Montag, 21. Mai 2012

 Eigene Pferde - Unsere Stolzen Freunde - Teil 6

Ein paar  - nur fast - glückliche Jahre

Auf dem Foto seht Ihr im Vordergrund einen Teil meiner Familie, die in Depenau noch vollständig für mich vorhanden war. Ich habe egal was war meinen Ex-Mann und meine Kinder sehr geliebt, sogar manche ihrer Partner oder Partnerinnen und Freunde, und bei allen anderen habe ich mir immer Mühe gegeben, fair zu sein, das schwöre ich.
Ich glaube, ich habe nicht erwähnt, dass ich die Tätigkeit in der Wasserpflanzengärtnerei, in der ich unter anderem auch das Geld für die Anschaffung unserer Pferde wie für vieles mehr verdient habe, angenommen habe, nachdem ich mein Studium nach einen Selbstmordversuch abgebrochen hatte.
Ich wollte damals sterben, weil mein Ex-Mann mir die Schuld daran gab, dass unsere Ehe nicht mehr in Ordnung wäre und er nur deshalb eine Geliebte hätte, weil ich das Abitur gemacht hätte und begonnen zu studieren. Ich hätte mich so verändert und so weiter. Ich nahm das damals sehr ernst und gab das Studium auf, als ich aus der Psychiatrie zurück war, in die mich meine Älteste hatte einliefern lassen, weil ich aus ihrem Auto auf die Straße gesprungen war.
Genau genommen habe ich nie sterben wollen. Ich lebe gern, aber die Erlebnisse in meiner Ehe, die man in meiner Lebensgeschichte nachlesen kann, die ja schon vor dem Kapitel mit eigenen Pferden hinterm Haus begann, haben mich mit der Zeit so mitgenommen, dass ich oft kaum noch Kraft zum Leben hatte. Das zum Beispiel nehmen mir besonders meine beiden Töchter sehr übel und verstehen es nicht, obwohl besonders sie der Grund dafür waren, denn ich wusste genau, wenn ich diesen Mann verlasse, verliere ich auch meine Mädchen, die ich doch so geliebt habe.
Es war seltsam, die Pferde gaben mir viel Kraft zum Leben. Vielleicht war das auch deshalb so, weil ich so mit drei meiner vier Kinder und sogar lange Zeit meinem Ex-Mann ein gemeinsames Hobby hatte, womit ich mich sehr identifiziert habe. Und unser Großer Manuel war ja auch nicht fort, sondern bastelte mit seinem Vater zusammen in der Nähe im Dorf in einer Schrauberhalle für Oldtimer-Fans. Heute hat er aus diesem Hobby einen Beruf gemacht und ist damit selbständig, worauf ich sehr stolz bin. Ob ihm das klar ist, weiß ich nicht.
Ich bin insgesamt sehr zufrieden damit, was meine Kinder aus ihrem Leben gemacht haben und wie wiriklich alle es geschafft haben, in ihrem Hobby zu arbeiten bzw. mein Kleiner studiert noch, aber auch das bezogen auf sein Hobby.


Auch meine Mutter lebte meistens bei uns. Vorübergehend auch eine Weile nicht, aber dann holten wir sie täglich zu Besuch ab. Auch das lag an meinem Mann, der es damals eine Weile fertig brachte, dass sogar ich zuließ, dass die Frau, die ihm ihr Haus überschrieb, das er bis zur Zwangsversteigerung verschuldete, die mir immer geholfen hat, für die Kinder zu sorgen, damit jedenfalls ich Geld verdienen konnte, um die Familie zu ernähren, ausziehen musste. Aber ich habe nie zugelassen, dass sie ganz verstoßen wurde. Ich glaube, ich hatte und habe so wenig Kraft gar nicht, wie mir heute oft nachgesagt wird, und meine Mama hatte auch nicht so wenig Kraft, sondern wir beide haben für diese Familie wirklich gesorgt, damit sich alle so haben entwickeln können, dass sie heute überlebensfähige Menschen geworden sind.


Egal was war, ich denke noch heute gern an diese Zeit in meinem Leben zurück. Ich habe gar nicht sehen wollen, dass mein Mann mich ständig betrog und ein Eigenleben führte, ich träumte mit meinen Kindern den Traum davon, dass wir alle gemeinsam aus unserem Resthof etwas machen wollten. Vanessa wollte eine Tierpension eröffnen und Esther eine Reitschule, auch unser Marius beschäftigte sich damals mit Begeistung mit den Pferden, Manuel schraubte mit seinem Vater, wir feierten herrliche Sommerpartys und gingen mit unseren Kindern aus ... und ich sorgte dafür, dass dieser Riesenresthof lief.
Und was hatte ich für eine Freude an den Reiterfolgen meiner Kinder und unseren gemeinsamen Unternehmungen oder einfach am Frühstück mit der ganzen Familie im Garten oder unseren schönen Lagerfeuern. Und das änderte sich auch nicht, als dann Vanessa ihren heutigen Mann Timo bei uns mit einziehen ließ und später Esther ihre erste große Liebe Björn. Ich liebte diese Riesenfamilie und die viele Arbeit, die ich gern gemeinsam mit meiner Mutter damit hatte.






Tja ... Bilder von einem Idyll aus den Geräuschen, wenn die Pferde ihr Heu fraßen, der Ruhe auf dem Land, den kleinen und großen Freuden mit vielen Tieren hinter dem Haus und sogar Pferden, schöne Wochenenden, wenn so kleine Dinge wie Ringreiten oder Reiterspiele oder Weihnachtsreiten und Familienfeste anfielen .. sogar das gemeinsame Holzhacken fand ich schön.



Als meine Tochter Esther mit Nixe bei einer Showvorführung in Tasdorf diese Szene ritt, habe ich vor Rührung geweint.









Tja .. ich habe tausende Fotos zur Erinnerung an die Jahre dieses Lebens mit meiner Familie auf dem Land .. ich kann Euch davon nur einige wenige zeigen und hoffe, sie können verdeutlichen, wie wir dort gelebt haben und warum ich diese Zeit nicht vergessen will, so weh es auch tut, wenn ich darüber nachdenke, dass sie nie zurück kommen wird.
Wie gern würde ich so ein Idyll heute mit Jürgen und unserer beider Familie teilen können und weiß doch, dass das nur ein Traum ist, der nie Wirklichkeit werden kann.




Ja ... manchmal, wenn mein Mann keine Geliebte hatte, war er so verliebt in mich .. das kam vor .. dass er sogar mit mir und den Kindern geritten ist.




Ja .. in der Obhut meiner Familie habe ich sogar damals begonnen, den Reno zu reiten, obwohl er so hoch war.





















Ja ... Björn .. ich hatte ihn fast so gern wie meine eigenen Kinder, was meine Esther nie glauben wollte, als ich ihr riet, ihm nicht nachzulaufen, als er sich in einen Mann verliebte. Ich wollte nur nicht, dass sie daran zerbricht, wenn sie mit den zwei zusammen wohnen würde, aber sie hat es nicht verstanden. Kinder verstehen oft nur das, was sie verstehen wollen und nicht das, was wirklich gemeint gewesen ist.






Nixe hat den passenden Namen .. sie schwimmt wirklich sehr gern wie hier bei einem Ausflug.





Chiwa war in ihrer Jugend ein richtiger schwarzer Teufel ... heute schneeweiß nun bei mir als lebende Erinnerung an eine längst vergangene Zeit, die ich nie mehr zurück holen kann.





Die erste Show in Wankendorf haben wir alle gemeinsam gemacht, es regnete in Strömen .. aber egal, es war sehr schön, weil meine Familie damals noch eine Familie war.



Nixe, die nichtmal Angst vor Feuer hat.



Weihnachten, als es noch ein Fest war, auf das ich mich immer so gefreut habe. Heute ist Weihnachten ein Fest, das mich unendlich traurig macht und meinen Freund Jürgen genauso, weil es in seiner Familie nach seiner Scheidung nicht besser ist als in meiner. Wir müssen erst wieder lernen, Weihnachten nicht mehr zu fürchten, wenn man das überhaupt lernen kann.
Was habe ich gelacht, wenn meine Vanessa mit Chiwa um die Wette sprang.




Esther beim Zureiten von Reno .. ich wusste schon damals, dass sie viel Talent hat .. und ich hätte so gern miterlebt, was daraus wird. Heute weiß ich nur, dass sie auch große Probleme haben muss. Sie war immer eine Kämpfernatur, ich hoffe, sie wird das schaffen ... denn Esther ist wie ich, auch wenn sie sagt, sie würde mich hassen, jedenfalls im Moment tut sie das.
Vanessa hatte von mir immer mehr das Mütterliche und ihre Janin wurde noch in Depenau geboren. Ihr starker Beschützerinstinkt lässt sie jemand beschützen, der ihr leider nicht gut tut und es nie getan hat. Ich hoffe, das wird sie irgendwann heraus finden.
Ja ... Nessi mit unserer kleinen Janin, von der ich damals schon wusste, dass ich keine Gelegenheit bekommen würde, eine Beziehung zu meiner Enkelin aufzubauen. Dabei liebt die Kleine Pferde genauso wie ihre Mutter und genauso wie es ihre Oma tut, weil beide und auch Esther das von mir geerbt haben.

Depenau musste ich verlassen, als mein Mann zum 3. Mal eine Geliebte hatte und wieder auszog. Ich konnte den Hof alleine nicht mehr halten und werde berichten, wie es dann weiter ging. Das war im Dezember 1999.

LG
Renate



Für alle, die die Story nicht von vorn kennen, ein Link zum vorherigen Teil und von dort kommt man auf die gleiche Weise auch zurück bis Teil 1.

Link zu Eigene Pferde - Unsere Stolzen Freunde - Teil 5

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