Montag, 2. April 2018

Panorama zum Thema Abzocke mit Schlachtpferderettung

Verglichen mit den "Tierschützern", die uns fertig gemacht haben, ist das echt harmlos



Die Gruppe kenne ich aus der Zeit, als wir damals vor dem Kauf vor Thunder nach einem älteren Beisteller für Chiwa und Prima gesucht haben, die da von Panorama als komplett unseriös unter die Lupe genommen wurde.

Also ich muss sagen, anders als die Gruppe, die mit uns diese Schlammschlacht veranstaltet hat und zudem als superseriös gilt, da ja ein  "eingetragener gemeinnütziger Verein" und Tag für Tag neue Pferdehalter öffentlich genauso fertig macht wie uns in den vergangenen Wochen, vermitteln die zumindest ihre Pferde weiter, ohne dabei die Vorbesitzer komplett in den Dreck zu ziehen.

Diese Masche, Spenden zu sammeln und Pferde zu verkaufen, indem man deren Höfe meuteartig überfällt und die Vet-Ämter zu hunderten unter Druck setzt "im Namen des Tierschutzes", finde ich viel krasser .. mag sein, weil wir Opfer geworden sind.

Bei unserem Thunder haben wir gerade die Organisation, die seinen Ersatzequidenpass ausgestellt hat, mal gefragt, ob wir über die mehr Klarheit bekommen könnten, wie er überhaupt nach Deutschland kam, ob es sich beim Equidenpass und den polnischen Zuchtpapieren überhaupt um das gleiche Pferd handelt und wie dieses Pferd später denn weiterverkauft wurde, bis es zu uns kam. Vielleicht lässt sich ja so noch ermitteln, ob er schon so krank wie er war dann unter der Behauptung, der braucht nur genug Futter, weiterverkauft wurde ... macht ihn nicht wieder lebendig, aber Jürgen und mich interessiert das schon, weil er so sonderbare Papiere hat.

Ich würde es nicht für ausgeschlossen halten, dass diese Papiere eine Fälschung sind, was aber die Frau, wo wir ihn herhaben, sicher auch gar nicht gewusst hat .. aber möglicherweise irgendeiner vorher.

Na ja .. ich verlinke nun mal die Seite von Panorama und kopiere da auch ein paar besonders interessante Textstellen raus, wo man dran sieht, wie viel Geld sich mit der Mitleidsmasche über Facebook verdienen lässt.

Mir ist aufgefallen, dass diese Gruppe jetzt geschlossen ist und da binnen weniger Tage unzählige neue Mitglieder dazu gekommen sind .. also eben waren das minimum 1/3, die binnen nur paar Tagen neu dazu gekommen sind. So gut funktioniert das Gegenanschnacken bei Facebook nämlich, selbst wenn sowas als nicht seriös im Fernsehen kam.


Daraus mal:

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Sendedatum: 27.03.2018 21:15 Uhr - Lesezeit: ca.4 Min.

Abzocke mit Pferderettung

von Jan Körner
Helene Münster, die ihren richtigen Namen hier nicht lesen möchte, hat viele Pferde. Eines davon ist der Wallach Mio. Den hat die Niedersächsin über eine Facebook-Gruppe gekauft: für 950 Euro. "Wir retten gemeinsam - Vermittlung von Pferden in Not" - so nennt sich diese Gruppe. Hier werden jede Woche Pferde angeboten. "Wenn sich bis Sonntag kein Käufer findet, werden sie am Montag geschlachtet." So steht es in den Anzeigentexten. Und so haben die Käufer den Eindruck, dass sie Pferde vor einem Schlachter retten können. Über 17.500 Mitglieder hat die Gruppe inzwischen.
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Sind doch allein zwischen Oktober 2017 und dieser Woche in der Facebook-Gruppe Pferde im Wert von über 300.000 Euro angeboten worden. Und die meisten davon wurden auch verkauft. Vor allem deshalb, weil Markus Weber das Angebot noch zusätzlich mit einer Schlachtandrohung verbindet, um Kunden so zum Kauf zu motivieren. Eine brutale Verkaufsmasche. Das gibt auch er zu:
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 Unserer Recherchen ergeben allerdings: Viele der von Weber über Facebook verkauften Pferde hätten gar nicht geschlachtet werden dürfen. So steht es nämlich in ihren Papieren, den sogenannten Equidenpässen. In dem Dokument sind neben dem Namen des Pferdes auch dessen Stammbaum und äußere Erkennungsmerkmale festgehalten. Und eben auch, ob das Tier am Ende seines Lebens geschlachtet werden darf oder nicht. Auf die Frage, inwieweit denn alle Pferde aus der Facebook-Gruppe zur Schlachtung zugelassen sind, behauptet Markus Weber, man müsse unterscheiden zwischen einem Schlachtpferd für den menschlichen Verzehr und einem Schlachtpferd für die Tiernahrungsindustrie. Er könne auch die Pferde, die in Deutschland nicht zum Schlachten deklariert sind, trotzdem schlachten - für die Tiernahrung.  
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Der Tierschutzbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein, Edgar Schallenberger, erklärt: "Wenn ich ein nicht zur Schlachtung vorgesehenes Pferd schlachten will, dann ist das per se illegal. 
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Hunderte von Pferden sind über die Facebook-Gruppe inzwischen verkauft worden. Mit einer Schlachtandrohung versehen, die in vielen Fällen illegal war. Nämlich immer dann, wenn die Pferde nicht für die Schlachtung freigegeben waren. Ein unseriöses Geschäft mit dem guten Willen vieler Menschen, die glauben, dass sie auf diesem Weg ein Tier retten würden.
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Tja ..dennoch .. ich finde das eher harmlos gegenüber dem, was wir erlebt haben und frage mich, was mit Chiwa und Prima passiert wäre, wenn wir nicht geschafft hätten, dass sie nun auf diesem Gnadenhof sind, wo sie auf jeden Fall geliebt werden, auch wenn die Betreiber uns als ihre Besitzer wohl nicht genug lieben, um sie uns weiterhin besuchen zu lassen.

LG
Renate
 

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