Ein Schwarzbuch für Ärzte gab es wohl mal!
Scheinbar wurde es in einer Protestwelle erstickt.
Meiner Mutter wurden laufend Medikamente verordnet, die ihr nicht nur nicht bekommen sind, sondern die sicherlich dazu geführt haben, dass sie früher als es nötig gewesen wäre, an den Folgen gestorben ist.
Es war zu wenig Personal in der Klinik, um überhaupt die Patienten vernünftig zu versorgen .. wer immer die Schuld daran trägt .. die Gier der Krankenhäuser oder aber die Regierung, was ich als jemand, der Angst haben muss, ins Krankenhaus zu müssen, nicht wissen kann .. nur eines ... ES MUSS SICH ÄNDERN!!!
Unsere Hausärztin, die ich brauchte, als meine Mutter monatelang das Haus nicht verlassen konnte, wollte ihr unbedingt sämtliche nachweislich schädliche Medikamente weiter verschreiben .. die gute Krankengymnastik verschrieb sie gerade dann nicht mehr, als ich die dringend gebraucht hätte, nämlich als meine Mutter dabei war, laufen zu lernen.
Sie kam in 6 Monaten ganze 2 x !!!!! zu Hausbesuchen .. in der Praxis war nur Kuddelmuddel .. es lag zum Teil daran, dass wir über 3 Monate auf einen Treppensteiger warten musste, was ich nur erfahren habe, weil es mir die Krankengymnastik gesagt hat ... die Hausärztin hat uns diese Möglichkeit, so mit meiner Mutter wieder raus zu können, gar nicht erläutert .. sonst hätte ich das Ding viel früher beantragt, denn es stand meiner Mutter ja zu .. statt dessen drängte sie immer wieder zur Verordnung von Entwässerungsmitteln, Beta-Blockern, Blutdrucksenkern und was weiß ich ... obwohl sie wusste, meine Mutter hat schlechte Leber- und Nierenwerte ...sie kam nicht zum Blutdruck-Messen zu uns nach Hause, damit ich überprüfen konnte, ob alles gut läuft .. sie sagte später mal am Telefon, sie hätte keine Lust gehabt, dauernd Hausbesuche zu machen, weil ich ja keine Medikamente für meine Mutter gewollt hätte.
Offensichtlich meinte sie, dass sie an reinen Hausbesuchen ohne Pillenverschreiben nicht genug verdienen würde.
Das mag ja sein ... aber muss man so auf dem Rücken der Patienten handeln.
Sie wollte meiner Mutter sogar Psychopharmaka verordnen .. die sind hochgradig schädlich .. sie säuselte mir vor, ich würde dann ja auch mehr Ruhe haben .. wollte ich ja gar nicht, sondern dass meine Mutter mit so wenig Gift wie möglich nochmal auf die Beine kommt.
Und auch schon früher haben sämtliche Ärzte meiner Mama ohne zu hinterfragen oder mal zu untersuchen laufend Entwässerungsmittel verschrieben .. dann immer mich gefragt, ob sie denn trinken würde, weil ihre Leberwerte so schlecht seien und ich habe gesagt, meine Mama ist braver als jedes kleine Mädchen, die hat noch nie getrunken.
Später fand ich im Internet raus, dass Entwässerungsmittel ständig verschrieben, genauso auf die Leber gehen wie Alkohol. Toll nicht?
Mal zum Thema Schwarzbuch Arzt:
LG
Renate
06.04.2004 13:23 Uhr
| Aktualisiert 09.11.2006 18:19 Uhr
Das Bundesgesundheitsministerium hat in einem
«Schwarzbuch gegen die Gesundheitsreform» zahlreiche Fälle von
Fehlinformation und Missbrauch dokumentiert. Zu den wichtigsten
Vorfällen im Zusammenhang mit der Reform gehören demnach:
Berlin/dpa.
UNRECHTMÄSSIGE ERHEBUNG DER PRAXISGEBÜHR:
Vorsorgeuntersuchungen für Schwangere oder beim Zahnarzt sind nach
der Reform kostenfrei. Die Regierung wirft Ärzten vor, sie hätten
Patienten zu weiteren Leistungen gedrängt, um die Praxisgebühr zu
kassieren und dann auch die Zusatzleistungen abzurechnen. Zum Teil
wurde die Gebühr auch zu Unrecht für die bloße Vorsorge erhoben.
KOPPELUNG VON LEISTUNGEN DURCH KOSTENERSTATTUNG:
Kassenpatienten können nach der Reform ihre Gesundheitsausgaben auf
Wunsch selbst vorfinanzieren und erst später erstatten lassen. Manche
Ärzte drängen ihre Patienten zu dieser Option, um dann zusätzliche
Kosten auf die Rechnung setzen zu können, die vom Patient privat zu
zahlen sind. Zum Teil sei behauptet worden, nur bei diesem
Abrechnungsmodus könne eine hochwertige Behandlung geleistet werden.
DIFFAMIERUNG UND UNTERLAUFEN DER GESUNDHEITSREFORM:
Einzelne Kassenärztliche Vereinigungen wie die KV Sachsen haben nach
Ansicht der Regierung das Gesetz aus Protest nicht vollständig
angewandt. In Göttingen schlossen Ärzte aus Protest gegen die
Praxisgebühr eine Woche lang ihre Praxen, was Kassenärzten verboten
ist. Physiotherapeuten nutzten Patientenkarteien, um ohne Wissen der
Patienten in ihrem Namen Protest-Postkarten zu versenden.
STREIT UMS GELD STATT ÄRZTLICHER HILFE:
Einige Ärzte weigerten sich, schwer kranken Patienten nicht
verschreibungspflichtige Medikamente zu verordnen. Akut
hilfsdürftigen Patienten - etwa einem Vergewaltigungsopfer - wurde in
Einzelfällen die Behandlung verweigert, weil sie die Praxisgebühr
nicht zahlen konnten.
...
http://www.aerzteblatt.de/archiv/41534/Schwarzbuch-Offener-Brief-an-Ulla-Schmidt
http://www.arztwiki.de/wiki/%22Schwarzbuch%22
Daraus:
Gesundheitsministerium zieht Schwarzbuch von Website zurück - Der Druck
der Ärzte war offensichtlich zu groß: Auf der Website des Ministeriums
ist keine Spur des umstrittenen Schwarzbuches mehr zu finden.
BMGS-Sprecher
Klaus Vater teilte auf Anfrage von
Facharzt.de
mit, das Buch werde überarbeitet. "Die Kritik war so groß, dass wir
gezwungen waren, die Aussagen im Schwarzbuch noch einmal zu überprüfen."
Dies sei allerdings ein völlig normaler Vorgang. Eine Passage im
Schwarzbuch wurde sogar bereits definitiv zurückgezogen. Nachdem der
Berufsverband der Augenärzte
(BVA) einen Antrag auf einstweilige Verfügung gestellt hatte, weil
eines ihrer Mitglieder im Schwarzbuch persönlich angegriffen wurde,
teilte das Ministerium in einem Schreiben mit, dass der Abschnitt
gestrichen worden sei. Das Ministerium hatte dem Augenarzt Dr. Frank
Schmidtborn zunächst vorgeworfen, auch nach dem 12. Januar
2004 mit einem Merkblatt zur Sehschärfenbestimmung den
Brillenigel forciert zu haben. BVA-Chef Dr.
Uwe Kraffel
zeigte sich erfreut angesichts des Erfolges. "Das Ministerium konnte
dem Druck der Ärzteschaft nicht standhalten", sagte er im Gespräch mit
Facharzt.de. Es sei wichtig, dass solche diffamierenden und sachlich
falschen Äußerungen aus der Welt geschafft würden. (23.04.2004)
AKTUELL
Schwarzbuch: Offener Brief an Ulla Schmidt
Dtsch Arztebl 2004; 101(17): A-1124 / B-932 / C-908

Ulrich Thamer,Vorsitzender
der KV Westfalen-Lippe
Foto: Bernhard Eifrig
Die Ministerin verstehe die Ärzteschaft nicht, meint Dr. Ulrich Thamer.
Dr. med. Ulrich Thamer, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung
(KV) Westfalen-Lippe, hat in einem offenen Brief an
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt heftig kritisiert, dass diese
die Ärzteschaft in ihrem Schwarzbuch mit Begriffen wie Sabotage,
Desinformation und kriminelle Energie in Verbindung bringt. Besonders
Schmidts Äußerung, sie könne aus Ärzten „keine Millionäre machen“,
zeige, dass die Ministerin nicht verstehe, um was es der Ärzteschaft
gehe.
Die Vertragsärzte setzten die Gesundheitspolitik geduldig um, nähmen
Nullrunden hin, kassierten die Kassengebühr und trügen nach Zahlung der
Gesamtvergütung
durch die Krankenkassen die Risiken der Morbidität, schreibt Thamer
unter anderem. Für Überschreitungen des Ausgabenvolumens für Arznei- und
Heilmittel hafteten
sie zudem mit ihrem Vermögen. Und direkt an die Ministerin gewandt: „Mit
den im derzeitigen System enthaltenen überwiegend noch versteckten
Rationierungen von Gesundheitsleistungen bringen Sie Ärzte in ethische
Konflikte.“
Mit dem am 6. April veröffentlichten „Schwarzbuch“ versuche Schmidt
erneut, von den Schwächen der Gesundheitsreform abzulenken. Das
„Schwarzbuch“ zeige, dass die Ministerin mit dem Rücken zur Wand stehe.
Thamer: „Ihre ständigen Diffamierungen und die verzerrenden
Darstellungen Ihrer Reform mit politikentlastenden Schuldzuweisungen
werden dazu führen, dass Ihnen in absehbarer Zeit keiner mehr folgt und
die Ärzte sich frei organisieren.“ JF