Mittwoch, 4. Juli 2012

Neu im Stall und dann einen Schmied-Termin !


Aufregung pur für unsere Pferdis!


Gleich am Montag nach unseren stressigen Umzug am Samstag hatten wir ja eigentlich für den alten Stall in Dinghorst einen Termin mit unserem Schmied Björn Verhülsdonk gemacht. Es klappte super, den Termin nun nach Kleinkühren zu verlegen. Was nicht super klappte, war dann das Verhalten unserer total gestressten Pferde. Na ja .. ich erzähle dann mal vom Montag und wie der so pferdetechnisch verlief.
Unser Tag begann wie meistens, früh aufstehen, Frühstück, Tiere versorgen, die ersten Texte schreiben und dann Blanka Tschüß sagen und los zu den Hoppas, denn um 11 wollte unser Schmied da sein.
Vor der Tour auf den neuen Hof nochmal dem Boomer Gelegenheit geben, seine erste Wurst zu machen.
Da wir früh dran waren, bin ich erstmal rum gelaufen, habe diese graue Stallkatze getroffen, die ich noch nicht kannte und nochmal die neue Herde fotografiert, Bilder folgen.





Tja .. und als wir zu unseren Pferden gingen, waren wir noch ahnungslos, was dann passieren würde .. Fotos muss ich Euch davon vorenthalten, weil das zu fotografieren, war nicht machbar. Lach.
Chiwas zweite Verletzung hat sie sich vermutlich in einem Durchgang wie diesem hier zugezogen .. wahrscheinlich bei einem Angriff von außen und nicht durch Prima, warum erkläre ich gleich. Die beiden Kollegen Hanna und soweit ich mich entsinne Turina (die Braune) stehen also nun neben dem Gang. Jürgen ging mit Prima vor und ich wollte mit Chiwa hinterher, die dann aber anfing, panisch zu werden, sprang, ausschlug, stieg und sich schließlich einfach los riss. Wenn ich die blauen Flecken auf meinem rechten Unterarm anschaue, habe ich tapfer gegenan gekämpft, auch wenn Jürgen klar sagte, ich wär ein Feigling. Aber nun ja .... muss ich wohl mit leben. Jedenfalls wollte mein Pony panisch hinter Prima her und ich kam zuletzt nicht mehr gegenan. Sie rannte dann zuletzt wie wild geworden hinter der Großen her.

Hier nun warteten wir auf unseren Schmied und die beiden hatten sich etwas abgeregt und futterten ihr Müsli.
Unser Schmied war pünktlich da und brachte noch einen Helfer mit. Womit wir nicht gerechnet hatten, Prima ließ sich am Montag diesesmal die Hufe supergut bearbeiten. Das war auch nötiger als bei Chiwa, denn an einem ihrer Vorderhufe hatte sich ein Hufspalt gebildet. Bei Chiwa waren die Vorderhufe wichtiger als die eigentlich noch recht passablen Hinterhufe, und die ließ sie sich auch machen. Unser Schmied Björn Verhülsdonk meinte, dass sie hinten so zappelte und sich wehrte, kann auch daran gelegen haben, dass sie noch Schmerzen im Bein hatte. Sehe ich zwar auch so, aber außerdem war Chiwa einfach tierisch nervös und voller Angst, dass ihr wieder einer was an einem ihrer Hinterbeine tut.
Da ich bis heute nicht genau weiß, wie eigentlich damals ihre fast tödliche Verletzung am gleichen Hinterbein zustande kam, das nun auch wieder was abbekommen hat, kann es auch einfach sein, dass sie sich durch die neue Verletzung nun wieder daran erinnert hat und deshalb momentan so panisch ist.
Jedenfalls der Rückweg zur Weide war noch krasser als der Hinweg zum Putzplatz. Jürgen wollte mir helfen und zuerst Prima zurück bringen und dann Chiwa holen. Als er die, was schon schwer war, auf der Weide hatte, rannte sie sofort wieder raus und einfach unter dem Tor durch und kam wieder bei mir und Chiwa an. Hier mal die Kleine, die ich fotografiert habe, als Jürgen mit Prima zur Weide lief.



Jürgen brachte die nun auch völlig spinnerte Prima wieder zurück und ich ließ Chiwa laufen, sie festhalten wäre sowieso nicht möglich gewesen. Ihr Verhalten zeigte mir, dass Prima sie sicher nicht verletzt haben wird, sondern ein anderes Pferd, denn sie versteckte sich die ganze Zeit neben ihrer Prima, als Hanna und Turina neben den beiden am Zaun entlang liefen. Sie suchte also Schutz bei Prima. Das Verhalten erklärte mir, was in der Nacht dort ungefähr passiert sein muss, nach der ich um Chiwas und Primas Auslauf rum so viele Pferdeäppel fand .. klar gab es Streit mit den beiden Pferden direkt neben ihnen und Streit durch den Auslaufzaun. Ich bete ehrlich, dass nicht noch mehr passiert ist und womöglich meine Stuten trächtig sein könnten. Ich hoffe inständig, dass sie zumindest dort nicht gedeckt worden sind.
Sie werden wieder ruhiger werden, es wird nur Zeit brauchen.


Na ja .. auf ihrer Weide wieder angekommen, fühlten die zwei sich dann wieder sicher und wurden ruhiger, wie man sieht.
Es wird werden, die Zeit heilt alle Wunden, sicher auch bei unseren Pferden.



Mit diesen netten Bildern, wo sich beide gleichzeitig wälzten, ging ein etwas hektischer Tag bei unseren Pferden zu Ende. Wir lassen uns Zeit, sie werden sich einleben. Wie das dann läuft, werde ich später berichten.

Auf dieser Weide wächst übrigens wirklich kein Klee und obwohl sie teils feuchte Ecken hat, auch kein Sumpfschachtelhalm. Es sind auch keine Eichen oder Buchen dort. Wie das Gras Chiwa bekommt, werde ich auch genau beobachten. Es ist viel Schwingel dabei und kaum Weidelgras.
Bis bald
Renate

CO²-Verpressung nun bundesweit doch erlaubt


Gefährliche Technologie


Ich habe es schon vor einer Weile auf meinen Notizzettel für Blog-Texte notiert, dass ich morgens in den Nachrichten mit Entsetzen hörte, dass sich unsere Regierung doch darauf geeinigt hat, nun die CO²-Verpressung bundesweit generell zuzulassen.

Das ist sowas von gefährlich. Wenn dieses Gas durch ein Leck an die Oberfläche gelangen würde, erstickt dort, wo das passiert, alles was lebt, denn Kohlendioxid ist schwerer als normale Luft und bis sich das verteilt hätte, wäre alles im Umkreis dort sofort erstickt.

Mehr in dem Link, den ich hier dazu stellen möchte.


LG
Renate

Dienstag, 3. Juli 2012

Nach dem Umzug müssen unsere Pferde erstmal runter kommen.

Tja ... nicht nur für Jürgen und mich waren die letzten Monate stressig und hektisch. Für unsere Pferde, die nun binnen eines Monats gleich zweimal umgezogen sind und auch davor bereits ständig andere Pferdefreunde kennenlernen und wieder verlieren mussten, war die Zeit sicher genauso hektisch und stressig. Da man Pferde nunmal anders als Hund und Katze nicht ununterbrochen um sich haben kann, sondern sich darauf verlassen muss, was die Tiere dort erleben, wo sie durch die bezahlten Stallbetreiber meistens beaufsichtigt werden, bleiben für uns Menschen sicher viele ihrer Erlebnisse im Verborgenen. Was will ich sagen, Chiwa und Prima sind momentan sehr nervös, und Chiwa aus irgendeinem Grund, obwohl sie sonst immer die Ruhigere von beiden war, aktuell sogar noch viel nervöser als die eigentlich von Natur aus hektischere Prima.
Die Ruhe selbst ist bei uns zu Hause wohl nur wie immer unsere alte Katze Blanka, die wie hier meistens gemütlich auf ihrer Federdecke liegt und schläft.
Die Namen der vielen neuen Pferde in der neuen Umgebung von Prima und Chiwa muss ich Euch erstmal schuldig bleiben und hoffe, dass ich mit der Zeit lernen werde, wie die Pferde dort alle heißen. Diese zwei stehen zur Zeit links neben dem Eingang.
Unsere beiden am Sonntag, also einen Tag nach unserem so anstrengenden Umzug am Samstag, als wir 13 km zu Fuß von Dinghorst nach Klein Kühren in den neuen Stall gelaufen sind.
Unsere Pferde wohnen jetzt auf Hof Hünerdiek. Die Stallbetreiber sind zwei Schwestern, von denen eine verheiratet ist und einen mittelgroßen Sohn und eine kleine Tochter hat. Der Hafi dort hinten gehört dem Sohn oder wird zumindest von ihm geritten und soll mit anderen Pferden zusammen nicht so verträglich sein. Deshalb steht er alleine nur neben den anderen auf der Weide.
Dieser weiße Wallach steht mit einem kleinen Pony zusammen neben dem Haflinger oben und seine Weide grenzt rechts an die von Prima und Chiwa. Das kleine Pony ist noch nicht zugeritten und neu gekauft worden und soll später das Pony der kleinen Tochter werden. Als dieser Wallach bei unserer Ankunft neugierig an den Zaun gelaufen kam, fing Chiwa zum ersten Mal wie verrückt an zu buckeln, zu springen und auszuschlagen. Sie hatte offensichtlich große Angst und da ich sowas bei neuen Pferden von ihr eigentlich gar nicht kenne, frage ich mich, was mag mein armes Pony bloß alles in den vier Wochen in Dinghorst erlebt haben, dass sie plötzlich beim Auftauchen fremder Pferde so panisch reagiert ???

Da futtern Chiwa und Prima am Sonntag ihr erstes Müsli im neuen Stall, erstmal in Ruhe einfach hinten auf ihrer neuen Weide.
Das ist das kleine Pony, das später die kleine Tochter der verheiraten Schwester reiten soll.


Jürgen und ich am Sonntag beim Kuscheln mit unseren zwei Süßen.
Eine Dreiergruppe, die ihre Weide recht weit hinten hat.
Die Hafistute links heißt Hanna und stammt zusammen mit dem kleinen dunklen Pony aus Padenstedt und ist noch jung und neu auf dem Hof. Sie soll später das Pony der Schwester, die die beiden Kinder hat, werden. Die Stute rechts ist ein Holsteiner und ihr Name fängt mit T an .. und ich habe ihn wie viele erstmal leider vergessen, aber das wird kommen und mit der Zeit stelle ich Euch sicher alle Pferde vor.
Dieses ganz alte Pferd steht auch am Eingang, Alleine und gegenüber den beiden neugierigen Kollegen, die ich Euch zu Anfang gezeigt habe und auch gleich am Ende nochmal zeigen werde.
Bei einem letzten Blick über einen Teil der Weiden sieht man hier mittig ganz hinten nur noch als braunen und weißen Punkt Prima und Chiwa auf ihrer Weide stehen.

Auf dem Heimweg von Klein Kühren kommen wir direkt neben der Preetzer Lidl-Filiale vorbei, was praktisch zum Einkaufen ist (Aldi ist auch nah dran und liegt fast auf dem Weg) und neben Lidl ist nicht weit weg Mamas Grab, um das wir uns so ohne lange Fußwege auch gleich gut mit kümmern können, wenn wir es uns leisten können, für den Weg zu den Pferden das Auto zu nehmen. Zur Not schafft man es jetzt bei nur 5 km auch gut mal ohne Auto zum Stall und zurück.
Wieder zu Hause, wo Blanka schon auf uns gewartet hat.

Am nächsten Tag, Montag, dem 2. Juli 12, war unser Schmied Björn Verhülsdonk da. Wie dieser Termin und alles weitere bei den Pferden verlaufen ist, erzähle ich Euch morgen.

LG
Renate





Hartz IV-Sprüche - Nr. 22


Hartz IV bildet enorm, wenn es um Jura geht, zum Beispiel bei Deinem Zwangsumzug lernst Du richtig viel über dieses Fach und kannst bald anderen den Rechtsanwalt ersetzen.


Warum?

Na ja! Die ARGE verdonnert Dich dazu, Dir binnen 6 Monaten oder weniger eine andere Wohnung zu suchen. Als Erstes lernst Du, dass das Dein und nicht deren Problem ist, denn sie helfen Dir bei der Wohnungssuche genauso wenig wie bei der Jobsuche. Sie verwalten Dich eben  nur, und das erbarmungslos. Du wirst in kleinen Orten feststellen, dass es weder ein Wohnungsamt noch irgendeine Behörde gibt, die Dir hilft, nicht obdachlos zu werden. Du wirst schnell lernen, das Internet zu benutzen, um Dich über Deine Rechte zu informieren und erfährst, was Du machen musst, wenn es um die bevorstehende Zwangsräumung, Räumungsschutzklage und was weiß ich geht. Das alles ohne Anwalt, denn einen Anwalt kannst Du Dir nicht leisten. Das alles hungrig, denn spätestens nach 6 Monaten bist Du mit Glück zwar noch in Deiner Wohnung und mit viel Glück hast Du sogar noch Strom, aber viel zu wenig zu essen und hast gemerkt, man überlebt sogar sowas eine Weile.

Wenn Du irgendwann geschafft hast, dass Du in einer Hartz-IV-Ecke eine Bleibe gefunden hast, bist Du so fit, dass Du anderen Leuten, die neu vor dieser Situation stehen, mit vielen Informationen helfen kannst, damit auch die es irgendwie schaffen, den Zwangsumzug durch die ARGE zu überleben.

LG Renate

Montag, 2. Juli 2012

Pflegegeld für Demenzkranke wird erhöht


Ich habe es unlängst in den Nachrichten kurz gehört, noch nicht allzu viel darüber finden können, aber es scheint so, als ob wirklich auch das normale Pflegegeld für die Pflege Demenzkranker und nicht nur diese Zulagen für die Inanspruchnahme irgendwelcher Dienste ab 1.1.2013 erhöht wird bzw. Leute, die jemand mit der Pflegestufe 0, aber anerkannter Demenz, pflegen, sogar auch was kriegen und die anderen mehr.

Mehr Infos in meinem Link unten, den ich, sollte ich mehr hören oder finden, auch nach und nach erweitern werde.

LG
Renate
 

Sonntag, 1. Juli 2012

Notfall-Boxen


Als wir vorgestern vor dem Problem standen, wohin sofort mit unseren Pferden, fanden wir bei ebay Kleinanzeigen folgende Anzeige:


Notfall-Boxen zu vermieten / nicht dauerhaft!

Lepahn, 24211 Schleswig-Holstein - Preetz

 0170-2777396

 Es gibt zahlreiche Gründe dafür, warum wir uns dazu entschieden haben, Notfall-Boxen auf unserem Hof anzubieten.
Aus eigener Erfahrung wissen wir wie schwer es ist (gerade wenn es schnell gehen muss) einen Stall zu finden, in dem das Pferd gut untergebracht ist. Deshalb - Nichts überstürzen! Stell Dein Pferd bei uns ein und suche ganz in Ruhe nach einer geeigneten dauerhaften Bleibe...

Sei es Mobbing im jetzigen Stall, eine schlechte Versorgung Deines Pferdes, eine vom Stallbetreiber ausgesprochene fristlose Kündigung oder oder oder...

Egal aus welchem Hintergrund Du kurzfristig einen Stall suchst - bei uns findest Du eine vorübergehende Lösung!

Unsere Vorteile:
- privater Hof ohne Reitbetrieb
- geräumige Innen- sowie Außenboxen
- täglicher Weidegang (auch bei Matsch und Schnee wenn gewünscht) / Sommer 24 h
- gutes Futter und täglich frisches Wasser sind selbstverständlich
- Bezug kurzfristig möglich
- Stellplatz für Pferdeanhänger
- gestaffelte Preise (bei Interesse erfragen oder auf unserer Homepage www.horsefarm.eu nachlesen)

Momentan kein Bedarf? Dann ist ja alles prima :-) Für den Notfall trotzdem einfach mal unsere Mobilnummer speichern ;-)

Gruß von der Horsefarm

.....

Ich war mal googeln, ob ich noch mehr Angebote dieser Art im Internet finde, war aber nicht so. Ansonsten findet man unter dem Begriff Notfallboxen leider nur normale Ställe, die damit Krankenboxen oder etwas ähnliches meinen.

Trotzdem könnte die Idee, auch in so einem Stall mal nach einem vorübergehenden Platz zu fragen, wenn man nicht weiß wohin so schnell, nicht unbedingt falsch sein.

Ich möchte diese Anzeige hier mal verlinken, auch wenn es nur eine Möglichkeit in meiner unmittelbaren Umgebung ist, wo man diese Hilfe bekommt.

Sollte es jemand lesen und noch mehr Angebote dieser Art kennen, wäre es nett, mir Bescheid zu sagen. Über die Kommentarfunktion geht das. Ich erweitere meinen Blog-Beitrag dann gern um weitere Hilfe-Angebote dieser Art.

LG
Renate

Pferdeumzug von Dinghorst nach Klein Kühren


13 km zu Fuß mit einem leicht lahmenden Pony .. uff .. aber sind angekommen!

Am 30.06.12 haben wir eine echt sportliche Höchstleistung für uns zwei alte Leutchen erbracht, nämlich 13 km zu Fuß von Dinghorst bis nach Klein Kühren, wo unsere Hoppas spontan eine neue Heimat fanden, und das mit einem zuerst stark lahmenden, später allerdings kaum noch lahmenden Pony.

Es ging mir durch den Kopf, ob die stetige Bewegung zum Abbau der Entzündung in Chiwas Bein sogar gut war, fand es erstaunlich, dass sie im Laufe des Weges immer besser lief und als wir ankamen, auf den letzten Kilometern sogar gar nicht mehr lahmte.



Das ist eine Holzbrücke über eine schmale Stelle am Postsee, die uns ca. 4 km Weg erspart hätte. Wir sind morgens mal sicherheitshalber mit Boomer da hin gefahren, hatten sie vorher nur über google earth gesehen gehabt und es erschien mir schon so, als ob ich nicht glaube, dass Prima da rüber gehen würde. Wir sind dann gar nicht erst hin, denn life erschien es mir erst recht so, weil wir mit Prima noch nie geübt haben, über eine Brücke zu laufen. Als wir im Ragniter Ring über die von Autos befahrene Betonbrücke gelaufen sind, schaute sie auch schon recht ängstlich, insofern denke ich, hier wäre sie ohne Übung sicher nicht rüber gegangen, und die Aktion hätte uns nur nervöse Pferde und noch mehr Zeit gekostet. Also beschlossen wir nach der Besichtigung, die lange, aber sichere Strecke zu nehmen.

Tja, was war passiert. Ich werde Euch in einem anderen Blog-Eintrag später nochmal die Wahrheit über unseren Monat in Dinghorst erzählen, was man solange man in einem Stall noch steht, nicht so leicht machen kann, weil meine Erfahrung ist, kritisiert man einen Pensionsstall, dann fliegt man sofort raus. Das ist zwar nicht überall so, aber viele Leute reagieren so und Pferde haben leider als Mieter aufgrund der unsicheren Rechtslage gerade im Pensionsstallbereich hier oft sehr schlechte Karten, wenn der Stallbetreiber nach Kritik sagt, raus hier oder ich stelle Deine Pferde einfach auf die Straße. Da hilft dann meistens nur noch die spontane Flucht. Es ist da also in diesen vier Wochen so viel passiert .. genauer Bericht folgt .. dass ich zuletzt das Kreisveterenäramt gerufen habe. Viel helfen können die einem nicht bzw. diese Tierärztin stellte zwar fest, dass Chiwa lahmt und verletzt ist, sagte aber sie hätte so viele schlimme Fälle zu bearbeiten, dass sie für diesen in ihren Augen Privatpipifax kaum Zeit hätte und das müssten wir mit dem Paar, das uns da so übern Tisch gezogen hat, später privatrechtlich klären. Diese Leute zu verklagen lohnt in unseren Augen nicht, denn ein Titel, den man sich später an die Wand nageln kann, kostet einen nur sinnlos Geld. Andere warnen lohnt mehr, damit nicht bald wieder jemand das gleiche erlebt wie wir dort.
Der Stall ist übrigens schön, man könnte mit einem verantwortungsbewussten Pächter da viel draus machen. Die Bilder von der schönen Gegend kennt Ihr ja auch. Aber ein Pferd in Pension geben bedeutet Vertrauen haben, und da wir dort von vornherein und grundsätzlich belogen worden sind, dass sich die Balken biegen, war mein Vertrauen zuletzt gegen null angekommen. Ich habe mich schon oft über manches in Pensionsställen geärgert, aber noch nie !!!! jemand das Kreisveterenäramt auf den Hals gehetzt. Das hier war also mein Debut dieser Art der Gegenwehr gegen schlechte und vollkommen unsachgemäße Behandlung meiner Pferde.
Was die gute Frau sich dann, als die Tierschutzbeauftragte wieder weg war, klar nicht nehmen ließ war zu sagen, raus und zwar sofort, sonst stelle ich Deine Pferde auf die Straße, und Typen wie denen hätten wir das sogar zugetraut. Dass Chiwa, und das ja durch ihre Schuld, verletzt war und ich binnen ein paar Stunden einen Pferdehänger nicht ohne weiteres besorgen könnte, war ihr sicher klar und eine diebische Freude. So eine Hexe, aber ich denke, sie hat sich mit dieser Aktion ganz sicher mehr selbst als uns geschadet, denn wer sowas macht, muss damit rechnen, dass es sich rumspricht und Chiwa, Prima, Jürgen und mich kennen sehr viele Reiter. Es wird sich also rumsprechen, zumal Dinghorst ein winziges Dorf ist und der andere Bewegungsstall dort ein perfekt organisierter, teurer Stall mit Reithalle und allen Chici-Mikis, die man sich denken kann, ist. Und mehr Ställe gibt es in Dinghorst nicht. Ich brauche also nichtmal Namen nennen, was ich ja nicht darf, damit es sich rum spricht.
Auf diesem Foto erkennt man sicher gut die Schwellung vorn auf dem Röhrbein des diesesmal linken Hinterbeins. Beim ersten Unfall hatte es Chiwa am rechten Hinterbein hinten am Gelenk erwischt. Wir vermuten entstanden durch den Frust von stundenlangem Hungernlassen und Streit um die letzten Halme irgendwo beide Male passiert. Sowas darf man ja auch nicht machen, die Pferde sich manchmal komplett überfressen lassen, dann wieder hungern lassen, weil man keine Lust hat, in regelmäßigen Abständen seine Pensionspferde zu versorgen, aber den Einstellern, die es ja auch alleine machen könnten, auch keine Gelegenheit dazu gibt.

Nach dem Füttern und Tränken ging es dann los. Mehr Bilder von unterwegs muss ich Euch leider schuldig bleiben, auch wenn das schade ist, denn ich hätte gern unsere Pferde mitten in der Stadt fotografiert, womit wir viel Aufsehen erregt haben .. aber die Leute waren durch die Bank begeistert, was ich dazu sagen muss, denn ich kriegte auf meiner Kamera die Ansage, Speicher voll und stellte später fest, dass ich zu Hause die große Speicherkarte vergessen hatte und diese paar Fotos oben nur direkt auf der Kamera in dem darin enthaltenen Mini-Speicher waren.
Die ersten 3 km von Dinghorst bis an die Straße mit der Kreuzung Postfeld, Honigsee und Preetz lief Chiwa noch super hinter Prima her. Als wir drüben waren und ein paar hundert Meter Richtung Preetz auf dem Radweg gelaufen, fanden wir eine schattige Ecke und ließen die beiden grasen und suchten für uns die Mineralwasserflasche im Rucksack.
Danach folge eine Phase, wo wir sicher über einen Zeitraum von mehr als einer halben Stunde Chiwa kaum vorwärts bekamen. Wie es so ist, wenn einem was weh tut, ist der erste Schritt immer der gemeinste. Der Schmerz lässt meistens wieder nach, wenn man zügig durch läuft. Es klappte schließlich besser mit einem Wechsel, wir ließen von hinten Prima Chiwa antreiben und kamen so nicht schnell, aber doch immerhin weiter. Wir dachten, dass kann ja heiter werden, denn wir hatten ja noch ca. 9 km vor uns.
Bei dieser Tüdelei .. oft auch im Kreis ... erklärte mir dann Prima körpersprachlich, was sie von der ganzen Aktion gehalten hat ... so eine Kacke .. denn bevor ich mich versah, hatte ich einen schönen breiigen kuhfladenartigen Haufen auf dem linken Bein und Schuh .. ganz lecker Pferdekacke an der Hose runter ab Knie bis auf die Socken und meine Schuhe. Nun ja .. wozu hat man Pferde. Also so weiter. Frage mich, was wohl ab und an die Leute gedacht haben, die uns dann trafen. Aber vielleicht haben die ja mehr unsere Pferde als meine Hose angeschaut. Grins.
Als wir in Preetz angekommen waren, sind wir dann auf eine lange Querstraße abgebogen, die mitten durch die Stadt geht .. ich nenne die immer Ragniter Ring, sie hat aber außer diesem Abschnitt, der erst weiter hinten anfängt, noch mehrere Namen. Da mussten wir unter anderem auch über die Mühlenau und besagte Betonbrücke, die Prima schon unheimlich war, aber es ging so, sie ging schon mit Jürgen brav mit, wenn auch sehr aufgeregt. Im Laufe dieser langen Straße und der wirklich unerbittlichen Sonne immer von links vorne wurde mir irgendwann total schwummerig .. vermutlich hart ausgetrocknet. Ich rief Jürgen, mir ist schwindelig, wir müssen mal eine Pause machen, also durften Prima und Chiwa an einer Rasenkante grasen und wir haben erstmal was getrunken. Danach ging es mir wieder besser und es konnte weiter gehen. Chiwa hat nach dieser Rast auch nicht versucht, wieder nicht mehr weiter zu gehen.
Am Ende des Ragniter Rings sind wir dann in den Postfelder Weg und die Abkürzung durch die Feldmark, wo wir uns ja auch mal ein Stück Pachtland angeschaut hatten, abgebogen. In diesem Areal von Feldwegen und Waldabschnitten haben wir uns dann doch verlaufen und kamen auf einem Sportplatz für Hobbyflugzeug-Fans an, die da ihre kleinen Flugzeuge fliegen ließen. Ich muss sagen, ich bin stolz auf unsere Pferde. Obwohl da diese "Brummer" teils laut in der Luft kreisten, scheute keins unserer Pferde und ich konnte dort erstmal fragen, wo wir lang müssen, damit wir nach Klein Kühren kommen. Wir waren schon etwas zu weit, also zurück.
Danach fanden wir dann schnell zum neuen Stall. Unsere beide konnten auf das erstmal für sie zurecht gemachte Weidestück .. ohne Klee .. wie schön ...!!!! Und Herrchen und Frauchen haben sich dann erstmal mit den beiden Schwestern, die dort Holsteiner und andere Pferde züchten und reiten und auch eben Pensionspferde halten hin setzen und ganz viel trinken und den Vertrag machen usw. Dann fuhren wir erstmal einkaufen. Boomer war die ganze Zeit mit Blanka in der Wohnung gewesen, was er ja so kaum kennt und war klar froh, dass wir wieder da waren.
Nach dem Einkaufen sind wir nochmal zum neuen Stall rum, denn nun war in meiner Kamera ja eine Speicherkarte drin, und haben diese ersten Bilder gemacht.

Zwei der Stallkatzen.
Auf der neuen Wiese ist viel schönes langes gesundes Gras ohne Klee, sehr schön. Ich denke, dass Chiwa das vertragen wird.


Chiwa lahmte übrigens auch abends nicht wieder. Ich vermute also, der lange Weg muss für die Gesundung ihres Beins gut gewesen sein, auch wenn ich sowas sicher nicht geglaubt hätte, bevor ich das so nicht gerade gestern selbst erlebt hätte. Es kann in meinen Augen nur an der durch die Bewegung guten Durchblutung liegen, dass es so war.
Bis die zwei diese große Weide abgeknabbert haben, wird es Herbst sein, glaube ich. Mehr von der neuen Umgebung gibt es erstmal nicht zu berichten, aber sicher bald.

LG
Renate