verwenden würde. Sie würde Nudeln nun auch gänzlich aus ihrem Speiseplan gestrichen haben, da sie die nicht vertragen würde.

Milch und Eier mag sie auch nicht mehr essen, das würde ihr auch gar nicht bekommen.

In dieser kleinen virtuellen Diskussion erzählte ich etwas von einem Rezept mit Zucchinis und Tomatensoße und erwähnte, dazu hätte ich noch einige Scheiben Brot mit auf den Tisch gestellt.

Daraufhin sagte meine Bekannte, solche Füllstoffe wie Brot würde sie ja nun auch gar nicht mehr essen.

Sie scheint nach diesen Aussagen nicht nur vollkommen vegan zu leben, sondern auch alles, was Getreide beinhaltet, offensichtlich aus ihrem Speiseplan verbannt zu haben.

So wie ich es einmal gelernt habe, macht eine normale vegane Ernährung auf Dauer krank. Zu einer normalen veganen Ernährung gehört dann auf jeden Fall wegen vieler Vitamine und Mineralstoffe, dass viel Vollkormgetreide gegessen werden sollte, um noch halbwegs über die Runden zu kommen.

Es interessiert mich, wo sie diese Bezeichnung, Brot und Nudeln oder anderes Getreide seien Füllstoffe, also in ihren Augen ohne Nährwert, denn her hat und habe einmal gesucht.


Über den recht fragwürdigen Link oben bietet jemand für veganer Erbsenfasern in Pillenform an, die besser seien als Maisfasern .. aha.


Hier bietet einer vegane Müsliriegel an und in der Beschreibung steht unter anderem folgendes:

"Sie enthalten keine Tierprodukte und sind damit laktosefrei und vegan. Auch auf gepopptes Getreide und Füllstoffe wurde verzichtet. Spuren von Gluten können laut Packung möglicherweise enthalten sein."

Sie sagen jetzt allerdings nicht direkt, dass Getreide Füllstoffe seien.

Es ist auch was Künstliches anders als ganz normales Brot oder eine Portion Müsli zum Frühstück, Vollkornnudeln oder Vollkornreis, was in meinen Augen durchaus gesunde Lebensmittel sind.


Laut diesem Ernährungslexikom gehören Füllstoffe zu den Ballaststoffen, nur sind Ballaststoffe alles andere als Ballast oder ungesund, das hat man nur früher gedacht und es ist längst erwiesen, wie wichtig Ballaststoffe für die Ernährung sind.


Auch in Wikipedia ist nachzulesen, dass in unterschiedlichen Ländern ansässige Institute genauso wie die deutsche dge diese Kostform für junge Frauen, Mutter, Kinder und stillende Frauen auf jeden Fall sehr kritisch sehen und ansonsten auch, falls keine ausreichenden Kenntnisse über eine sehr konkret zusammengesetzte Pflanzenkost vorhanden sind. Umso mehr die Pflanzenkost eingeschränkt wird, umso kritischer wird es laut dge.


Das ist ein Link zu einer ausgewogenen Ernährungpyramide .. weiter unten findet man, was bei Veganern normalerweise fehlt, das betrifft nicht Getreideprodukte, die meine Bekannte als Füllstoffe bezeichnet hat.


Gerade Getreideprodukte gehören laut der Ernährungspyramide der dge zu den besonders wichtigen Lebensmitteln, die mehrmals täglich gegessen werden sollten.





Also noch scheint es der guten Frau ja halbwegs gut dabei zu gehen, aber ich fürchte, lange wird das so nicht bleiben können, wenn das wirklich stimmt, was sie erzählt.

LG
Renate

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