Sonntag, 23. September 2012

Die böse Saat geht auf

Ich hab das ungute Gefühl, dass sich dieses Video-Geschichte zu einem Krieg zwischen Christen oder Menschen der typisch westlichen Kultur und den Muslimen ausweiten kann, der schon ganz lange schwelt.

Warum?

Ich lebe selbst in einer Ecke, wo es nebst vielen armen Leuten auch viel Ausländer gibt, aber seltsam ist schon, dass die Muslime eigentlich immer eine Gruppe für sich bilden, man sagt sich guten Tag, aber mehr nicht, und das geht von ihnen selbst aus. Mit den Russen, Polen, Rumänen und was weiß ich .. Ostblock allgemein, sogar Afrika, Asiaten, egal .. es ist fast immer so, dass man sich durchaus kennen lernt trotz zuweilen fiesen Sprachschwierigkeiten.

Und ich kenne hunderte wenn nicht mehr Menschen, die gegen Ausländer an sich nichts haben, aber halt schon immer gegen Muslime.

Und das ist sicher überall so, nicht nur hier oder gerade hier in Norddeutschland eher weniger als anderswo.

Und wie man so hört, ist es weltweit nicht anders.

Ist sehr beunruhigend alles, finde ich, und macht mir Angst, weil ich glaube, das was wir da gerade erleben, kann noch viel schlimmere Formen annehmen.

LG
Renate
 

Hier noch einige Links aus der aktuellen Presse zum Thema:



http://orf.at/stories/2142183/

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.pakistan-friedliche-demonstrationen-in-deutschland-kopfgeld-in-pakistan.01660569-5ffb-4b0a-b99d-7617b0a79511.html

dpa, 23.09.2012 04:34 Uhr
Berlin - Muslime in Deutschland haben auch gestern gegen das islamfeindliche Video über den Propheten Mohammed protestiert. In Dortmund zogen 1500 Menschen durch die Innenstadt, auch in Karlsruhe wurde friedlich demonstriert. Ein ganz anderes Signal kommt von einem Mitglied der Regierung Pakistans. Eisenbahnminister Ghulam Ahmad Bilour hat 100 000 Dollar Kopfgeld auf den Produzenten des islamfeindlichen Schmähvideos ausgesetzt, wie die pakistanische Zeitung "Dawn" berichtet. Das Geld versprach er demjenigen, der den Produzenten umbringt. 




Seelachsfilet mit Reis und fruchtiger Soße


Bei Lidl habe ich gestern bereits fertig panierte Seelachsfilets gekauft, die ich nur noch in Olivenöl gebraten habe. Einmal gab es dazu als Beilage in Salzwasser gegarten Parboiled Reis und dann eine selbst gemachte fruchtige Soße, die ich ganz neu entworfen habe. Die ging so:

3/4 Dose Ananas in Stücken sowie 1 Paket passierte Tomaten in einen Kochtopf tun, etwas Olivenöl und Rapsöl dazu, 2 Nektarinen klein schneiden und dazu geben, 1 grüne und 1 gelbe Paprikaschote würfeln und auch dazu geben, 1 Bund Frühlingszwiebeln in Streifen schneiden und ebenfalls dazu geben, einige Scheiben grüne Gurke würfeln und auch dazu geben, zuletzt je eine größere Portion grüne und blaue Weintrauben in die Soße tun und noch 1 gehäuften Esslöffel Zucker dazu tun, denn die Soße war ohne etwas sehr säuerlich gewesen. Das war es schon, nur noch durchkochen und fertig.

Die Soße war sehr reichlich. Ich habe deshalb eine große Menge in den Kühlschrank gestellt und werde die dann das nächste Mal mit Reis und Putenfleisch servieren, das passt sicher auch.

Guten Appetit
Renate

Offener Brief an Frau Merkel

Liebe Frau Merkel,
zunächst muss ich Sie einmal loben. Ihre Initiative 50Plus ist von der Sache her sehr gut. Denn grade die älteren Leute WOLLEN arbeiten, aber solche Arbeitnehmer scheint keiner zu wollen. Drängt sich sofort die Frage auf: WARUM?

Hier ein paar Überlegungen zu dem WARUM.
Ein junger Mensch, der gerade seine Ausbildung abgeschlossen hat, weiß zwar schon alles nötige für seine Tätigkeit, ist aber noch unerfahren und sehr gut FORMBAR. Und da er ja Karriere machen will, auch bereit, nur für die Firma verfügbar zu sein. Das heißt Überstunden ohne Ende. Als drittes ist er Berufsanfänger und kostet natürlich auch nicht so viel Geld.

Der Arbeitnehmer über 50 dagegen weiß, was seine Arbeit wert ist. Er weiß außerdem, wo bei Überstunden die Notwendigkeit aufhört und eine Ausbeutung anfängt. Des weiteren kann ein Chef ihm nicht einfach mit Entlassung drohen. Er kennt sich im Arbeitsrecht eben aus. Arbeitslosigkeit zieht da nicht als Argument, 50plus Menschen haben privat ja schon ihre Wünsche weitestgehend abgeschlossen und erfüllt. Und ein sehr wichtiger Aspekt ist der Abschluss der charakterlichen Eigenschaften. Alles in allem sind die „Alten“ eben nicht mehr so leicht zu beeinflussen.

Und nun meine eigentliche Frage.
Von Seiten der Jobcenter usw. ist Ihre Initiative ja schon angelaufen. Obwohl ich als Teilnehmer oft das Gefühl habe, wie ein Ü-80er behandelt zu werden und deswegen die Umsetzung Ihrer Idee bezweifele. Nun ja, das ist eben das bekannte Phänomen, dass sich nicht alles genau umsetzen lässt.
Aber bei allem Respekt, ich vermisse da den zweiten und wichtigsten Teil der Kampagne. Wie werden die Arbeitgeber überzeugt, die „Alten“ einzustellen? Nur mit hübschen Plakaten im Jobcenter ist es ja wohl nicht getan.

Oder muss der mündige Bürger, den gibt es allen Versuchen zu Trotz immer noch, davon ausgehen, dass es in dieser Richtung keine wirklichen Aktivitäten gibt. Da auch nichts in dieser Richtung publik geworden ist, drängt sich einem der Schluss auf: ES GIBT DA KEINE KONKRETE UMSETZUNG. Sollte das der Fall sein, ist Ihre Initiative leider nur ein weiterer Fall von sinnloser Verschwendung der Steuergelder. Außerdem zeugt es dann davon, mit wie wenig Intelligenz solche Ansätze durchdacht werden. Böse Zungen würden jetzt behaupten, da steckt weniger Intelligenz hinter, als ein toter Fisch besitzt. Aber in der heutigen Zeit ist ja Gewinnoptimierung einiger weniger wichtiger als das Wohl vieler. Und irgendwann kommt der große Knall, der die Menschheit in die Urzeit zurück katapultiert.

Liebe Frau Merkel, ab hier ist denken nicht nur erlaubt, sondern auch erwünscht.

Samstag, 22. September 2012

Eventuell Mönchspfeffer statt Pergolide beim Cushing Syndrom


Pergolide ist sehr teuer. Ich habe diese Sachen für jemand gesucht, die ich sehr gut kenne und das Pferd kenne ich auch sehr gut. Wir sind nicht sicher, ob sie unlängst an beiden Vorderhufen Hufgeschwüre oder aber einen leichten Reheschub hatte. Tierärztin und Schmied halten Rehe für möglich, ich auch .. aber wenn, war es nicht sehr schlimm. Das Pferd hat bisher keine divergierenden Ringe und die weiße Linie sieht eher rundrum etwas breit aus, aber untypisch für Hufrehe, wo es direkt vorn an der Hufspitze breiter sein sollte als hinten. Sie hat aber eine Weile sehr stark gelahmt und falls es Hufrehe war, sie ohne viel Weidegang bei Heufütterung bekommen. Sie leidet schon länger am Cushing Syndrom und hat durch eine Bindehautentzündung auf einem Auge das Augenlicht verloren . kann auch mit ACTH zusammen hängen, habe ich gerade in Bezug auf die Wirkungsweise von Mönchspfeffer gelesen.
Die Stute bekommt seit einer Weile nun Pergolide, aber das ist irrsinnig teuer, kostet mehr als 2 Euro am Tag. Ich erinnere mich daran, dass Mönchspfeffer auch helfen könnte, habe aber gesagt, unbedingt nochmal die Tierärztin fragen und vielleicht, wenn sie ja sagt, auch parallel testen lassen, ob es wirkt oder nicht.

Dann war ich mal googeln, was die Diskussion um Mönchspfeffer im Internet so macht und habe auch alles mögliche an Links gefunden, auch Bezugsquellen im Internet und sehr unterschiedliche Preise, wobei einige so günstig wären, dass sich das, wenn es hilft, wirklich lohnen könnte zu wechseln.

Ich fand auch Kräutermischungen mit Mönchspfeffer und MSM ... da ich früher sehr viele Rehepferde, die sich anfänglich nach MSM gut fühlten, langfristig habe virtuell sterben "sehen", bin ich bei diesem Zeug sehr skeptisch und warne deshalb auch meine Bekannte. Claudia Nehls hat kein MSM dazwischen .. ich finde sie generell auch gut, aber wenn man alles bei ihr kaufen würde, braucht man ein dickes Portemonnaie. Wenn ich da warne, nicht weil die Sachen nichts taugen würden, das tun sie sicher. Den Rest entnehmt bitte mal den folgenden Links, die für sich sprechen.


Claudia Nehls hat dabei Nehls Cush Kräuter Rehe. Die Mischung enthält Mönchspfeffer, der Rest ist keinesfalls schädlich.

Aber Vorsicht, wenn Du Dich durch die Seiten von Claudia Nehls fräst und alles kaufst, was Du kaufen solltest, bezahlst Du mehr als für Pergolide, also definitiv.

…..


Seite von Frau Dr. Weyrauch, die keinen Mönchspfeffer mit in ihren Kräutermischungen hat, weder beim Cushing Syndrom noch bei Hufrehe ohne das Cushing Syndrom.
Auch hier kannst Du viel Geld ausgeben, wenn Du wirklich konsequent alles gibst, was sie empfiehlt .. das heißt nicht, dass es schlecht sein muss, ich mag die Weyrauch sehr, aber könnte das nicht bezahlen.


Das ist erstmal nur ein Artikel über den Einsatz von Mönchspfeffer. Frau Dr. Weyrauch war früher bei St. Hippolyt, hat sich dann aber mit dem o. a. Shop selbständig gemacht.


Das ist in erster Linie gegen Hufrehe allgemein… wird empfohlen im Frühling und Herbst und im Schub . Ist erschwinglich. Ich such mal, was da drin ist. Sie haben damit erfolgreich Versuche mit Rehepferden gemacht, denen das geholfen hat und dafür einen Preis bekommen, womit sie hier Werbung machen.



Da ist kein Mönchspfeffer drin, wird allerdings auch beim Cushing Syndrom empfohlen, im Equiguard auch nicht, das weiß ich, das ist nur ein speziell für Rehepferde entwickeltes Futter, das aber auch für Pferde mit der Grunderkrankung EPSSM geeignet ist.
EPSSM löst auch meistens Hufrehe aus, ist aber was anderes als das Cushing Syndrom .. würde das bei Chiwa nicht unbedingt ausschließen, die Untersuchung alleine wäre nur schon irrsinnig teuer.

Ich füttere Chiwa schon lange mit dem Vitalmüsli Beste Jahre, wo auch Schwarzkümmelsamen und Bierhefe und viele andere gute Sachen drin enthalten sind. Einmal scheint das für ihre Grundversorgung jetzt auszureichen und ist für uns auch bezahlbar, weil ich für 20 kg nur 17 Euro nochwas bezahle und es immer noch mit bissel Hafer mixe und Rapsöl drüber kippe ..und dann noch etwas Salz sowie Obst und Gemüse (ganz verschiedene Sachen) dazu gebe..





Alle Texte zum Thema Mönchspfeffer von denen:


Einer direkt über Mönchspfeffer:



Alles was ich mit Suchbegriff Cushing Syndrom bei St. Hippolyt gefunden habe



Hier was sie über Equiguard sagen .. Typing up ist eine Bezeichnung aus dem Englischen, die oft für EPSSM verwendet wird.





Laut dem Produktblatt ist da aber auch kein Mönchspfeffer enthalten, den Dr. Moll und auch Frau Dr. Weyrauch aber für gut halten, wenn man das so liest.

Es gibt noch andere Sachen mit Mönchspfeffer … die enthalten zum Teil aber MSM, was ich für gefährlich halte … kann das nicht mehr ganz genau sagen wieso, es überwindet die Blutgehirnschranke .. habe damals monatelang gesucht, weil sehr viele Pferde sich danach spontan besser fühlten, wo ich aber davon ausgehe, dass es spontan einen schmerzlindernden Effekt hat .. und später alle schlimmer wurden und sehr viele dann später gestorben sind .. ich glaube, aber meine Erinnerung ist da vage, das könnte was damit zu tun haben, dass MSM ähnlich wie Schmerzmittel die Prostaglandinsynthese hemmt, also durchgängig.

Omega-3-Fettsäuren sind so gut bei Hufrehe, weil sie auf natürliche Weise zusammen mit den Omega-6-Fettsäuren, die jahrzehntelang den Ölmarkt bei uns dominiert haben (Distelöl, Sonnenblumenöl und so) die Prostaglandinsynthese normalisieren und die Bildung von zu viel Arachidonsäure verhindern, die entzündungsfördernd wirkt.

Die gesamte Prostaglandinsynthese dauerhaft zu hemmen, was meiner Meinung nach MSM auch tut (auch Cortisol tut das), das schadet auf Dauer, auch wenn es anfänglich eben täuscht, weil es den Tieren zunächst wie nach einem starken Schmerzmittel besser geht.

Ich werde mal suchen, warum sie keinen Mönchspfeffer verwenden, was Claudia Nehls ja noch tut. Könnte auch einen Grund haben, den ich vielleicht noch nicht kenne.


Warnungen finde ich so nicht, würde aber sicherheitshalber eine Tierärztin oder einen Tierarzt fragen. Ich mach selbst Werbung im Internet und weiß, wie man Meldungen vervielfältigt .. ist mein Job, deshalb bin ich immer sehr skeptisch, auch wenn man manches zigmal anders formuliert irgendwo liest.



Das ist ein Link über Mönchspfeffer, wo man es pur und recht günstig kaufen kann und die Fütterungsempfehlung ist super.

600 g kosten 29,95 Euro und man soll 15 g geben

Wenn es genauso gut wäre, wären das ungefähr 75 Cent am Tag statt bei Pergolide über 2 Euro .. also vorausgesetzt, es hilft wirklich genauso gut.



Die sind preislich etwas günstiger.



Die bieten 1 kg für 14,50 Euro an


Hier auch für 14,50 Euro das kg


Für 17,90, aber versandkostenfrei

Aber wie gesagt, ich würde eine Umstellung von Pergolide auf Mönchspfeffer wenn Ihr das irgendwie finanzieren könnt, gemeinsam mit dem Tierarzt besprechen und auch Labortests machen lassen, ob die Wirkung genauso gut ist.

LG
Renate


Rentenkonzept der Linken

Ich bin zwar nicht mehr Parteimitglied bei den Linken und habe bei der letzten Wahl die Piraten gewählt, von denen ich ehrlich gesagt nicht genau weiß, ob und was für ein Rentenkonzept sie haben könnten, möchte Euch allerdings, da dieses Thema momentan ja sehr aktuell ist, einmal das Rentenkonzept der Linken zeigen. Ich bekomme ja immer den Newsletter der Linken und finde es wert, das hier mal zu zeigen. Ich werde den Link auch kopieren, damit der Text erhalten bleibt und denke, die Partei wird nichts dagegen haben, wenn ich das mache.

LG
Renate

http://www.linksfraktion.de/positionspapiere/rente-leben/

19.09.2012

Eine Rente zum Leben

Die Solidarische Rentenversicherung für einen sicheren Lebensstandard und gegen Armut im Alter

Rentenpolitische Grundsätze  herunterladen

Vorgestellt am 19. September 2012 von den Vorsitzenden von Fraktion und Partei DIE LINKE, Gregor Gysi, Katja Kipping und Bernd Riexinger

1. Lebensstandardsicherendes Rentenniveau wieder herstellen
Das Rentenniveau muss so hoch sein, dass es langjährigen Beitragszahler_innen auskömmliche Renten gewährleistet und den Lebensstandard im Alter sichern kann. Es darf deshalb nicht weiter gesenkt, sondern muss wieder auf 53 Prozent angehoben werden. Die ungerechten Abschläge für Erwerbsgeminderte müssen ebenso gestrichen werden wie die Rente erst ab 67.
Die Angleichung der ostdeutschen Renten an das Westniveau ist eine Frage der Leistungsgerechtigkeit und muss stufenweise innerhalb der nächsten fünf Jahre erfolgen.
Eine gute Rente ist nicht ohne gute Arbeit zu erreichen. Arbeitsmarkt- und Rentenpolitik müssen deshalb zusammengedacht und zusammengebracht werden. Prekäre Beschäftigung muss eingedämmt, ein flächendeckender Mindestlohn von 10 Euro muss eingeführt werden.

2. Solidarische Rentenversicherung einführen
Wir wollen, dass künftig alle Erwerbstätigen, Erziehenden, Pflegenden, Erwerbslosen in die gesetzliche Solidarische Rentenversicherung einbezogen werden. Das stärkt den Charakter der gesetzlichen Rente als Ersatzleistung für Erwerbseinkommen und zugleich als Solidarsystem. Die Beitragsbemessungsgrenze muss in einem ersten Schritt angehoben werden und mittelfristig ganz entfallen. Zugleich wird der damit verbundene Anstieg der höchsten Renten abgeflacht. Das stärkt die finanzielle Basis der gesetzlichen Rente.

3. Den Solidarausgleich stärken
Kindererziehungszeiten müssen auch für vor 1992 geborene Kinder in voller Höhe gezahlt, Beiträge für Langzeiterwerbslose müssen erneut geleistet, niedrige Entgelte durch die Rente nach Mindestentgeltpunkten aufgewertet werden.

4. Niemand darf im Alter unter die Armutsgrenze fallen – Solidarische Mindestrente einführen
Teilhabe darf auch im Alter nicht enden. Wir brauchen auch in der gesetzlichen Rente einen Mindeststandard, der ein Leben frei von Armut und in Würde ermöglicht. Deshalb will DIE LINKE eine steuerfinanzierte, einkommens- und vermögensgeprüfte Solidarische Mindestrente einführen, die sicher stellt, das kein Mensch im Alter ein Nettoeinkommen unterhalb der Armutsgrenze hat. Die Solidarische Mindestrente ist ein universales soziales Netz für alle Seniorinnen und Senioren.

5. Solidarische Rente gerecht finanzieren
Rentenreformen sind teuer. Allein wer sie bezahlt, ist die Frage. DIE LINKE will den schleichenden Ausstieg der Arbeitgeberseite aus der Altersvorsorge stoppen, wie er mit der Riester-Rente begonnen hat und durch die Pläne der SPD, die betriebliche Alterssicherung auszubauen, fortgesetzt werden würde. Jegliche Form der Mindestsicherung im Alter ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und muss dementsprechend auch gesamtgesellschaftlich, also durch Steuern finanziert werden.

E r l ä u t e r u n g e n

  • Ausgangslage:
    Beständig sinkende Renten für Neurentner_innen, steigende Zahlen in der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung sowie bei den minijobbenden Menschen im Rentenalter haben eines gemeinsam: Sie sind die Vorboten einer neuen Altersarmut, die bis weit in die Mitte der Gesellschaft hineinreichen wird.
    Seit Jahren sinken die durchschnittlichen Rentenzahlbeträge bei jenen, die neu in Rente gehen. So sind die Renten für Neurentner_innen, die eine langjährige Versicherungszeit aufweisen können, von 1021 Euro im Jahr 2000 um 6,7 Prozent auf 953 Euro im Jahr 2011 gesunken. Die Renten wegen voller Erwerbsminderung sanken noch drastischer: Von 738 Euro im Jahr 2000 um 14,1 Prozent auf 634 Euro im Jahr 2011. Das ist ein Betrag, der sogar unterhalb des Grundsicherungsniveaus für voll erwerbsgeminderte Menschen liegt (derzeit 642 Euro).
    Altersarmut ist bereits heute ein Problem. Denn immer mehr Rentner_innen sind auf Grundsicherung im Alter angewiesen. Seit sie im Jahr 2003 in Kraft getreten ist, ist der Zahl der auf sie angewiesenen Rentner_innen um 60 Prozent gestiegen. Im Jahr 2003 gab es knapp 260.000 Betroffene, Ende 2010 waren es schon 412.000. Zwei Drittel davon waren Frauen.
    Doch das sind nur die offiziellen Zahlen. Würden auch jene hinzugerechnet, die eigentlich einen Anspruch hätten, ihn aber aus Scham nicht geltend machen, stiege die Zahl der Grundsicherungsempfänger im Alter auf über eine Million.
    Das Grundsicherungsniveau für Ab-65-Jährige liegt bei 688 Euro. Armut verhindert es also nicht.
    Immer mehr Menschen gehen im Rentenalter einem Minijob nach. Unter den Ab-65-Jährigen ist die Anzahl der geringfügig Beschäftigten um 60 Prozent von 480.000 im Jahr 2000 auf 792.000 im Jahr 2011 gestiegen. Darunter sind 120.000 Minijobber_innen, die 75 Jahre und älter sind.
    DIE LINKE will diesen Trend stoppen. Wir wollen eine Rente, die im Alter den einmal erreichten Lebensstandard sichert und ein Leben frei von Armut gewährleistet.
     
  • Lebensstandardsicherendes Rentenniveau wieder herstellen
    Billige und willige Arbeitskräfte bei möglichst niedrigen Sozialausgaben waren das Ziel der vor zehn Jahren verabschiedeten so genannten Hartz-Gesetze. Sie brachten mit Hartz IV Regelsätze unterhalb der Armutsgrenze und die Pflicht, jede noch so schlecht bezahlte Arbeit anzunehmen. Minijobs tragen seitdem dazu bei, den Niedriglohnsektor auszudehnen und zu festigen. Sie sind eine Niedriglohn- und damit auch Altersarmutsfalle vor allem für Frauen. Auch Leiharbeit hat nicht zu einer besseren Integration in den Arbeitsmarkt, sondern zu mehr Unsicherheit geführt.
    Ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn von mindestens zehn Euro die Stunde ist deswegen – das hat auch die Bundesregierung auf Anfrage bestätigt – nur die notwendige, aber längst nicht hinreichende Voraussetzung einer auskömmlichen Rente.
    Durch die rentenpolitischen Entscheidungen des vergangenen Jahrzehnts wird Altersarmut zu einem Massenphänomen: Vor gut zehn Jahren haben SPD und Grüne beschlossen, das Sicherungsniveau der Rente vor Steuern von knapp 53 Prozent im Jahre 2001 bis 2020 auf 46 Prozent und bis 2030 um ein Fünftel auf 43 Prozent abzusenken. Dieser historische Einschnitt ist eine wesentliche Ursache künftiger Altersarmut.
    2011 betrug das Sicherungsniveau vor Steuern 50,4 Prozent. Laut Rentenversicherungsbericht wird es im Jahr 2012 auf 49,8 Prozent absinken. Für Beschäftigte mit einem durchschnittlichen Bruttoeinkommen von derzeit 2700 Euro pro Monat bedeutet das, dass sie statt zuvor 26 Jahre dann 35 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben müssten, um eine Rente über dem Grundsicherungsniveau von derzeit 688 Euro zu erhalten. Wer über Jahre hinweg ein unterdurchschnittliches Einkommen hat oder längere Zeit erwerbslos gewesen ist, wird dementsprechend kaum noch in der Lage sein, mit der gesetzlichen Rente das Grundsicherungsniveau zu erreichen.
    Damit langjährige Beitragszahlerinnen und -zahler auch in Zukunft eine auskömmliche Rente erhalten und nicht in die Grundsicherung rutschen, will DIE LINKE das Rentenniveau wieder auf 53 Prozent anheben.
    Die Rentenzahlbeträge sind seit dem Jahr 2000 deutlich gesunken. Diese Entwicklung wird absehbar durch die Anhebung des Renteneintrittsalters (Rente erst ab 67) verstärkt werden. Die Rente erst ab 67 verlangt nicht nur eine aus heutiger Sicht unrealistisch lange Erwerbsphase. Sie straft jene, die es nicht bis zur auf das 67. Lebensjahr steigenden Regelaltersgrenze schaffen, mit maximal 14,4 Prozent statt bisher 7,2 Prozent Abschlägen von den monatlichen Rentenbezügen. Bereits heute muss knapp die Hälfte (48,2 Prozent) Aller, die neu in eine Altersrente gehen, Abschläge in Höhe von durchschnittlich 109 Euro verkraften. Die meisten älteren Menschen schaffen es nicht einmal bis 65 Jahre, geschweige denn länger zu arbeiten: Einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung gehen nur ein Viertel (27,5 Prozent) aller 60- bis 64-Jährigen nach. Unter den 64-Jährigen sind es gerade mal 14,4 Prozent. Vollzeitbeschäftigt sind nicht einmal ein Fünftel (19,4 Prozent) der 60- bis 64-Jährigen und nicht einmal zehn Prozent (9,9 Prozent) der 64-Jährigen. Die Vollzeitbeschäftigungsquote für 64-jährige Frauen ist noch geringer. Sie liegt unter sechs Prozent (5,9 Prozent).
    DIE LINKE will die Erhöhung der Regelaltersgrenze auf das 67. Lebensjahr vollständig zurücknehmen.
    Mit der Riester-Rente sollte die durch die Absenkung des Rentenniveaus politisch gerissene Versorgungslücke geschlossen werden. Doch sozialpolitisch – und das heißt: vor allem für die Versicherten – ist die Riester-Rente ein Flop. Letztendlich erweist sich die Teilprivatisierung der Altersvorsorge als ein gigantisches Förderungsprogramm für die Versicherungswirtschaft: Seit 2002 brachte das Riester-Geschäft den Versicherern mehr als 36 Milliarden ein. Angesichts der Finanzmarktkrise ist eine weitere staatliche Subvention von privater Vorsorge bei gleichzeitigem Abbau der gesetzlichen Rente unverantwortlich.
    Die Riester-Rente ist nicht nur sozialpolitisch unsinnig, sondern sogar gefährlich. Denn sie gaukelt Sicherheit vor, wo keine ist. Das Drei-Säulen-Prinzip von gesetzlicher, betrieblicher und privater Altersvorsorge ist gescheitert. Das hat jüngst das Institut für Makroökonomie und Konjunkturentwicklung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung mit seiner Studie „Auf den Weg in die Altersarmut. Bilanz der Einführung der kapitalgedeckten Riester-Rente“ nochmals eindrucksvoll dargelegt. Wir müssen jetzt die gesetzliche Rentenversicherung so wiederherstellen, dass sie den Lebensstandard sichert und vor Altersarmut schützt. Ohne ein ausreichendes Rentenniveau werden auch Menschen mit guten Löhnen keine guten Renten erhalten. Das weiß auch die SPD – und dennoch hält sie am Kurs des weiter sinkenden Rentenniveaus fest.
    DIE LINKE will die durch Steuern finanzierte Subvention der Versicherungswirtschaft beenden. Lebensstandardsicherung und Freiheit von Armut wird im LINKEN Rentenkonzept allein durch die Solidarische Rentenversicherung erreicht.
    Zum 01.07.2012 sind die Renten im Osten um 2,26 Prozent und im Westen um 2,18 Prozent gestiegen. Der aktuelle Rentenwert ist damit für Ostdeutsche mit 24,92 Euro weiterhin um elf Prozent geringer als der Rentenwert für Westdeutsche (28,07 Euro). Das hat die bekannten bitteren Folgen: Nach 45 Jahren durchschnittlichem Verdienst erhalten Ostdeutsche 142 Euro weniger Rente als Westdeutsche. Damit wird die wirtschaftliche Lebensleistung der Ostdeutschen in der Rentenversicherung schlechter bewertet als die der Westdeutschen. Während dieser Abstand bisher immer geringer geworden ist, steigt er seit 2010 wieder an. Nach 20 Jahren „Sankt-Nimmerleins-Politik“ muss endlich der aktuelle Rentenwert Ost auf das Westniveau angehoben werden. Bei der Angleichung der ostdeutschen Renten auf das Westniveau geht es um Gerechtigkeit – und nicht um Almosen. Es muss gelten: Gleiche Rente für gleiche Lebensleistung!
    Bei Angleichung des Rentenwertes muss die bisherige rechnerische Hochwertung der Osteinkommen so lange beibehalten werden, bis in Ost und West für die gleiche Arbeit in gleicher Arbeitszeit der gleiche Lohn gezahlt wird. Denn die Löhne und Gehälter liegen nach wie vor ein Viertel unter denen im Westen. Zudem müssen Ostdeutsche für einen annähernd gleichen Lohn oft länger arbeiten und auf im Westen übliche Sonderzahlungen verzichten
    DIE LINKE will die ostdeutschen Renten schrittweise, aber so schnell wie möglich auf das Westniveau anheben.
     
  • Solidarische Rentenversicherung
    Künftig wird neben den bisher Pflichtversicherten, also u. a. sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, Kindererziehenden, Pflegenden, Erwerbslosen, jede und jeder Erwerbstätige – also auch Beamt_innen, Politiker_innen, Freiberufler_innen und Selbständige – in der (gesetzlichen) solidarischen Rentenversicherung pflichtversichert, sofern sie oder er am Stichtag nicht bereits in einem anderen Alterssicherungssystem obligatorisch versichert ist.
    Bei einigen, namentlich den Solo-Selbstständigen, steht der Schutz vor Altersarmut im Vordergrund. Bei anderen, namentlich den Beamt_innen, den Politiker_innen, den gut Bezahlten in den Freien Berufen, wird dabei eher ihr solidarischer Beitrag im Vordergrund stehen. Denn eine solidarische Versicherung aller, wie auch immer Erwerbstätigen, wird zwar ganz klar auf das Ziel der Status- und Lebensstandardsicherung ausgerichtet sein.
    DIE LINKE will den Kreis der in der gesetzlichen Rente Versicherten auf alle Erwerbstätigen ausweiten.
    Ohne eine zusätzliche Umverteilung wird es nicht gehen. Bisher müssen vom Bruttoeinkommen Beiträge bis zu einer bestimmten Obergrenze gezahlt werden: Diese Beitragsbemessungsgrenze beträgt derzeit in Westdeutschland 5.600 Euro im Monat bzw. 67.200 im Jahr und in Ostdeutschland 4.800 Euro im Monat bzw. 57.600 Euro im Jahr.
    DIE LINKE will die die Beitragsbemessungsgrenze zunächst erhöhen und dann mittelfristig abschaffen und den Anstieg der Rentenauszahlung ab einer bestimmten Höhe abflachen.
     
  • Der Solidarausgleich muss gestärkt werden
    Nicht nur die Rentenbeitrage, sondern auch die Rentenauszahlungen müssen solidarischer werden. In den meisten der OECD-Staaten ist das bereits heute der Fall. Renten aus geringen Erwerbseinkommen werden aufgewertet. Gemessen an der Ersatzrate für Geringverdiener_innen ist Deutschland unter den 34-OECD-Staaten das Schlusslicht. Doch auch Deutschland kennt, allerdings nur für Zeiten vor 1992, eine solche Aufwertung: die Rente nach Mindestentgeltpunkten. Mit ihr werden Rentenansprüche um das 1,5-fache auf bis zu Drei-Viertel des Durchschnittsverdienstes angehoben.
    DIE LINKE will die „Rente nach Mindestentgeltpunkten“ entfristen.
    Langzeiterwerbslosigkeit ist ein zentraler Faktor für Altersarmut. Bereits zum 01. Januar 2011 hat jedoch die Bundesregierung die letzen Reste der Beitragszahlung für Hartz-IV-Betroffene gestrichen. DIE LINKE will, dass für Hartz-IV-Betroffene wieder Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung geleistet werden. Die Beiträge sollen auf der Basis des halben Durchschnittsverdienstes aus Steuermitteln entrichtet werden.
    Für Kindererziehung werden Müttern oder Vätern drei Jahre Kindererziehungszeiten in der Rente angerechnet. Jedes dieser Jahre wird so bewertet, als hätten die Mütter oder Väter in der Zeit durchschnittlich verdient. Diese Regel gilt jedoch erst für ab 1992 geborene Kinder. Für bis 1991 geborene Kinder wird nur ein Jahr Kindererziehungszeit gutgeschrieben.
    DIE LINKE will, dass unabhängig vom Geburtsjahr des Kindes drei Jahre Kindererziehungszeiten gutgeschrieben werden.
    Darüber hinaus müssen die Beiträge für die Pflege von Angehörigen verbessert werden, damit Zeiten der oft langjährigen Pflege nicht zu Rentenlücken und Altersarmut führen, der Zeitraum der Bewertung von Fachschulzeiten und Zeiten der Teilnahme an berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen im Rahmen der begrenzten Gesamtleistungsbewertung auf fünf Jahre erhöht und auf Zeiten der Schul- und Hochschulausbildung ausgeweitet wird.
     
  • Solidarische Mindestrente: Niemand soll im Alter unter der Armutsgrenze leben müssen
    Wie auch am Arbeitsmarkt so brauchen wir in der Rente einen Mindeststandard. Und genauso wenig wie DIE LINKE eine Gesellschaft der Mindestlohnbezieher_innen will, will sie eine Gesellschaft der Mindestrentenbezieher_innen. Mindestlohn und Mindestrente sollen die unterste Grenze und mithin die Ausnahme sein. Doch wer bereits heute auf lange Phasen mit schlechten Löhnen, Arbeitslosigkeit oder Krankheit zurückblicken muss, erreicht auch mit einem guten Rentenniveau keine Rente, die im Alter ein Leben frei von Armut ermöglicht.
    DIE LINKE fordert deshalb eine Solidarische Mindestrente, die sicher stellt, dass kein Mensch im Alter ein Nettoeinkommen unterhalb der Armutsgrenze hat.
    Auf die Solidarische Mindestrente haben alle in Deutschland lebende Menschen auf individueller Basis und auf der Grundlage gesetzlicher Unterhaltsansprüche unabhängig von vorheriger Beitragsleistung einen Rechtsanspruch. Die Solidarische Mindestrente wird als Zuschlag oder im Einzelfall auch als Vollbetrag von der Rentenversicherung ausgezahlt. Sie ist steuerfinanziert und einkommens- und vermögensgeprüft.
    Niemand muss erst sein kleines Eigenheim verkaufen oder gar sein letztes Hemd hergeben, um die Mindestrente zu erhalten. Die solidarische Mindestrente sieht selbstverständlich Freibeträge für Vermögen vor, die deutlich über die heutige Rechtslage hinausgehen. Das Schonvermögen entspricht der Summe, wie sie im Konzept der sozialen Mindestsicherung der Fraktion DIE LINKE. vorgesehen ist. Es ist damit deutlich höher als im heutigen SGB XII vorgesehen (aktuell nur 2.600 Euro). Die allgemeine Vermögensfreigrenze ist demnach auf 20 000 Euro pro Person anzuheben. Aktuelle Rechtslage ist zudem, dass für jede Person ein Betrag in Höhe von 750 Euro pro Lebensjahr (max. 48.750 Euro) für die Altersvorsorge freigestellt ist.
     
  • Solidarische Rente gerecht finanzieren
    Gesamtgesellschaftliche Aufgaben – wie die wirksame Bekämpfung von Altersarmut durch die Solidarische Mindestrente – müssen auch gesamtgesellschaftlich, also aus Steuermitteln, finanziert werden. Die von der Arbeits- und Sozialministerin vorgeschlagene Zuschussrente ist also auch deshalb abzulehnen, weil sie hauptsächlich aus Beiträgen finanziert werden soll.
    Andere Maßnahmen, um Altersarmut vorzubeugen, können und müssen aus den Beiträgen finanziert werden. Dazu gehört die Abschaffung der ungerechten Abschläge bei der Erwerbsminderungsrente. Damit würde die durchschnittliche Rente wegen voller Erwerbsminderung um 12 Prozent oder 76 Euro auf 710 Euro angehoben. Das wären immerhin 68 Euro mehr als das Grundsicherungsniveau für erwerbsgeminderte 18- bis 64-Jährige. Auch die angesichts der Arbeitsmarktlage Älterer vollkommen unrealistische und deshalb auf eine reine Rentenkürzung hinauslaufende Erhöhung der Regalaltersgrenze auf 67 Jahren könnte beitragsfinanziert zurückgenommen werden. Das ist nicht nur dringend nötig, sondern auch möglich. Aber nur dann, wenn die Beiträge zur Rentenversicherung nicht wie angekündigt weiter abgesenkt würden.
    DIE LINKE spricht sich deshalb strikt gegen die Absenkung des Beitragssatzes zur gesetzlichen Rentenversicherung von derzeit 19,6 auf dann 19,0 Prozent aus.
    Um ein strukturell armutsfestes und Lebensstandard sicherndes Rentenniveau zu finanzieren, müsste der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung steigen. Dennoch müssten nach dem LINKEN Konzept die Arbeitnehmer_innen im Jahr 2030 einen geringeren Anteil ihres Bruttoeinkommens für die Altersvorsorge ausgeben als nach der derzeitigen Gesetzeslage vorgesehen ist: Lebensstandardsicherung kann nach dem herrschenden Drei-Säulen-Prinzip nur über Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung zuzüglich der Beiträge zu Riester- und betrieblichen Vorsorge erreicht werden. Für Arbeitnehmer_innen bedeutet das eine Gesamtbelastung ihres Bruttoeinkommens von derzeit der Hälfte des Rentenbeitragssatzes, also 9,8 Prozent, zuzüglich 4 Prozent Riester- und ungefähr 3 Prozent betrieblicher oder anderweitiger Vorsorge. Durch die staatliche Förderung reduziert sich die Riestervorsorge um 1 Prozentpunkt. In der Summe ergibt sich aktuell also eine Gesamtvorsorgebelastung von 15,8 Prozent. Arbeitgeber_innen müssen jedoch nicht nochmals die gleiche Summe dazutun, sondern nur die zweite Hälfte des Beitragssatzes zu gesetzlichen Rentenversicherung, also 9,8 Prozent, tragen. Zudem ist derzeit gesetzlich geregelt, dass der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung bis 2030 maximal bis auf 22 Prozent steigen darf. Davon würden die Arbeitgeber 11 Prozent tragen. Für eine annähernd lebensstandardsichernde Altersvorsorge müssten Arbeitnehmer_innen dann 17 Prozent ihres Bruttoeinkommens zahlen. Die Umstellung von der lebensstandardsichernde gesetzlichen Rente auf das Drei-Säulen-Modell brachte also eine Entlastung der Arbeitgeber_innenseite auf Kosten der Arbeitnehmer_innen.
    DIE LINKE will, dass künftig die lebensstandardsichernde Altersvorsorge wieder über die gesetzliche Rente erreicht wird.
    Selbst wenn jedoch der paritätisch von Arbeitnehmern und Arbeitgebern getragene Beitragssatz bis 2030 auf 28 Prozent stiege (eher ist aber von einer Steigerung auf 24-26 Prozent auszugehen), führen die Beschäftigten damit immer noch besser als unter der herrschenden Rentenpolitik. Selbst bei einem deutlich höheren Rentenniveau müssten die Arbeitnehmer_innen dann nicht mehr für ihre Altersvorsorge ausgeben als bisher. Im Gegenteil: Da die Kosten für die Riester-Rente und andere private Vorsorgeprodukte, die heute ungefähr sechs Prozent des Bruttolohns betragen, entfielen, würde Arbeitnehmer_innen bei einem maximalen Beitragssatz von 28 Prozent genauso wie Arbeitgeber_innen 14 Prozent Beitrag zu entrichten haben. Das ist trotz höheren Beitragssatzes weniger als die heutigen 15,8 Prozent und weniger als die ab 2030 von der Regierung vorgesehenen 17 Prozent.
    Die SPD schlägt nun mit ihrem Rentenkonzept vor, das Rentenniveau weiter sinken zu lassen und stattdessen die betriebliche Altersvorsorge auszubauen. Lapidar erklärt die SPD die Beteiligung der Arbeitgeberseite an der Finanzierung der betrieblichen Altersvorsorge zur Sache der Tarifpartner. Angesichts der laut IAB-Betriebspanel seit Jahren in Ost wie West sinkenden Tarifbindung ist das einfach nur zynisch. Mehr als die Hälfte der Beschäftigten in Ostdeutschland arbeitet ohne Tarifvertrag, im Westen sind es knapp 40 Prozent. Die bereits vor Jahren von Infratest im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums festgestellte zunehmende Flucht der Arbeitgeberseite aus der Finanzierung der betrieblichen Altersvorsorge würde sich bei Umsetzung der SPD-Pläne also noch verstärken.
    DIE LINKE will, das die Altersvorsorge solidarisch, und das heißt: im vollem Umfange paritätisch, finanziert wird.

Pommes mit gesunden Beilagen genießen


Der Jürgen liebt ab und zu solche als ungesund verschriehene Dinge wie Pommes mit Currywurst. Es wird ja immer gesagt, so eine Mahlzeit ist schrecklich ungesund. Also ich finde, so schlimm ist das ab und zu auch wieder nicht, wenn man so eine Mahlzeit mit ein paar frischen Beilagen zusammen auf den Tisch bringt.

Vorgestern habe ich dieses Gericht beispielsweise so serviert:

Normale Backofen-Pommes im Backofen aufbacken und salzen.

Dann hatten wir von Lidl 3 Riesenbockwürste (wovon noch eine übrig geblieben ist, die ich zu einem Eintopf verarbeiten werde), die ich als Currywurst in der Pfanne in einem Mix aus Olivenöl und Rapsöl gebraten habe.

Zu den Pommes und der Currywurst gab es dann wahlweise Majo und Ketchup in scharf oder mild sowie Curry zum draufstreuen.

Dazu habe ich dann einen gemischten Salat gemacht und außerdem eine Nachspeise mit frischem Obst und finde, das gleicht so ein schon zu den Diätsünden gehörendes Gericht etwas aus.

Gemischer Salat

Salatsoße Sylter Art mit etwas Olivenöl und Rapsöl mischen und dann habe ich Feldsalat klein gepflückt und unter gehoben, 1 rote Paprikaschote gewürfelt dazu gegeben, 1/2 Salatgurke gehobelt dazu und dann habe ich bei Lidl einen Mix Cocktailtomaten in rot, gelb und lila (die hatten wir zum ersten Mal, waren sehr lecker und mild im Geschmack) bekommen und die in Scheiben auch dazu gegeben.

Mangojoghurt mit Obst

Zum Nachtisch habe ich uns auf zwei Nachtischschüsseln aufgeteilt einen großen Apfel klein geschnitten, 1 Birne klein geschnitten, 1 Banane in Scheiben geschnitten und einige grüne Weintrauben dazu getan, etwas Zucker drüber und dann oben drauf einen Mangojoghurt, noch etwas Sprühsahne oben rauf und schon waren doch etliche Vitamine und Vitalstoffe im Essen.

Zugegeben, kalorienarm war das alles sicher nicht, aber ich sage mir oft, meine Mama ist mollig über 90 geworden, und die war nie schlank außer in frühester Jugend. Der Jürgen wird nie dick werden. Teils ist das Gewicht sicher auch einfach genetisch vorprogrammiert und es ist nicht einfach, immer gegenan zu hungern und ob das gesünder ist, wage ich zu bezweifeln.

LG
Renate

Freitag, 21. September 2012

Schon wieder kalte Füße wegen Heizungsausfall


Muss mal ehrlich meckern. Ich habe es geahnt, als ich im Sommer bemerkte, dass die Pumpe der Heizung ausgefallen war, dass das wieder Ärger geben wird, wenn die Temperaturen draußen runter gehen und man ab und zu heizen muss. Und ich habe die Befürchtung, dass das im Winter in unserem Sozialblock mal wieder noch schlimmer werden kann.

Früher hatten wir ja noch einen hier fest angestellten Hausmeister und ein Team, mit dem der Mann recht gut zusammen gearbeitet hat.

Dass der Sozialblock, in dem wir leben nebst der ganzen Umgebung hier unter Konkursverwaltung steht und über einen Anwalt und über den wieder über eine durch ihn beauftragte Hausverwaltung läuft, ist ja bekannt. Es ist auch klar, dass deshalb alles billiger als billig gemacht wird.

Trotzdem hat sich viel verschlechtert, seit diese Hausverwaltung den Hausmeister und sein Team entlassen und durch ihren eigenen Hausmeisterservice ersetzt hat, die nebenbei daran verdienen, diese Rauchmelder in Wohnanlagen einzubauen und zu warten.

Unsere "Gärtner" schneiden mit der Heckenschere blühende Rosen und lassen das Unkraut stehen, reißen Blumen, die man gnädigerweise in die Anlage gesetzt hat, damit es vielleicht etwas netter ausschaut, einfach aus oder ersticken sie in Schredderholz. Große Bäume werden abgesägt und neue Bäume oder Büsche oft so eingepflanzt, dass sie gar nicht erst anwachsen.

Im Winter kann man von Winterdienst hier seit Wechsel des Hausmeisterdienstes nicht mehr reden. Der Winterdienst wird einem zwar in Rechnung gestellt, aber der ist ein echter Witz, weil oft erst gegen Mittag jemand einen Weg, aber niemand den großen Parkplatz räumt.

Ständig kommt man nicht zur Haustür rein, weil mal wieder das Schloss klemmt und muss durch den Keller rein gehen, wo Gott sei Dank noch die Tür aufgeht, was auch schonmal anders war und man dann hoffen musste, dass einen irgendein Nachbar ins Haus lässt.

Aber die Härte 10 hier ist eigentlich die Heizungsanlage, die seit Jahren nicht mehr richtig funktioniert.

Ich weiß noch genau, wie im vorletzten Winter über das ganze Weihnachtsfest die Heizung mal wieder wie so oft ausgefallen war, echt klasse.

Letztes Jahr hatten wir bei Eiseskälte ca. 10 Tage gar keine Heizung, wofür dann ein Entschuldigungszettel an der Haustür stand statt einem die Stromkosten zu ersetzen, die ein Heizlüfter weggefressen hat, der die Hütte dennoch nicht warm machte, weil gegen sowas so ein Stromfresser ja gar nicht gegenan kommt.

Seit einigen Tagen wird es nun kälter und wir haben in allen drei Blocks hier Kleinkinder und Schwerstbehinderte, die Wärme brauchen, aber die Heizung funktioniert nicht.

Ich habe mich bisher zwar nicht beschwert, sondern schreibe nur mal hier darüber ... weil ich neulich sah, dass wer nach dem Eigentümer dieser Adresse hier gegoogelt hat und offensichtlich in unserem Blog landete .. vielleicht liest das hier ja mal einer und das mag wirksamer sein als unsere "Hausmeister" anzurufen, die eh vom Tuten und Blasen keine Ahnung haben. Es wird sich aber vermutlich schon öfter hier jemand beschwert haben, denn über die Woche geht nun täglich die Heizung immer für 1 - 2 Stunden an.

Irgendwie kriegen sie sie dann kurz zum Laufen, die Heizkörper werden vorübergehend sogar mal warm, aber es dauert nie lange, dann werden die gleich wieder kalt und man fängt schon jetzt an zu frieren.

Ich hab grad eiskalte Füße, obwohl wir ja noch nichtmal Oktober haben und frage mich, wie es der armen alten Frau im 1. Stock gehen mag, die als Pflegefall und dement unten im Bett liegt und der man im Sommer beide Beine amputiert hat, wenn die sich, da sie ja tüdelt, abdeckt.

Da am letzten Wochenende nichtmal diese 1 - 2 Stunden die Heizung lief, sondern das immer nur in der Woche klappt, gehe ich davon aus, übers Wochenende wird wieder gar keine Heizung laufen, und der Wetterbericht ist nicht grad positiv, was Wärme durch Sonne von außen angeht, die noch was bringen könnte. Es soll nämlich eigentlich regnen und stürmen.

Ja, was soll ich sagen, Die Leute in dieser Gegend dürfen ja nicht die Miete kürzen, denn dann gibt es Probleme mit dem Jobcenter, weil wir hier fast alle Sozialhilfe oder Hartz IV dazu kriegen.

Ist doch nicht nett, sowas so auszunutzen.

LG
Renate