Dienstag, 30. April 2013

Gibt es den Tierarzt aus Passion eigentlich nur im Fernsehen?


Muss mal Frust loswerden.

Habe mich vorhin noch mehr über die Tierärztin geärgert, die unsere Chiwa wegen ihrer letzten Hufrehe behandelt hat als schon davor und ihre Art der Behandlung, die uns nur deshalb ein Vermögen gekostet hat oder immer noch tut.

Jetzt war ich mal nachsehen, was eigentlich die Tierärztliche Verrechnungsstelle tut, über die diese Frau abrechnet und stellte fest, die zahlen den Tierärzten einen Vorschuss von 80 % und kümmern sich selbst ums Eintreiben der Forderungen, wenn die Patienten nicht alles gleich bezahlen können.

Verlinke das mal:


Und hier zu den Konditionen:


Daraus:

Fakturierungsservice mit Vorschussleistung
Professionelle Durchführung der Leistungs- und Abgabeabrechnung. Automatisierte Datenaufnahme und Verarbeitung mit leistungsfähigen Systemen.
Zeitnahe Auszahlung von Vorschussleistungen für neu eingereichte Forderungen. Bis zu 80% Vorauszahlung.

Forderungsmanagement mit Mahnservice
Überwachung der Außenstände in Verbindung mit zielgerichteter Durchführung des Mahnverfahrens und kundenspezifischer Eskalation. Bonitätsprüfung des Kunden durch den Tierarzt per Online Service.

Behandlung von Zahlungsstörungen
Einleitung des gerichtlichen Mahnprozederes nach Ihren Vorgaben und Langzeitüberwachung aller titulierten Forderungen. 
und auch:
 Sie übertragen die Leistungsdaten aus Ihrer Praxis-
software direkt an unsere Abrechnungssysteme, wir produzieren Ihre Rechnungen und leisten sofort Vorauszahlungen.

Wir registrieren die Zahlungseingänge Ihrer Kunden und wenden bei Zahlungsstörungen wirkungs-
volle Mahnverfahren an, ohne das Vertrauensver-
hältnis zwischen Tierarzt und Kunden zu belasten. 
....
Wir konnten die Tierarztrechnung für Chiwa nicht sofort voll bezahlen und haben uns deshalb mit der Tierärztlichen Verrechnungsstelle in Verbindung gesetzt. Die waren sehr nett, wir können das in Raten abzahlen ... kostet natürlich auch Zinsen, was wir ja durchaus einsehen.
...
Genau genommen war es nicht unsere Schuld, dass Chiwa krank wurde ... denn das Rauhfutter war und ist unter aller Sau .. das Heu geht so eben und eben und ist auch nicht immer schimmelfrei .. die Heulage war und ist fast durchgängig irgendwo verschimmelt und sowas zieht ja durch alle Ballen.
Momentan haben wir "nur" ausgerechnet hinten am Wassergrabe Stacheldraht am Auslauf .. und das in der unteren Reihe der Umzäunung . ..auch mal wieder nett.
...
Gestern steht am schwarzen Brett, heute käme die Tierärztin zum impfen .. Herpes ... wir sind ja ein "Zuchtstall" ... auf die Impferei legt unsere eine SB einen extrem hohen Wert .. kostet nicht wenig und hat uns dieses Jahr bereits 300 Euro gekostet, was ich sonst unter Garantie nie ausgeben würde, denn ich halte ab und zu mal Tetanus und Influenza für ausreichend und nicht alle halbe Jahre sonstwas.
Nun gut ... unsere SB wusste, dass ich die letzte Tierarztrechnung noch abstottere .. aber das scheint ihr ja egal zu sein, obwohl ja keine unserer Stuten momentan gedeckt oder gar trächtig wäre und nur dann ist Herpes ja gefährlich für eine Stute. Im Oktober wurden doch beide Pferde gegen Herpes geimpft und haben beide in jedem Monat .. also September und Oktober mit Fieber auf diese Lebendviren reagiert, also gar nicht so ohne das Zeug.
Okay wir kamen also in den Stall ...noch eine Freundin von uns mit ... und dann die Peinlichkeit ... unsere ach so nette Tierärztin, die uns die Schmerzmittel, die Hufverbände und ständige Besuche alle 2 Tage geradezu aufgedrängt hat .. ja nee, sie hätte gern Barzahlung.
Ich gesagt, tut mir leid, ich habe kein Bargeld dabei .. hätte was da .. wäre jetzt davon ausgegangen, ich zahle so viel ich kann an die Tierärztliche Verrechnunsstelle in Heide auf die alte Rechnung und diese käme dann halt hinterher, wenn denn die Impung unbedingt sein muss.
Sie ließ mich stehen wie ein dummes Gör .. haben dann einen Termin für nächste Woche abgemacht, wo die beiden neuen Fohlen noch ein zweites Mal geimpft werden sollen ... dann gegen Barzahlung.
Ich war geladen wie sonstwas.
Die Tierarztrechnung hätte keine 100 Euro kosten müssen statt fast 400, denn ich wollte nur eine Diagnose, was Chiwa denn hat und als sie meinte, es sei Hufrehe .. einfach Heparinampullen, sonst nichts.
Keine Schmerzmittel, keine Hufwickel und keine Kontrolle, ob ich denn auch ja nicht mein Pferd in einen Auslauf stelle, weil das Boxenhaft brauchen würde.
Wirklich erholt hat sich Chiwa erst, als ich die blöden Schmerzmittel weg gelassen und nur noch Heparin gespritzt habe .. und dann nämlich recht flott.
Dass es am Schimmel im Futter liegen könnte und nur hilft, die Fehler bei der Fütterung unter Kontrolle zu bringen und dann halt Heparin ... nö ... man könnte das ja nicht wissen, wovon Hufrehe kommen würde.
Ja ja ...

Eigentlich wollte sie uns noch ne Flasche Schmerzmittel aufzwängen und ich sollte sie unbedingt anrufen und noch wieder einen Besuchstermin machen, obwohl ich ihr gesagt habe, wir können so eine große Tierarztrechnung nicht bezahlen und ich weiß jetzt, was zu tun ist, Chiwa hat ja nicht zum ersten Mal Hufrehe .. habe dann den Termin nicht mehr gemacht und auch keine weitere Flasche Schmerzmittel mehr mitbringen lassen, sondern die alte nichtmal zu Ende gegeben, was sicher auch gut war, denn danach fing Chiwa an, sich zu erholen.

Und die Frau wusste schon, bevor sie das erste Mal kam, doch genau, wie bekommen Hartz IV zu und können von der Werbetexterei nur die paar Freibeträge behalten, die die ARGE uns lässt, was so eben und eben für den Stall und bissel sonst reicht, aber doch nicht für Unsummen.

Warum also regt sie sich jetzt auf, wenn wir Raten zahlen .. das wäre gar nicht nötig gewesen, wenn sie nur gekommen wäre, Chiwa untersucht hätte und uns Heparin da gelassen hätte wie ich das wollte, denn das hätte ich gleich am Ersten nach der Rechnungsstellung bezahlen können.
Ich habe unserer SB danach gesagt, diese Impfung noch, danach kümmere ich mich selbst darum, dass unsere Pferde, was wir in diesem Stall ja zugesagt haben, geimpft werden und auch von wem.
Weil sorry .. sowas brauche ich nicht, mir hat die Art und Weise, wie Chiwas Hufrehe behandelt wurde, ohnehin nicht gefallen und auch nicht, wie Finchen bei ihrer Kolik als ach die war ja alt einfach so mir nichts Dir nichts getötet wurde. Und ach nee .. das hätte sicher nicht am Schimmel in der Heulage gelegen, dass Finchen tot ist.
Nee .... unsere SB bluten ja auch jedes Jahr mindestens 5.000 Euro an diese Tierärtin, wie mit der Ehemann mal vorstöhnte.
Ich kann mir sowas aber nicht leisten und halte Vorsicht für wichtiger, ganz generell.
Nun dachte ich zumindest, sie hat ihr Geld noch nicht bekommen, aber weit gefehlt .. die tvh hat 80 % davon ja offensichtlich vorgeschossen .. die finanzieren Außenstände halt über die Verzinsung, denn die meisten Tierhalter versuchen ja sicher, ihre offenen Rechnungen zu bezahlen. Wir doch auch.
Und der Schmied .. auch wenn der nett und sanft war ... von dem sie meinte, wir müssen den unbedingt bestellen, weil unser alter damals in Urlaub war .. hat uns auch versetzt und geht nicht ans Telefon und wenn man auf den AB spricht, ruft der nicht zurück.
Was nutzt mir ein netter Schmied, der keine Termine einhält und nicht ran geht, weil der total überlastet ist .. mein alter war auch nett und der kam, wenn wir einen Termin hatten.
Ich hoffe, er ist nicht allzu sauer darüber .. denn ich wollte ja warten, bis er aus dem Urlaub kommt .. aber nein ..unsere ach so oberschlaue Tierärztin meinte, das geht doch nicht und sie kennt ja so einen tollen Schmied, der bei Hufrehe einfach ideal wäre.
Ich versuche seit 14 Tagen, den Mann nur zu erreichen, nachdem er letzten .. nicht zum ersten Mal, wie ich gehört habe .. den ganzen Stall versetzt hat.
Ach ja ... Frust lass nach.
Ich frage mich, ob es eigentlich den Tierarzt aus Passion, der logisch Wurmkuren und Impfungen gleich kriegen sollte, aber der bei Not auch mal Raten akzeptiert, noch gibt?
Vielleicht finde ich ja nochmal einen, der Tierarzt geworden ist, weil er Tiere liebt und gern hilft.
LG
Renate

Aus dem Newsletter der Linken

Gute Argumente zur Lohnpolitik im Zusammenhang mit der Krise in Europa



Ich kopiere den Text einfach mal .. denke nicht, dass Die Linke was dagegen hat.

................

Lohnoffensive 2017
Gerechtigkeit, soziale Sicherheit, wirtschaftlicher Erfolg.
Eckpunkte für eine Kehrtwende in der Lohnpolitik
Pressedienst
 
Eine aktuelle Studie der Europäischen Zentralbank
von Anfang April zeigt: In keinem andere
n
Staat in der
Eurozone, außer den Niederlanden, klafft die Verteilung
der privaten Vermögen so weit auseinander wie in
Deutschland. Deutschland ist
Vize-Europameister der
sozialen Ungleichheit
. Diese Entwicklung ist hausgemacht.
Deutschland verzeichnet seit der Jahrtausendwende
eine
negative Lohnpolitik
. Mit der Deregulierung des
Arbeitsmarktes hat Rot-Grün die Schutzzäune vor
prekärer Beschäftigung niedergerissen. Die Hartz-
Reformen haben den Druck auf die Arbeitseinkommen
verstärkt. Immer mehr Beschäftigte sind von Mini-Jobs,
kurzfristiger Beschäftigung, Leiharbeit, (erzwungener)
Teilzeitarbeit und Werkverträgen betroffen. Diese
fatale Entwicklung hat sich in die betriebliche Realität
hineingefressen. Die Spaltung ganzer Belegschaften
führt dazu, dass es den Gewerkschaften zunehmend
schwerfällt, tarifliche Standards zu halten. Diese Politik
gegen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hat zu einer
massiven Umverteilung zu Gunsten der Kapitalseite
geführt.
Deutlich wird diese Entwicklung an der
Lohnquote
: Im Jahr
2000 lag der Anteil der Erwerbseinkommen am gesamten
Volkseinkommen noch bei 72,1 Prozent. Bis 2007 fiel sie
auf einen historischen Tiefststand von 63,2 Prozent - der
niedrigste Wert seit den 1970er Jahren. Trotz Erholung
lag sie
2012
mit 68 Prozent immer noch
4 Prozentpunkte
unter dem Wert des Jahres 2000
. Die Umverteilungseffekte
zugunsten der Kapital- und Vermögenseinkommen
summierten sich mittlerweile auf rund 112 Milliarden Euro.
Geld, das nicht nur den Beschäftigten und ihren Familien
fehlt, sondern auch den sozialen Sicherungssystemen und
dem Konsum entzogen wurde. Real haben die deutschen
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nach Abzug der
Inflationsverluste 2012 im Schnitt rund 2 Prozent weniger
Lohn und Gehalt in der Tasche als zur Jahrtausendwende.
Die
deutsche Lohnschwäche
koppelt immer mehr
Beschäftigte vom Wohlstandszuwachs ab. Sie spaltet
die Gesellschaft, gefährdet den sozialen Zusammenhalt
und schwächt die Binnennachfrage nach Gütern und
Dienstleistungen.
Die realen Einkommensverluste der Beschäftigten als
Folge des deutschen Lohndumpings haben zudem
dramatische Konsequenzen für die
ökonomische
Stabilität Europas
: Allein in den vergangenen 13 Jahren
sind
Außenhandelsüberschüsse
von fast
1,45 Billionen
Euro
aufgelaufen. Eine allein auf den Export fixierte
Wirtschaftspolitik ist vor dem Hintergrund der Rezession
im europäischen Wirtschaftsraum extrem gefährlich.
Fest steht: Deutschland hat die Stabilitätsvorgaben für
ein ausgeglichenes Wachstum in einer Währungsunion
mutwillig und systematisch unterlaufen und damit
entscheidend zur Eurokrise beigetragen. Klar ist: Nicht die
anderen haben über ihre Verhältnisse gelebt. Das Gegenteil
ist der Fall:
Deutschland hat unter seinen Verhältnissen
gelebt!
Die soziale Spaltung in Deutschland wird so zum
sozialen
Sprengsatz für Europa
. Nur kräftige Einkommenszuwächse
können die Abhängigkeit von der Auslandsnachfrage
zurückdrängen und die Binnennachfrage stärken.
Das nützt den Menschen in unserem Land – und in
Europa. Gemeinsam mit den Gewerkschaften wollen
wir, die Spaltung am Arbeitsmarkt überwinden, die
Einkommenssituation der Beschäftigten spürbar verbessern
und so Millionen von Menschen von Sozialtransfers
befreien. So können sozialversicherungspflichtige
Vollzeitstellen geschaffen werden, die ein auskömmliches
Leben ermöglicht.
Wir wollen den Trend nicht nur aufhalten, sondern
umkehren!
DIE LINKE will deshalb mit einem
Fünf-Punkte-Programm
die
Lohnbremsen im Arbeits- und Sozialrecht lösen
.
Deutschland soll vom Lohndrücker zum
Lohnerhöhungs-
Europameister
werden. Wir wollen eine
Kehrtwende in der
Lohnpolitik
, die sich an einem
messbaren Ziel
ausrichtet.
Die
Reallöhne
sollen bis zum
Ende des Jahres 2017 um
10 Prozent
steigen. Wir wollen den Einstieg in einen
nachhaltigen Pfad der Lohnsteigerungen. Mit einem Bündel
von Maßnahmen wollen wir erreichen, dass die
Lohnquote
bis zum
Ende des Jahrzehnts
wieder den
Stand der
Jahrtausendwende
erreicht:
1) Wir wollen umgehend einen
flächendeckenden
gesetzlichen Mindestlohn von 10 Euro pro Stunde
einführen.
Acht Millionen Beschäftigte
könnten davon
auf einen Schlag profitieren. Ihre Einkommen würden
so um
26 Milliarden Euro
steigen. Damit erhöht sich
nicht nur die Kaufkraft in der Bundesrepublik, dadurch
stabilisiert sich zugleich die finanzielle Grundlage der
Sozialversicherungssysteme. Der Mindestlohn soll jährlich
durch eine Kommission aus Vertreterinnen und Vertretern
von Gewerkschaften, Arbeitgebern und wissenschaftlichen
Institutionen festgesetzt werden. Und zwar unter
Beachtung eines gesetzlichen Rahmens, der mindestens
eine Anpassung in Höhe der Inflationsrate und ein Verbot
sittenwidrig niedriger Löhne vorsieht, bei denen der
Staat zwangsläufig Lohn- und Rentenzuschüsse aus den
Sozialkassen leisten muss. Bis zum Ende der Wahlperiode
sollte der gesetzliche Mindestlohn auf 12 Euro steigen.
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2) Wir wollen den
Tarifvorbehalt im
Arbeitnehmerüberlassungsgesetz
ersatzlos
streichen
,
damit in der Leiharbeit „
Equal Pay“
und „
Equal
Treatment“
ab dem ersten Einsatztag gelten. Darüber
hinaus wollen wir für Leiharbeitnehmer/-innen nach
französischem Vorbild eine
Flexibilitätsprämie in
Höhe von 10 Prozent
vom Bruttolohn einführen. Die
Überlassungsdauer ist zu begrenzen, so dass der Begriff
„vorübergehend“ gesetzlich definiert und eine Verdrängung
von Stammbeschäftigung verhindert wird.
3) Wir wollen die Möglichkeit der
sachgrundlosen
Befristung
von Arbeitsverhältnissen ersatzlos aus dem
Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG)
streichen
. Dadurch
soll die
ausufernde Befristung von Arbeitsverhältnissen
zurückgedrängt
werden.
4) Um die
Tarifbindung zu erhöhen
, wollen wir die
Erklärung der
Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen
deutlich erleichtern
. Künftig soll dafür der Antrag einer
Tarifvertragspartei ausreichen. Um die Verhandlungsmacht
der Gewerkschaften zu stärken fordern wir, das Streikrecht
zu verbessern und ein
Verbandsklagerecht
einzuführen.
Die
Gewerkschaften können so die Einhaltung von
Tarifverträgen endlich gerichtlich durchsetzen.
5) Wir wollen
Arbeitgebern, die prekär beschäftigen
(befristete Jobs, Löhne unterhalb der Niedriglohnschwelle,
Leiharbeit, Mini-Jobs), grundsätzlich den
doppelten
Beitrag zu den verschiedenen Zweigen der
Sozialversicherung
abverlangen. Den
Missbrauch von
Werkverträgen
wollen wir durch gesetzliche Regelungen
verhindern. Bei der Vergabe von Werkverträgen muss
künftig die Zustimmung
des Betriebsrats
eingeholt
werden. Für
Mini-Jobs
soll ab dem ersten Euro die volle
Versicherungspflicht
gelten.
Kontakt
: DIE LINKE – Pressestelle Pressesprecher: Alexander Fischer Kleine Alexanderstr. 28 10178 Berlin
Tel.: 0 30 / 24 00 95 43 Fax: 0 30 / 24 00 92 20 Mobil: 01 51 / 17 16 16 22 E-Mail: alexander.fischer@die-linke.de
Stand der Information: 29. April 2013
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Kartoffelmus mit Gemüsetupfen und Spiegeleiern


Mein Menue von heute:

Salzkartoffeln gar kochen und mit einem Rest Kochwasser, Milch und etwas Butter zu Kartoffelmus stampfen .. in einem anderen Topf nur eine kleine Menge Zucchini-Stückchen, Möhrenstückchen und Paprikastückchen in Salzwasser mit etwas Rapsöl gar kochen und vorsichtig so unter das Kartoffelmus mischen, dass es bunte Tupfen bekommt.

Dazu habe ich uns Spiegeleier gebraten.

Als Beilage gab es einen gemischten Salat mit Dressing Sylter Art mit etwas Olivenöl und Rapsöl, ein Salatherz in Streifen und gewürfelter Tomate, roter Spitzpaprika, Frühlingszwiebeln, Äpfeln und Salatgurke.

Zum Nachtisch habe ich uns Quark gemacht, den ich mit Heidelbeeren, dem Saft einer ausgepressten Orange und Zucker angerührt habe.

Guten Appetit
Renate

Montag, 29. April 2013

Jobcenter-Termin mit Tücken


Seit nunmehr über einem Monat haben wir das Problem, dass ein Termin aufgrund unserer Selbständigkeit mit der Abteilung für Selbständige bei midnmang 50plus in Plön stattfinden soll.

Ich habe ja schon mehrfach berichtet, was wir da für Probleme haben. Kurz vor dem letzten Ersten kam ein Anruf, wir hätten unsere Anlage EKS .. das ist die Anlage mit der Einkommensvoreinschätzung für den kommenden Bewilligungszeitraum ... mit unserem Fallmanager für Selbständige absprechen müssen und hätten deshalb ein Schreiben bekommen.

Wir hatten ja kein Schreiben bekommen und fuhren deshalb zu der Vertretung dieses Mannes nach Lütjenburg, die so nett gewesen war, uns jedenfalls Bescheid zu sagen, dass sie es aushilfsweise bearbeiten würde, damit wir überhaupt Geld bekommen würden. Zu Ostern war dann kein Geld da, weil das zu spät gewesen war.

Ich habe mich dann mit dem Mann in Verbindung gesetzt. Warum er vor Ostern selbst nicht im Hause war und warum wir kein Schreiben bekommen haben, weiß ich nicht.

Wir machten dann einen Termin für den 26.4.13 .. der wurde telefoniesch von unserem neuen Fallmanager abgesagt, weil er zu einer Fortbildung musste und auf den 25.4.13 verlegt. Für den 26.4. haben wir beide eine Einladung bekommen, für den 25.4.13 die Umladung nur Jürgen.

Dann kam ein Schreiben, dass Jürgen am 3.5. kommen solle, ich würde ja vorher da sein. Ich habe allerdings wieder kein Schreiben erhalten, habe dann gemailt und auch angerufen und erfahren, dass ich auch am 3.5. als eingeladen auf seinem Terminkalender stehen würde.

Erreicht habe ich den Mann nicht, aber eine Vertretung, unseren früheren Fallmanager, den wir ja auch kaum kennenlernen konnte, weil der Mann monatelang ständig krank geschrieben war.

Unser neuer Fallmanager rief dann allerdings noch einmal an. Der 3.5.13 schien nun sicher ein Termin zu werden, wo wir ihn kennenlernen und auch die Endabrechnung für den zurück liegenden Abrechnungszeitraum einmal besprechen könnten.

Der Termin wird nun allerdings doch wieder nicht klappen, denn heute kam ein Anruf, dass nun der Termin am 3.5.13 wegen einer Erkrankung unseres Fallmanager erst einmal abgesagt werden würde und wir nun später einen neuen Termin von ihm erhalten würden, wenn er denn wieder gesund sei.

Okay ... ich werde meine Endabrechnung unter den Umständen wohl schriftlich bei der Leistungsabteilung einreichen, denn wenn ich die zu spät einreiche, kann man mir deshalb wieder die Bezüge wegen mangelnder Mitwirkung streichen.

Vielleicht kriegen wir ja noch einmal einen Termin.

Ich frage mich, wie stressig der Job eines Fallmanagers wohl sein mag .. denn ich kenne es auch schon von früher aus Preetz, dass eigentlich alle unsere Fallmanager sehr oft krank waren.

Es ist sicher nicht einfach, ständig den Spagat zwischen Druck bekommen, ausüben sollen und der permanenten Gegenwehr der Hartz IV-Opfer zu machen .. vermutlich macht sowas krank.

Da bevorzuge ich unseren eigenen Stress, laufend unter Zeitdruck zu arbeiten ..aber der hat doch gegen sowas etwas durchaus Positives.

LG
Renate

Unser Boomer hat eine neue Freundin


Unser Hund hat sich gestern wieder einmal verliebt. Fotos von seiner neuen Angebeteten muss ich Euch leider vorenthalten, denn ich hatte leider keinen Fotoapparat dabei, als die beiden sich gestern kennengelernt haben. Vielleicht habe ich ja einmal einen mit, wenn sie sich wieder treffen. Ich treffe der Herrchen und Frauchen der zarten Collie-Dame allerdings nicht allzu oft, weil unsere Zeiten, in denen wir im Stall aktiv sind, sich meistens unterscheiden.

Die Hündin gehört dem Herrchen und Frauchen von Einstellpferd Ciaro, dem holländischen Warmblut, den die meisten unserer Leser sicher schon von Fotos her kennen. Es ist eine überwiegend schwarze Colliehündin mit nur wenig rotem und weißem Fell, sehr edel, auch vom Wesen her. Den ja immer sehr stürmischen Boomer hat sie auch sofort energisch in seine Schranken gewiesen, was er als Kavalier dann allerdings auch sofort akzeptiert hat. Er war einfach hin und weg. Ich musste sehr lachen, dass er dann sogar soweit ging, seinen Lieblingsball aus dem Stall zu suchen, um ihn der Collie-Hündin zu bringen. Das habe ich bei Boomer wirklich noch nie erlebt, dass er einem anderen Hund freiwillig seinen eigenen Ball bringt, den er normalerweise mit Zähnen und Klauen verteidigt.

Na ja ... Boomer hatte gestern Vormittag ein paar schöne Stunden mit seiner neuen Hunde-Freundin, während wir alle die Boxen ausgemistet, aufgeräumt und bei dem schönen Sonnenschein unsere Pferde gestriegelt haben.

In der Woche sind Jürgen und ich meistens zu spät im Stall, um Ciaros Frauchen und Herrchen und die schöne Collie-Dame zu treffen, aber mal schauen, vielleicht klappt es ja mal wieder an einem Sonntag und ich habe dann hoffentlich den Fotoapparat auch mit.

LG
Renate

Sonntag, 28. April 2013

Unser gestriger Jahrestag

Gestern, am 27.4.2013 war nun also der 1. Tag des 7. Jahres unseres gemeinsamen Lebens, denn am 27.4.2007 haben der Jürgen und ich uns zum ersten Mal in Bargteheide zu einem Spaziergang getroffen und sofort bemerkt, dass wir uns auch persönlich genauso gut verstehen wie schriftlich und telefonisch schon vermutet
Unser Jahrestag verlief genau genommen ähnlich wie die meisten Tage in unserem Leben verlaufen. Morgens sind wir aufgestanden, ich habe Blanka und Boomer gefüttert, Kaffee aufgesetzt und uns Frühstück gemacht und wir haben begonnen zu arbeiten wie jeden Tag.
Ich war ziemlich gestresst, denn unsere Kunden können zuweilen ziemlich viel Druck auf einen ausüben .. immer ist alles eilig, eilig, eilig .. zuweilen hat man das Gefühl, am Wochenende ist es noch eiliger als sonst. Wir haben schon darüber geredet, einfach zu sagen, die Wochenenden gehören uns und es genügt, sollten wir dann arbeiten wollen, es dann über Portale wie Textbroker oder Content zu tun, wo man Aufträge annehmen und bearbeiten kann, aber nicht zwangsweise muss. Na ja ....nicht ich, sondern der Jürgen hatte daran gedacht .. oder sein Handy daran denken lassen, dass wir gestern Jahrestag hatten .. das bimmelt dann uns sagt Bescheid. Ein Hoch auf die moderne Technik.
Einkaufen waren wir zu dem Zeitpunkt noch nicht gewesen und das Geld war auch nicht so knapp, weil uns unser Hufschmied versetzt hatte und auch auf Nachrichten auf seinem Handy bisher nicht zurück gerufen, wann er denn nun kommen wird. Also habe ich spontan beschlossen, abends nett zu kochen und uns zum Essen eine Flasche Wein mitzunehmen, damit wir zumindest abends gemütlich zusammen speisen könnten.
Vormittags machten wir einen Spaziergang mit dem Boomer .. genau genommen wie jeden Vormittag. Was ist das Spektakuläre an unserer Beziehung? Ich würde sagen, das ist die Harmonie unseres gemeinsamen Lebens. Das einzig Spektakuläre an uns zwei war die Tatsache, dass unsere Liebe wirklich Liebe auf den ersten Blick oder fast sogar auf die erste Textzeile war, die wir uns ein paar Wochen vor dem ersten Treffen geschrieben haben.
Dramatisch an unserer Beziehung war der lange Leidensweg meiner Mutter und wie tapfer der Jürgen mir dabei geholfen hat, das bis zum Ende durchzustehen.
Dramatisch und sehr belastend für unsere Beziehung war auch das Verhalten unserer Kinder, denn unsere beiden Ex-Partner haben es leider fertig gebracht, hier die Wahrheit derartig auf den Kopf zu stellen, dass sowohl Jürgens Kinder offensichtlich ihrer Mutter die faustdicken Lügen zu glauben scheinen und von meinen zumindest drei von den vier, die ich habe, obwohl sie sicherlich genau wissen müssen, wie sehr mein Ex-Mann früher gelogen und gestohlen und betrogen hat, dennoch auf sein Gejammer herein gefallen sind und offenbar gerne glauben wollen, was er ihnen an Lügen aufgetischt hat. Ich weiß, dass sie es alle besser wissen, aber vorziehen, den schönen Schein von einer vermeintlich mal heilen Welt am Leben zu halten ... für die Leute ???? Sie haben nicht begriffen, dass eine mißhandelte Frau, die raus will, die Wahrheit sagen muss und sollte und hoffe nach wie vor, dass sie es noch begreifen werden. Diese Dinge haben sich zuweilen recht dramatisch in Jürgens und meinem Leben ausgewirkt, weil wir alle beide, egal was war, unsere Kinder doch alle lieben, auch die, die es verdient hätten, sie noch als Erwachsene für ihr Verhalten zu ohrfeigen.
Dramatisch war im Laufe unseres Zusammenlebens auch immer wieder einmal unser gemeinsamer Kampf dafür, dass unsere beiden Gnadenbrotpferde Chiwa und Prima versorgt werden konnten und der Sprung ins kalte Wasser, als wir uns auch aus dem gleichen Grund, Geld für die zwei zu verdienen, dann ganz alt noch in die neue Selbständigkeit als Autoren gestürzt haben.
Tja .. als ich den Jürgen kennen lernte, sprachen wir darüber, dass wir beide durch unsere Ex-Partner pleite bis ans Lebensende sein werden und kämpfen gelernt haben, uns zwar ums nackte Überleben. Der Jürgen meinte bei unserem ersten gemeinsamen Spaziergang, als wir uns unser zurück liegendes Leben erzählten, wir zwei wären wie die Ratten in der Kanalisation. Dann sagte er, eine Ratte kämpft bis zum Tod und wir beide würden sicher ein gutes Team abgeben, weil wir kämpfen könnten. Und das stimmt. Wir beide sind ein gutes Team ..... trotz von Anfang an ergänzendem Hartz IV und dem täglichen Überlebenskampf muss ich sagen .. wir kämpfen Seite an Seite, und das auf eine sehr harmonische Art und Weise und ohne uns deshalb gegenseitig fertig zu machen.
Ich habe in Jürgen nicht nur einen Mann, der mit mir gemeinsam Seite an Seite dafür kämpft, uns trotz Agenda 2010, unsere kleine Familie aus Hund, Katze und zwei Gnadenbrotpferden zu erhalten, die für uns ein kleines Glück im Alltag ist. Ich habe in Jürgen auch einen Mann an meiner Seite, der genauso wie ich selbst z. B. mit diesem Blog, aber auch über sonstige soziale Netzwerke Sozialkritik übt und versucht, seinen Teil dazu beizutragen, dass dieser Staat eine Revolution erfahren wird .. eine der vielen Stimmen zu sein, die sagt, nieder mit dem Kapitalismus und alles Recht den Menschen, denn die Menschen sind der Staat.
Tja ... vor 6 Jahren hätten wir beide nicht geglaubt, noch einmal zu heiraten, aber wir haben es getan .. am 1.3.13 haben wir zwei uns doch nun offiziell das Jawort als Ehepaar gegeben. Die Narben aus unseren zurück liegenden und entsetzlich verletzenden Ehejahren, waren soweit geheilt, dass wir doch wieder den Mut dazu hatten, an eine Zukunft zu glauben, die glücklich sein kann .. egal was war und was nach wie vor ist, denn wenn man Kinder hat, die zum Ex-Partner halten, dann lässt sich so eine Ex-Beziehung leider nicht endgültig abschließen und einfach vergessen. Solche Narben bluten immer. Trotzdem kann man glücklich weiterleben und sich bezüglich der Vergangenheit sagen, nun ja .. die Vergangenheit, sie ist vorbei und wir leben nunmal im Jetzt und für die Zukunft.
Wenn ich zurück denke, war der 27.4.07 ein wunderschöner Frühlingstag mit wirklich sommerlichen Temperaturen .. wie gemacht, um sich kennenzulernen und sich zu verlieben.
Auch der Tag gestern war sehr sonnig und schön, aber es war nicht so warm wie damals, weil wir in diesem Jahr einen sehr langen Winter hatten und die Natur erst langsam beginnt, sich davon zu erholen.
Wir taten das, was wir nach der Arbeit am Vormittag eigentlich immer tun ... gemütlich ein zweites Frühstück einnehmen und einen Mittagsschlaf machen, um dann in den Stall zu fahren und uns um die Pferde zu kümmern, unsere eigenen und auch den Rest der Herde in dem Pensionstall, wo wir gerade mit den beiden sind.
Ich habe dazu den Fotoapparat mitgenommen, um Chiwa und Prima beim Anweiden zu fotografieren, denn wir haben einen Tag zuvor begonnen, die beiden während unserer Arbeit im Stall immer auf den kleinen Rundweg um den Stall herum zu lassen, damit sie sich langsam an junges Frühlingsgrad gewöhnen können.
Wie man hier sieht, fangen unsere Weiden ja an, langsam grün zu werden und bald werden die Pferde auf die Weiden können.
In der Zeit, wo Jürgen die Herde zwischengefüttert und die Boxen für Chiwa und Prima gestreut und ihnen Heu für die Nacht hin gelegt hat, habe ich den Auslauf abgemistet, auf dem sie jetzt stehen. Die beiden sind nämlich umgezogen und stehen jetzt auf dem Auslauf, wo sonst immer Carlos und Leander waren, die nun wieder gemeinsam mit Ceron ein Stück weiter lang gezogen sind.
Nach der Stallarbeit haben wir Chiwa und Prima dann wieder bei noch etwas neuem Heu in ihren Auslauf gestellt und sind zum Einkaufen gefahren.
Zu Hause angekommen, bin ich dann erstmal in die Küche gegangen, schön für uns zwei beiden kochen, habe noch vorher unseren Jappy-Freunden erzählt, dass wir gerade Jahrestag feiern und mich sehr gefreut, wie viele uns dazu gratuliert haben. Aber so ist das in sozialen Netzwerken, die ja oft zu einem virtuellen Zuhause werden, wenn man den Partner verloren hat und nach einem neuen sucht, man bleibt meistens auch dort, wenn man nicht mehr alleine ist und die Menschen um einen herum nehmen viel Anteil, weil sich jeder freut, wenn mal wieder einer ein neues Glück gefunden hat.
Dann haben wir gemütlich gegessen und zwei Gläschen Roséwein dazu getrunken und uns eine Weile gemütlich unterhalten und abends dann doch noch ein wenig gearbeitet .. aber etwas weniger als unsere Kunden sich das wohl vorgestellt haben. Egal ...für den einen habe ich gerade eine Abhandlung über Stressmanagement geschrieben .. der ist nämlich Coach und gibt auch Kurse im Stressmanagement und habe mir gesagt, gute Idee ... wir sollten in Zukunft auf eine gesunde Mischung aus Arbeit, aber auch Freizeit achten, denn sonst droht irgendwann der Burnout. Und Zeit für mal gemeinsam feiern muss sein, zumal es schließlich ein Samstag Abend war.
Ja ... unser Jahrestag war wie gesagt normal und nett, nicht sonderlich spektakulär, so wie unsere Liebe auch nett und nicht sonderlich spektakulär ist, sondern harmonisch und zufrieden.
In Zukunft werden wir nun sogar drei Jahrestage feiern können, nämlich nach wie vor den 27.4. als den Tag unseres ersten Treffens, den 6.12 als den Tag unserer Verlobung und den 1.3. als Hochzeitstag.

So ist das Leben. Dinge, die früher einmal wichtig waren, verblassen mit der Zeit, auch wenn sie einem mal das Herz aus dem Leib gerissen haben und es kommen neue Dinge, die wichtig sind ... und in meinem Leben ist das jetzt der Jürgen.

LG
Renate

Ein weiterer interessanter Beitrag aus dem Altonablog


Siehe Link:


LG Renate