Immer mehr Leute haben Angst, ihren Hund im Auto mitzunehmen
Weil wir uns so über die Reaktionen darüber geärgert haben, wie viele Menschen Leute, die aus irgendwelchen Gründen ihre Hunde oder Kinder im Auto mitnehmen und auch mal im Sommer kurz darin warten lassen können, geradezu einer Lynchjustiz aussetzen, gibt es jetzt für Tasso, die diese Denkweise durch ihre Aktion "Hund im Backofen" in unseren Augen ins Rollen gebracht haben, noch eins drauf, und das ist der Umweltschutz.
Sucht man Statistiken, dann sind offensichtlich die Vorfälle, wo Hunde und Kinder in einem überhitzten Auto wirklich umgekommen sind, so gering, dass es keine Statistik darüber gibt.
Wie ich eben belegt habe, gibt es auch kaum Beißstatistiken und wenn, dann zeigen die, dass so viele tödliche Attacken durch Hunde an Menschen nicht stattfinden, dass es die Aktionen gegen Hunde rechtfertigen würde, die es ja gibt. Nach meiner Erfahrung gibt es Verantwortungslosigkeit in dieser Hinsicht eher bei Hunden, die andere Hunde beißen und besonders bei Haltern großer Hunderassen. Aber dazu später.
Man findet nur Einzelfälle von Hunden, die in Autos wirklich wegen Überhitzung starben. Bei Kindern findet man aktuell einen Fall, wo ein Kind .. nur vielleicht, denn der plötzliche Kindstod wird auch diskutiert ...in seinem Kinderbett in der Wohnung am Hitzetod gestorben sein soll .. nicht im Auto .. weil die Mutter sich stundenlang nicht um das 14 Monate alte Kind gekümmert hat, sondern im Nebenzimmer mit dem größeren Geschwisterkind vor dem Fernseher saß. Und den Fall, wo ein Vater sein Kind stundenlang in den Kofferraum gesperrt hat, der länger her ist.
Das sind auch Einzelfälle, die keine statistische Relevanz haben.
Statistische Relevanz allerdings haben für die Umwelt sinnlose Autofahrten und gerade in Bezug auf Hunde habe ich in diversen Foren erstens die Unsicherheit vieler Hundehalter finden können und zweitens des weiteren bei vielen bereits die Angst, aus dem Laden zu kommen und die Scheiben sind eingeschlagen, der Hund weg und die Polizei vor der Tür.
DAS SIND FOLGEN EINER AKTION, DIE OHNE STATISTISCHE RELEVANZ EINEN MOB MOBILISIERT; DIE WELTWEIT DER UMWELT SCHADEN.
Davon, wie viele Hunde und andere Tiere ausgesetzt werden, denn darüber gibt es eine Statistik, und was die Tasso-Aktionen hier bewirken können, habe ich bereits davor berichtet.
Ansonsten etwas Input über Auto und Umwelt und zum Nachdenken die Anregung, ob sinnlose Autofahrten, wenn es sonnig, aber nicht wirklich heiß ist, und damit meine ich Temperaturen unter 25 Grad Celsius, wirklich Sinn machen.
LG
Renate
Daraus:

- Foto: Philipp Paul / photocase.de
Der VCD setzt sich für eine klimaschonende Verkehrspolitik ein,
die dem Leitgedanken »so wenig wie möglich, nur so viel wie nötig«
folgt. Denn weniger Autos und Motorräder auf den Straßen bedeuten:
- weniger Flächenverbrauch durch Straßen und Parkplätze, dafür mehr Platz für Fußgänger, Radfahrer und Kinder,
- weniger Treibhausgase und Schadstoffe, dafür mehr frische Luft und ein stabileres Klima,
- weniger krankmachenden Lärm, dafür mehr Ruhe und Erholung,
- weniger Unfälle mit Verletzten und Toten, dafür mehr Sicherheit auf Straßen und Wegen für alle.
Der VCD fördert einen intelligenten Umgang mit Autos. Als
Verbraucherverband zeigen wir mobile Alternativen zum (eigenen) Auto
auf. Seit Gründungsbeginn fördern wir
Carsharing Modelle, denn ein geteiltes Auto bedeutet geteilte Kosten und vervielfachten Nutzen. Mit unseren
Spritspartipps können Sie zudem Ihren Geldbeutel und die Umwelt gleichermaßen schonen.
Falls Sie vor der Entscheidung stehen, ein altes Auto weiter zu fahren oder ein neues zu kaufen, helfen wir mit der
Bilanz älterer Gebrauchtwagen. Umweltbewusste
Autofahrer unterstützen wir mit der Eco-Line − der einzigen
ökologischen Kfz-Versicherung. Die jährlich erscheinende
VCD Auto-Umweltliste,
ein Öko-Ranking der umweltverträglichsten Fahrzeuge aller wichtigen
Hersteller, hilft nicht nur VerbraucherInnen beim umweltfreundlichen
Autokauf. Sie ist zugleich ein Druckmittel auf die Herstellerfirmen.
Eine kostenlose Kaufberatung zu Pkw und Transportern bieten wir auf dem
Online-Portal
»Besser Autokaufen« .
Der VCD macht sich stark für bessere Technik und
alternative Antriebe.
Unsere Forderung sind Fahrzeuge, die sparsam im Verbrauch sind, weniger
Lärm verursachen und möglichst wenig Schadstoffe ausstoßen. Um den Kauf
sparsamer Autos zu fördern, sind wir für eine
CO2-basierte Dienstwagenbesteuerung.
Der VCD kämpft für ein Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen und für
Tempo 30 innerorts. Um den
CO2-Ausstoß im Straßenverkehr zu senken und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Wir hinterfragen den Mehrwert des
CO2-Labels. Gemeinsam mit Umwelt- und Gesundheitsorganisationen setzen wir uns gegen
krankmachenden Dieselruß ein. Die Feinstaubelastung ist mancherorts regelmäßig so hoch, dass immer mehr Städte in Deutschland
Umweltzonen
und somit Fahrverbote einrichten. Falls Sie ein älteres Diesel-Fahrzeug
besitzen, das noch keinen Partikelfilter eingebaut hat, bekommen Sie
bei uns hilfreiche Tipps zur
Partikelfilter-Nachrüstung. Und falls Sie bei Ihrer Urlaubsplanung lieber aufs Auto verzichten möchten, gibt es bei uns tolle Reisetipps für den
Urlaub ohne Auto.

- Foto: © Marcus Gloger/ vzbv
Wer weniger Sprit verbraucht, schont Portemonnaie und Umwelt gleichermaßen. Denn die Menge des Treibhausgases CO
2,
die aus dem Auspuff kommt, hängt unmittelbar von der Menge an
verbranntem Treibstoff ab. Auch bei Schadstoffen wie Stickoxiden oder
Kohlenmonoxid gilt: Je weniger Sprit verbrannt wird, desto besser für
die Umwelt und die Gesundheit des Menschen. Daher zahlt sich eine
sparsame Fahrweise gleich doppelt aus.
Nach Angaben des Bundesumweltministeriums
könnten allein durch sparsameres Fahren jährlich rund fünf Millionen Tonnen CO2 in Deutschland vermieden werden.
Notwendig sind dafür Schulungen von BerufsfahrerInnen, eine verbesserte
Fahrausbildung und mehr Informationen über energiesparendes Fahren für
alle.
Rechnet man 5.000.000 Tonnen CO
2 auf die Zahl der in
Deutschland zugelassenen Kraftfahrzeuge von etwa 50 Millionen um,
müssten pro Fahrzeug, egal ob Pkw, Bus oder Motorrad, 100 Kilogramm CO
2
weniger aus dem Auspuff geblasen werden. Umgerechnet auf den Verbrauch
bedeutet das aufs Jahr gerechnet eine Einsparung von 43 Liter Benzin
oder 38 Liter Diesel. Bei einem Pkw mit einer durchschnittlichen
Fahrleistung von 13.000 Kilometern dürfte das kein Problem darstellen:
Gerade einmal 0,33 Liter müsste jeder Autofahrer und jede Autofahrerin
auf 100 Kilometer einsparen.
Zehn Spritspartipps
Der VCD hat zehn Spritspartipps für Sie zusammengestellt. Wenn Sie
alle Hinweise beachten, können Sie Ihren Kraftstoffverbrauch um bis zu
30 Prozent gegenüber einem unbedachten Fahrstil reduzieren.
Zu den zehn Spritspartipps
1. Kein Ballast im Auto
Spritsparen beginnt vor dem Losfahren. Jedes Kilogramm Gewicht erhöht
den Verbrauch des Autos. Faustregel: 100 kg Mehrgewicht kosten einen
halben Liter mehr auf 100 Kilometern. Dachgepäck lastet besonders schwer
auf dem Tank. Es macht alle Bemühungen der Autobauer zunichte, die
Aerodynamik zu verbessern. Drei Fahrräder auf dem Dach bedeuten bei
Tempo 100 einen Mehrverbrauch von 4 l/100 km. Selbst ein unbeladener
Skihalter erhöht den Verbrauch eines Mittelklassewagens um etwa einen
Liter. Also, Dachgepäckträger besser im Keller als auf dem Autodach
lagern.
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2. Reifen mit geringem Rollwiderstand
Erstens: Verlangen Sie beim Kauf eines Neuwagens, dass Energy- bzw.
Leichtlauf-Reifen montiert sind. Diese sind beim Rollwiderstand deutlich
optimiert und entsprechen allen Sicherheitsanforderungen für moderne
Reifen. Auch wenn neue fällig werden, sollten Sie Leichtlaufreifen
verwenden. Welche Sommerreifen sicher und umweltschonend sind, erfahren
Sie in der
Test-Übersicht
der Stiftung Warentest (Ausgabe 03/2009). Hier wurden insbesondere die
Umwelteigenschaften der Reifen getestet, die Kraftstoffverbrauch,
Lärmemission und gesundheitsschädlichen Verschleiß durch Abrieb in die
Bewertung miteinbeziehen.
Zweitens: Fahren Sie immer mindestens mit dem Reifendruck, den der
Autohersteller für das vollbeladene Fahrzeug bei Höchstgeschwindigkeit
empfiehlt. Es darf auch noch ein bisschen mehr sein. Dem etwas
geringeren Fahrkomfort stehen ein deutlich geringerer Verbrauch, weniger
Schadstoffe, mehr Bremssicherheit und weniger Reifenverschleiß
gegenüber. Übrigens: Breitreifen erhöhen den Verbrauch.
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3. Kurzstrecken und Verschleiß vermeiden
Laut dem Autohersteller VW braucht ein Mittelklassewagen direkt nach
dem Start rund 30 bis 40 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer. Nach einem
Kilometer sinkt der Verbrauch auf etwa 20 Liter. Erst nach vier
Kilometern ist der Motor betriebswarm und der Verbrauch hat sich
normalisiert. Daher gilt: kurze Strecken lieber zu Fuß oder mit dem
Fahrrad zurücklegen.
Der Verschleiß des Motors ist bei kaltem Motor außerordentlich hoch.
Besonders schädlich für Motor und Umwelt: Warm laufen lassen im Stand.
Am schonendsten erreicht der Motor seine Betriebstemperatur, wenn es
sofort nach dem Motorstart losgeht und spritsparend gefahren wird.
Lassen Sie beim Ölwechsel synthetische Leichtlauföle einfüllen. Diese
haben bessere Schmiereigenschaften. Das schützt vor Verschleiß und senkt
den Verbrauch.
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4. Niedrigtourig fahren
Niedrigtouriges Fahren ist das A und O einer umweltverträglichen
Fahrweise. Leider hält sich immer noch hartnäckig das Gerücht, ein Motor
liefe am sparsamsten und schonendsten im mittleren Drehzahlbereich.
Aber für alle Autos, die in den letzten zwanzig Jahren gebaut wurden
gilt: je niedrigtouriger und je gleichmäßiger, desto besser. Mit einer
geringeren Drehzahl zu fahren spart bis zu 30 Prozent Kraftstoff und
schont den Motor. 2000 Umdrehungen pro Minute (U/min) reichen im
Stadtverkehr aus.
Seit zwei Jahren fragt der VCD bei der Recherche zur Auto-Umweltliste
bei den Autoherstellern an, wie viel ihre Modelle bei konstant 30 km/h
pro Stunde im 2. und 3. Gang und bei 50 km/h im 2. bis 5. Gang
verbrauchen. Die Antworten fallen sehr unterschiedlich aus. Ford hat
extra für uns neun Fahrzeugmodelle getestet. Die meisten Hersteller
behaupten, sie hätten keine Daten, weil ein solcher Verbrauchstest nicht
vorgeschrieben sei. BMW schreibt, der VCD wäre der erste, der
kritisieren würde, wenn BMW unrealistische Verbrauchswerte angeben
würde. Gut gebrüllt! Der BMW-Konkurrent Porsche gibt genaue Werte an und
vermerkt genüsslich: „Bitte beachten: Ein Porsche kann bei 30 km/h im
4. Gang und bei 50 km/h im 6. Gang gefahren werden.” Im zweiten Gang
braucht ein Porsche 911 Carrera bei konstant 50 km/h 15,1 Liter, im
sechsten Gang braucht er nur 6,2 Liter Super.
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5. Schnell schalten
Schalten Sie schon nach einer Wagenlänge in den zweiten Gang. Im
zweiten und dritten Gang kräftig Gas geben und spätestens bei 2000 U/min
in den nächsten Gang hoch schalten. Wenn man mit viel Gas bei
niedriger Motorumdrehungszahl beschleunigt, erreicht man eine
vollständigere, verbrauchsgünstigere und schadstoffärmere Verbrennung,
als wenn man mit sanftem Fuß im mittleren Drehzahlbereich beschleunigt.
Wer keinen Drehzahlmesser hat, orientiert sich am Tacho. Bei 25 bis 30
km/h in den 3., bei 35 bis 45 km/h in den 4. und bei 50 bis 55 km/h in
den 5. Gang schalten. Mit den angegebenen Schaltpunkten sind fast alle
heute zugelassenen Pkw vom Kleinwagen mit 40 bis 45 PS bis zur
schweren Limousine problemlos zu fahren. Im höchstmöglichen Gang zu
fahren, ist Grundbedingung fürs Spritsparen. Es schont außerdem den
Motor und ist hörbar leiser. Unglaublich aber wahr: Ein Auto mit 50
km/h im 2. Gang wird als genauso laut empfunden wie 20 Autos, die bei
gleicher Geschwindigkeit im 4. Gang fahren.
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6. Vorausschauend gleiten
Jedes Anfahren und Beschleunigen verbraucht viel Benzin. Durch
vorausschauendes Fahren wird eine möglichst regelmäßige Bewegung mit
konstanter Geschwindigkeit angestrebt. Genügend Abstand zum
vorausfahrenden Fahrzeug (Faustregel 3 Sekunden) hilft
Ungleichmäßigkeiten im fließenden Verkehr auszugleichen und dient der
Verkehrssicherheit. Fährt das Auto auf ein Hindernis zu, kann der Fahrer
den bestehenden Fahrzeugschwung nutzen. Beispiel: Sie fahren 50 km/h
und sehen in 200 bis 300 Meter Entfernung eine Ampel auf Rot schalten.
Wenn Sie den Leergang einlegen, reicht der vorhandene Schwung, um im
Verkehr mitzuschwimmen. Fließt der Verkehr nach einer Stockung weiter,
schalten Sie in den ihrer Geschwindigkeit entsprechenden Gang und
beschleunigen auf die gewünschte Geschwindigkeit.
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7. Bremsen
Dass es notwendig wäre, den Motor zum Mitbremsen einzusetzen, ist ein
Mythos aus den Zeiten der Trommelbremse. Bei älteren Fahrzeugen mit
Vergasermotor ist der Ausstoß von krebserzeugenden Kohlenwasserstoffen
bei der Nutzung der „Motorbremse” bis zu zehnmal so hoch wie bei
normaler Fahrt. Zurückschalten, um das Fahrzeug abzubremsen, ist nur bei
starkem Gefälle angebracht. Zum Verzögern aus hoher Geschwindigkeit
reicht es, den 4. oder 5. Gang eingelegt zu lassen und den Fuß komplett
vom Gas zu nehmen.
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8. Überlandverkehr
2000 U/min reichen auf Fernstraßen nicht aus. Auch gelten die
genannten Schaltpunkte nicht für die Beschleunigungsstreifen der
Autobahn und für Überholvorgänge auf Landstraßen. Generell gilt für
Landstraße und Autobahn: je niedriger die Drehzahl und damit das Tempo,
desto niedriger der Verbrauch. Laut Ford ist der Verbrauch bei
Höchstgeschwindigkeit bis zu doppelt so hoch wie bei dreiviertel der
Höchstgeschwindigkeit. Als Orientierung können folgende Werte gelten:
auf Landstraßen maximal 80 km/h, auf Autobahnen maximal 120 km/h.
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9. Stromfresser ausschalten
Je stärker die Lichtmaschine durch elektrische Verbraucher belastet
wird, desto höher ist der Kraftstoffverbrauch. Größter Stromfresser ist
die Klimaanlage, die den Verbrauch im Stadtverkehr um bis zu 1,8 Liter
auf 100 Kilometer erhöht. Auch jedes kleine Motörchen - z.B. für den
Scheibenheber - erhöht den Verbrauch. Vergessen wird oft die
Heckscheibenheizung. Die „verbraucht” pro Stunde ca. 0,1 Liter Sprit.
Umgerechnet auf den Stadtverkehr sind das 0,3 bis 0,4 Liter pro 100
Kilometer.
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10. Motor aus!
Wenn sich absehen lässt, dass Sie zum Beispiel an einer roten Ampel
mehr als 10 Sekunden stehen, sollten Sie den Motor abstellen. Beim
anschließenden Motorstart auf keinen Fall Gas geben.
Daraus:
So sehr die Techniker der Autoindustrie daran
arbeiten, saubere und sparsame Autos auf die Straße zu bringen: Es kommt
auch auf jeden einzelnen Autofahrer an, wie der Verbrauchs- und
Emissionshaushalt jedes einzelnen Fahrzeugs auf unseren Straßen
tatsächlich aussieht.
Und der hängt von vielen
Faktoren ab, etwa von den individuellen Fahrgewohnheiten: Viele kurze
Fahrten sind für die Umwelt wesentlich belastender als wenige, aber
durchaus längere Fahrten. Entscheidend ist naturgemäß auch der
persönliche Fahrstil: Aggressives Fahren kostet Treibstoff und erhöht
die Emissionen. Und schließlich gilt es auch, die technischen
Voraussetzungen tatsächlich zu nützen. In der Entwicklung mühsam
eingespartes Fahrzeuggewicht hilft wenig, wenn der Kofferraum unnötig
vollgeräumt ist. Und die aerodynamischste Karosserie verliert durch leer
herumgeführte Schi- oder Fahrradträger ihre Vorteile.
Neben der immer besseren
Technik, neben immer besseren Treibstoffen ist auch jeder Fahrer für die
Umwelt verantwortlich. Abgesehen davon profitiert von einer
verbrauchsorientierten Fahrweise nicht nur die Umwelt, sondern ebenso
das persönliche Budget.
IMMISSIONSGESETZGEBUNG IN DER EUROPÄISCHEN UNION UND IN ÖSTERREICH
|
| Im Folgenden wird ein kurzer
Überblick zu den gesetzlichen Rahmenbedingungen gegeben. Dabei wird auf
relevante EU-Richtlinien eingegangen, in Österreich geltende Gesetze
diskutiert. |
 |
Da die Verschmutzung der Luft
sowohl eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit (z.B. bodennahes
Ozon) als auch der Umwelt (z.B. die Versauerung der Böden) darstellt,
verfolgt die EU neben der Reduzierung der Treibhausgase das Ziel der
Luftqualitätsverbesserung.
In einer Mitteilung der Kommission an den Rat
und das Europäische Parlament aus dem Jahr 2005 legte diese eine
„Thematische Strategie zur Luftreinhaltung" [1] vor, in welcher Ziele
zur Verringerung bestimmter Schadstoffe festlegt wurden. Ziel der
Strategie ist die Erreichung einer Luftqualität, welche keine
Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt hat.
Gegenüber dem Jahr 2000 werden für das Jahr 2020 folgenden Ziele angestrebt:
- Rückgang des Verlusts an Lebenserwartung infolge der Partikelexposition um 47%.
- Senkung der ozonbedingten akuten Mortalität um 10%.
- Verringerung der übermäßigen sauren Deposition um 74% in Waldgebieten und um 39% in Süßwasseroberflächengewässern.
- Verringerung der Gebiete, in denen Ökosysteme der Eutrophierung1 ausgesetzt sind, um 43%.
In der zu diesem Themenkreis aktuellen Richtlinie
„Luftqualität und saubere Luft für Europa“ [2] werden europäische
Rechtsvorschriften über die Luftqualität definiert, welche die
Verschmutzung auf ein Maß reduzieren sollen, bei dem schädliche
Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt möglichst
gering sind. Zudem soll die Öffentlichkeit besser über Risiken
informiert werden.
In dieser Richtlinie werden folgende Ziele festgelegt:
- Definition und Festlegung von
Luftqualitätszielen zur Verringerung der schädlichen Auswirkungen auf
die Gesundheit und die Umwelt.
- Beurteilung der Luftqualität in den Mitgliedstaaten anhand einheitlicher Methoden und Kriterien.
- Gewinnung von Informationen über die Luftqualität insbesondere zur Überwachung der langfristigen Tendenzen.
- Zugang der Öffentlichkeit zu den Informationen über die Luftqualität.
- Erhaltung der Luftqualität (wo sie gut ist) und Verbesserung der Luftqualität (wo sie schlecht ist).
- Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten bei der Verringerung der Luftverschmutzung.
Die Richtlinie ist bis spätestens 11. Juni 2010 von den Mitgliedsstaaten umzusetzen und beinhaltet die in Tabelle 1
angeführten Grenzwerte. Unter in der Richtlinie definierten
Voraussetzungen ist eine Fristverlängerung um höchstens 5 Jahre für die
Grenzwerte von Stickstoffdioxid und Benzol möglich. |
 |
| Tabelle 1: Immissionsgrenzwerte zum Schutz der menschlichen Gesundheit [2] |
Zudem werden die in Tabelle 2 angeführten Alarm- und Informationswerte angegeben.
|
 |
| Tabelle 2: Alarm- und Informationswerte [2] |
| Als kritisch für den Schutz der Vegetation werden die in Tabelle 3 wiedergegebenen Werte festgehalten. |
 |
| Tabelle 3: Kritische Werte zum Schutz der Vegetation [2] |
Zusätzlich werden in [3] die in Tabelle 4 wiedergegebenen Zielwerte festgelegt.
|
 |
| Tabelle 4: Immissionszielwerte der Konzentration [3] | | |
| |
http://www.frauenumweltnetz.de/autos.html
Umweltverschmutzung durch Autos
Durch den Automobilverkehr werden eine Vielzahl von Schadstoffen in
Form von Abgasen wie Kohlenmonoxide, Stickstoffoxide und
Kohlenwasserstoffe, sowie Feinstaub durch Abrieb der Reifen, Bremsbeläge
und der Fahrbahn freigesetzt. Autos sind die weltweit schlimmste
Umweltverschmutzungsursache abgesehen von Katastrophen wie der Ölpest.
Seit der Einführung der Fließbandproduktion wurden Autos für jedermann
erschwinglich, deshalb gibt es mittlerweile weltweit mehr als 600
Millionen Automobile.
Einer der weitverbreitesten Mittelklassewagen ist der 3er BMW, der
jährlich etwa 40% der PKW-Verkäufe des Unternehmens ausmacht. In
Intervallen von 5-10 Jahren versuchen Automobilhersteller stetig mit
neuen Modellen die Benzineffizienz zu verbessern und durch neueste
Technik den Schadstoffausstoß weiter zu reduzieren. Historisch gesehen
konnten durch Maßnahmen wie bleifreies Benzin und den Einbau von
Katalysatoren die von Autos verursachten Schadstoffmengen zum Teil
reduziert werden. Da die Zahl der Autos aber stetig zunimmt und die PKWs
immer leistungsfähiger werden, wurden die Errungenschaften zum Teil
wieder zunichte gemacht. Gegen die Feinstaubbelastung existiert außer
den zweifelhaften Feinstaubfiltern auch noch kein probates Mittel. Die
Schadstoffkonzentration der Abgase wird in der EU durch die Abgasnorm
reguliert, seit Anfang 2005 gilt für neue PKWs europaweit die
Euro-4-Norm.
http://www.zeit.de/auto/2012-12/umweltverschmutzung-verkehr
Auto nur voll besetzt so CO2-sauber wie Regionalzug
Die Bahn wäre gern das umweltfreundlichste
Verkehrsmittel – doch der Reisebus schneidet im Hinblick auf die
Emissionen noch besser ab. Entscheidend ist die Auslastung.
Als die Grünen erstmals im Bonner Bundestag saßen, war die Welt des
Verkehrs noch klar aufgeteilt. Es gab zwei Fraktionen: Entweder kämpfte
man gegen das Waldsterben, indem man mit der Deutschen Bundesbahn fuhr.
Oder man forderte freie Fahrt für freie Bürger, setzte sich in sein Auto
und stritt allenfalls darüber, ob es ein Benziner oder ein Diesel sein
soll.
Die alten Gräben aber werden zugeschüttet, und das Umweltbundesamt
(UBA) liefert die Zahlen dazu. Die Behörde rechnet in regelmäßigen
Abständen vor, welches Verkehrsmittel zur Personenbeförderung welche
Abgase emittiert (siehe Tabelle unten). Bei den Treibhausgasen
berücksichtigt das UBA nicht nur Kohlendioxid, sondern auch andere
relevante Emissionen wie Methan oder Lachgas. Ausgelassen werden dagegen
der Flächenverbrauch von Straßen und Schienen, der Lärm sowie der
Atommüll, den elektrische Antriebe indirekt verursachen.
Der erste Platz geht traditionell an den Reisebus, und das liegt vor
allem an seiner guten Auslastung. Mit durchschnittlich 60 Prozent
belegten Sitzplätzen werden pro Person und Kilometer 30 Gramm CO2 frei.
"Die Massenverkehrsmittel liegen immer im Vorteil", fasst Michael
Müller-Görnert, Referent für Verkehrspolitik beim ökologisch
orientierten Verkehrsclub Deutschland (VCD), zusammen. "Die Auslastung
ist eine der wichtigsten Stellschrauben, um die Umweltbelastung zu
verringern."
Emissionen verschiedener Verkehrsträger

© Umweltbundesamt
Zum Betrachten der Tabelle klicken!
Für die Verkehrsunternehmen bedeutet das zugleich eine höhere Rentabilität. MeinFernbus
zum Beispiel ist stolz darauf, in den ersten Monaten des Betriebs sogar
auf eine Platzbesetzungsquote von 75 Prozent gekommen zu sein. Dazu
passen in jeden Bus vier bis fünf Fahrräder. Die beiden Gründer von
MeinFernbus haben früher für die Bahn gearbeitet; jetzt machen sie dem
traditionellen Schienenverkehr Konkurrenz. Nicht bei der
Geschwindigkeit, aber im Preis und in der Ökologie.
Denn genau die schlechtere Auslastung führt dazu, dass eben nicht die
Bahn im Verkehrsträgervergleich am besten abschneidet. Das
Umweltbundesamt bescheinigt der Bahn zwar eine relative Sauberkeit, aber
keineswegs Perfektion. In den Fernverkehrszügen sind die Plätze zu 48
Prozent gesetzt, im Nahverkehr liegt die Auslastung bei 26 Prozent. Und
dass die Bahn laut ist und zuletzt 22 Prozent ihres Stroms aus Atomkraftwerken bezog, zeigt, wo die Verbesserungspotenziale liegen.
Um auf die gleichen CO2-Emissionen wie ein Nahverkehrszug zu kommen,
müsste ein Auto mit drei Personen besetzt sein. Das UBA setzt für seine
Berechnung eine durchschnittliche Besetzung von 1,5 Personen pro Pkw an.
Auto nur voll besetzt so CO2-sauber wie Regionalzug
Seite 2/2:
"Lust auf Alternativen wecken"
Das Auto hat nach wie vor die Rolle des Buhmanns. Aber: "Der Pkw holt
in punkto Luftschadstoff auf", erklärt Michael Müller-Görnert vom VCD.
Durch die immer schärferen EU-Normen ist der Ausstoß von giftigen und
gesundheitsschädlichen Abgasen wie Stickoxiden und Kohlenmonoxid
schrittweise gesunken. Dieser Prozess setzt sich langsam, aber
kontinuierlich fort, weil nach der Einführung einer strengeren
Vorschrift Jahre vergehen, bis der Fahrzeugpark ausgetauscht ist.
Nur bei der Klimabilanz des Autos tue sich weiterhin viel zu wenig,
bemängelt der VCD-Fachmann. Der Verbrauch, der direkt mit den
klimarelevanten CO2-Emissionen
zusammenhängt, ist noch weit vom technisch Machbaren entfernt. Ob sich
das ändert, hängt für den VCD vor allem von der europäischen Politik ab:
Der Umweltverband fordert von der EU schärfere CO2-Grenzwerte für die Autoindustrie.
Kerosin weiter steuerfrei
Die junge Generation geht nach Ansicht des VCD unverkrampfter an die
Verkehrsträgerwahl heran. Pragmatisch muss das jeweilige Verkehrsmittel
sein, und preisgünstig. Ob der Reisebus oder der Zug gewählt wird, hängt
von Zeitdruck und Geldbeutel ab. Und am Zielort reicht zumindest in
vielen deutschen Städten ein Druck auf die Smartphone-App, um mit dem
ÖPNV, dem Stadtrad oder bei car2go weiterzukommen.
"Wir können die Menschen heute nicht mehr mit dem erhobenen
Zeigefinger belehren", sagt Müller-Görnert. "Wir müssen die Lust auf
Alternativen wecken." Je jünger der Nutzer, desto selbstverständlicher
sei die Intermodalität, also der Wechsel zwischen den Verkehrsträgern.
Die wichtigste Botschaft des VCD ist darum, klug mit der eigenen
Mobilität umzugehen. Das bedeutet nicht, sich auf die Scholle
zurückzuziehen und diese nicht mehr zu verlassen. Aber es müsse geprüft
werden, ob jede Form der Mobilität nötig sei und wie man das eigene
Leben ausrichte. Mobil sein, ohne mehr Verkehr zu produzieren, das ist
die Botschaft des Umweltverbands.
Dazu gehört dann möglicherweise auch, keine Städtetrips mehr mit dem
Flugzeug zu machen. Denn die rote Laterne im Umweltranking geht wie
gehabt an die Flieger. Da nützt selbst die höchste Auslastung nichts.
Hier bleibt die Politik gefordert: Während von jedem Cent fürs Benzin
mindestens die Hälfte an den Staat abgeführt wird, ist Kerosin in der EU
steuerfrei.
Anmerkung: Im Text war zunächst zu lesen, in den Niederlanden sei
Kerosin steuerpflichtig. Das stimmt nicht mehr, die Regierung von
Mark Rutte hat die Steuer auf Kerosin 2012 wieder abgeschafft. Wir haben
den Fehler korrigiert.
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