Mittwoch, 9. September 2015

Illegale Einwanderer im Sommer 1993

Persönliche Erlebnisse am Dreiländereck Polen - Rumänien - Deutschland


Im Frühling 1993 hatte ich bei re natur in Stolpe eine Arbeitskollegin, die aus Zittau zu uns gekommen war, um ein Praktikum für ihr Studium als Gartenbau-Ingenieurin zu machen.

Weil ich nach ihrem Weggang den Versand der Pflanzen übernehmen sollte, hat sie mich in diese Aufgabe eingearbeitet, bevor sie nach Hause fuhr. Sie sagte, wir sollen sie doch mal in Zittau besuchen kommen.

Damals war die Grenze noch nicht lange offen und es war interessant und außerdem sehr günstig, in der Ex-DDR Urlaub zu machen.

Ich fuhr deshalb in diesem Sommer gemeinsam mit meinem Ex-Mann, meiner Mutter und unseren beiden Jüngsten Esther und Marius an einen Baggersee in der Nähe von Hoyerswerde ins Erzgebirge. Dort gibt es viele dieser künstlich entstandenen Seen, in denen man gut schwimmen kann. Wir stellten dort unser Wohnmobil auf und erkundeten die Gegend.

Die Stadt Hoyerswerda war sehr nah dran. Dorthin fuhren wir meistens zum Einkaufen. Auch Dresden war in der Nähe, eine wunderschöne Stadt, die uns vielerorts an Paris erinnerte. Ganz anders als in Paris waren dort allerdings die vielen bettelnden Kinder, teils auch Erwachsenen, die überall in den Touristenecken am Boden hockten.

Anders als in Paris waren auch die teilweise sehr rechtsradikal wirkenden Graffities, die wir überall in Hoyerswerda und Dresden an Mauern und Hauswänden vorfanden und uns fragten: 'Warum sind die Ossis in Gottes Namen so rechtsextrem drauf?' Wir würden später noch eine Erklärung dafür bekommen, warum die so drauf waren und in dieser Ecke möglicherweise auch heute noch sind, was ich nicht weiß, denn ich war lange nicht mehr in Hoyerswerda, Dresden oder Zittau. Das ist jetzt 22 Jahre her.

Ein Einkaufserlebnis auf einem Parkplatz in Hoyerswerda:


Als wir in Hoyerswerda einkaufen waren und unsere Sachen in das von uns geliehene Wohnmobil packten, beobachteten wir dabei eine aufgeregt wirkende Gruppe, die auf einem Auto eine Landkarte ausgebreitet hatte und wild mit den Armen fuchtelte, palaverte und insgesamt viele Blicke auf sich zog. Als der Eigentümer des Autos zurück kam, verschwanden sie schnell.

Wir bekamen dann folgendes mit. Jemand hatte von diesem Auto bereits das deutsche Nummernschild hinten abgeschraubt und durch ein anderes ersetzt. Wäre der Mann später vom Einkaufen zurück gekommen, wäre sein Auto vermutlich weg gewesen, weil sie dann auch geschafft hätten, das vordere Nummernschild auszutauschen, den Wagen zu starten und ab über die Grenze damit.

Der Mann erzählte uns, das wäre in dieser Ecke vollkommen normal. Die illegalen Einwanderer aus Rumänien würden stehlen wie die Raben und auch überall rumsitzen und betteln.

Einige Tage später besuchten wir meine Kollegin und ihre Eltern in Zittau und erzählten von diesem Erlebnis. Auch diese Familie sagte, sie müssten alles nachts doppelt und dreifach sichern, selbst viele Dinge aus dem Garten, denn sonst würde alles gestohlen werden, was nicht niet- und nagelfest wäre. Tagtäglich kämen trotz Verbots neue Rumänen über die Grenze, die als geduldete Asylanten gar nicht rein dürften, obwohl es dort schon jede Menge Grenzsicherungen geben würde.

Da diese Menschen weder Asyl beantragen noch mangels Not bekommen würden, würden sie sich davon ernähren zu stehlen, einzubrechen oder zu betteln. Das wäre ganz schrecklich. Wir redeten auch über die rechtsradikalen Sprüche überall in Hoyerswerda und Dresden, die wir gesehen hatten. Diese Familie sagte, man muss das alles relativ sehen. Im Dreiländereck Polen-Rumänien-Deutschland hätten die Menschen so viele persönliche Probleme mit illegalen Einwanderern, dass sie einfach im Laufe der Jahre durch die mangelhafte Grenzesicherung eine andere Einstellung entwickelt hätten.
...

Mir ist diese Geschichte heute früh wieder eingefallen, als ich schon wieder hörte, wie viele Menschen nun von Schleswig-Holstein aus weiter nach Dänemark flüchten, sich auch in Dänemark nicht registrieren lassen und weiter nach Schweden wollen.


Ich gehe davon aus, auch dort werden sie sich nicht registrieren lassen, sondern illegal einwandern.


Und wovon wollen sie dann leben, wenn sie gar nicht vor haben, offiziell Asyl zu beantragen ???


Nun ich denke, auch wenn Deutschland in den Medien wegen allem schön tun muss .. wir waren ja mal das böse Hitler-Deutschland .. unser Land und auch Dänemark wird da gerade von einer Horde von Menschen regelrecht überrannt, die auch schon Ungarn überrannt haben und welches andere Land auch immer davor .. was bei denen zu Hause los ist, das mag ja schlimm sein ... wie sie sich hier verhalten, das ist aber auch schlimm .. denn es würde ihnen ja geholfen werden.

Sie wollen sich aber nicht an unsere Regeln und unsere Art zu leben halten, das ist doch offensichtlich.

Da ich hier in der Nähe wohne, habe ich durch die Presse hier vor Ort mitbekommen, mit wie viel Mitleid und Umsicht die Ankunft dieser Menschen hier vorbereitet worden ist. Eine Riesenwelle von Hilfsbereitschaft hat es in Kiel gegeben, damit sie auf dem Nordmarksportfeld alles bekommen, was sie brauchen, denn es wird ja bald kalt in Schleswig-Holstein. Da ich noch einiges an nicht passender Kleidung hier stehen habe, war ich dabei zu überlegen, wie man das nach Kiel bekommen könnte, weil wir ja kein Auto haben.

Nun ja .. sie bleiben ja nicht, sie rennen einfach weiter und das in einer Art und Weise, dass die Dänen gerade den Bahnverkehr nach Deutschland komplett unterbrochen haben.

Damals 1993 im Dreiländereck Deutschland-Rumänien-Polen lebten die vielen illegalen Einwanderer, von denen ich nicht weiß, ob sie immer noch in dieser oder gar einer größeren Menge über die Grenze kommen, nicht von Sachleistungen oder Taschengeld unserer Behörden, sondern eben komplett illegal davon zu betteln und in erster Linie einzubrechen und zu stehlen.

Was damals in Rumänien los war .. keine Ahnung, aber soweit ich weiß nichts, dass eine legale Aufnahme als Asylant gerechtfertigt hätte.

Warum so viele Syrer oder Menschen aus Eritrea und sonstigen afrikanischen Ländern, von denen ich vermute, sie würden Asyl bekommen, sich jetzt so verhalten, ich habe keine Ahnung, bin aber sicher, so wie die davor sind, das kann doch gar nicht gut gehen.

LG
Renate

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