Samstag, 8. Dezember 2012

Keine Pferdesteuer in SH

CEAZY NEWS MAL ERNST.

Gestern erhaschte ich in der Maßnahme 50Plus eine Meldung in der Zeitung, dass nun auch in SH, besonders in Preetz, der Gedanke der Pferdesteuer aufgekommen ist. Mein erster Gedanke war, das kostet mehr, als es einbringt. Denn durch eine Besteuerung werden sich die Touristen einen Reiterurlaub nicht mehr leisten können und damit sehr vielen Pensionen oder Reitställen die Existenz ZERSTÖREN. Es wird Massenpleiten geben. Und gerade SH ist auf den Tourismus angewiesen. ABER OHNE PFERDE GIBT ES KEINEN TOURISMUS MEHR! Ich denke da gerade an die Reitschule Först. Sie lebt davon, dass sich die Urlauber von dem angegliederten Campingplatz auch Reitunterricht nehmen oder Pferde zum Ausritt ausleihen. Mit einer Pferdesteuer wäre das aber nicht mehr bezahlbar. Oder glauben SIE, liebe(?) Politiker, die Urlauber campen, weil sie keine Hotelzimmer mögen? Wohl kaum, sie campen, damit sie ihren Kindern einen Reiterurlaub gönnen können. Eine Pferdesteuer macht das aber unmöglich! Ohne Reitstunden gibt es riesige Einnahmeverluste, große Einnahmeverluste gleich weniger Pferde, weniger Pferde keine lohnenden Steuereinnahmen. Also wird das ganze ein Schildbürgerstreich werden.



Der große Irrglaube.
Wer mal ein Turnier besucht oder im TV gesehen hat, wird glauben, dass Pferdebesitzer Geld wie Heu besitzen. Nur leider stimmt das nicht. Auf Turnieren tummeln sich nur einige wenige, die es zu Geld und Ruhm gebracht haben. Doch wie sieht es bei den anderen aus? Die fahren Autos, die uralt sind, Ihre Kleidung entspricht der Mode vor über 5 Jahren. Die Kosten für das Pferd werden sich überall vom Munde abgespart, seit das Pferd da ist, nicht mehr in Urlaub gefahren. Aber das Pferd hat gerade eine neue Abschwitzdecke bekommen. Auch wenn das bedeutet hat, dass Schmalhans der Küchenchef war. Erst das Pferd, dann der Rest ist das Motto. Und solche Leute werden sich keine zusätzliche Belastung leisten können. Die armen Tiere müssten schlimmsten Falls eingeschläfert werden. Und dann geht die ganze Industrie für Pferdebedarf und -futter auch den Bach 'runter.



Viele Pferderassen, die schon heute vom Aussterben bedroht sind, würden auch verschwinden. Dabei gehören Pferde und Ihre vielfältigen Rassen zum deutschen Kulturgut. Da kämpfen Politiker und Umweltschützer gemeinsam für den Erhalt des Lebensraumes für Tiger und andere bedrohte Tierarten in aller Welt, aber im eigenen Land sollen aus Habgier seltene Pferderassen aussterben. Die Pferde haben nach dem 2. Weltkrieg in unserem Land die Bevölkerung ernährt und für den Wiederaufbau treue Dienste geleistet. Soll das nun der Dank sein? Und wo wären die Erfolge des deutschen Reitsporst ohne die vielen Opfer der kleinen Pferdehalter? Bestimmt nicht da, wo er jetzt ist. Der Genpool wäre schon lange nicht mehr groß genug, um Elitepferde züchten zu können. Aber es war ja klar, dass Politiker nicht wirklich denken können. Das Geld wird gesehen, aber die weitreichenden Folgen nicht. Das erinnert einen eher an ein dreijähriges Kind als an einen gebildeten, erwachsenen Menschen.

Ausgestorben: der Friesenfuchs


Vom Austerben bedroht: der Knabstrupper


Vom Austerben bedroht: der Friese

Hände weg von der Besteuerung der Pferde!

LG Jürgen

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