Mittwoch, 10. April 2013

Mamas letztes Lebensjahr

Teil 2 ...wir genießen den Sonnenschein und besuchen die Enkel

Anfang April machte Mama nach mehr als einem halben Jahr ihre erste Autofahrt mit uns, und zwar an den Lanker See. Ihr Erinnerungsvermögen war wieder besser geworden, sie konnte sich an vieles dort hinten nämlich noch erinnert, aber an dem Tag sagte sie mir leider auch in vollem Ernst, dass die glauben würde, das würde ihr letzter Sommer und sie würde die schönen Ausfahrten in der Sonne mit Jürgen und mir noch genießen wollen.
Es gab viel Sonnenschein im Frühling und Sommer 2011 und wir konnten Mama oft mit zu den Pferden nach Boksee nehmen und auch in Preetz lange Spazierfahrten mit ihr machen.
Mama lernte wieder zu lächeln, wie hier auf diesem Foto.
Meine Tochter Vanessa hat ja ihrem Ehemann Timo im Jahr 2003 versprochen, nie mehr meine Wohnung zu besuchen oder Kontakt zu uns zu haben, aber sie redet immer mit uns, auch heute noch mit Jürgen und mir, wenn wir sie treffen oder unsere Haustiere in der Tierklinik, wo sie arbeitet, behandeln lassen. Also habe ich Vanessa sehr oft mit Mama besucht, als sie noch lebte. Leider haben wir nie Janin und Marc getroffen wie später Jürgen und ich nach Mamas Tod, was mir unendlich leid für meine Mutter tut, der ich das vor ihrem Tod noch sehr gegönnt hätte. Man sieht an Mamas Gesicht und genau genommen auch an dem von Vanessa, was Timo meiner Tochter damit antut, sie von ihrer Oma, ihrer eigenen Mutter und Familie zu trennen .. aus krankhafter Eifersucht?
Kurz nach dem Besuch bei Vanessa in der Tierklinik haben wir dann auch einfach Esther und die Pferde auf ihrem Reiterhof besucht. Raphael war leider nicht da, der war auf einer Klassenfahrt. Als ich Esther Fotos von dem Tag schicken wollte, hat es ihr Mann Jan raus bekommen, und zwar glaube ich von der Ex-Freundin Imke unseres Marius, von der ich seit dieser Zeit weiß, dass sie offensichtlich seit Jahren für Jans Verlag viele Online-Arbeiten gemacht hat. Ich kriegte eine gefälschte Rückmail und bin bis heute nicht sicher, wer eigentlich über Jahre hinaus vieles von mir im Internet gefälscht hat, denn mir wurde klar, dass Jan und ich jahrelang den gleichen privaten Server benutzt haben, für den Imke genauso wie mein Jüngster die Master-Funktionen hatte.
Ich werde nie wissen, wer in dieser Familie wirklich der Teufel war, der bei uns alles, was möglich war, zerstört hat .. nur eins weiß ich, ich glaube nicht, dass es mein untreuer Ex-Mann war und auch nicht die Frau, mit der er mich unter anderem betrog, diese Katrin, von der ich das lange annahm .. sondern jemand, der oder die in meinen Augen komplett geistesgestört, aber hoch intelligent sein muss und extrem viel Ahnung von Webdesign und Internet-Technologie haben muss.
Mama mit einem Geschenk.
Nixe, die Esther damals noch nicht verkauft hatte.
Esther mit ihrem Paint Jumper. Ich glaube, der Grund, dass Nixe und Reno später verkauft werden mussten, war Nowa, die so schwer verletzt war, dass es einfach zu teuer geworden ist.
Ich kann schon verstehen, dass Esther die kleine Stute gerettet hat und vermutlich nichts dafür kann, was danach alles passierte, nur für eins, sie hätte es mir sagen müssen, wem sie Nixe und Reno verkauft und wir hätten über ein Vorkaufsrecht bei Problemen reden müssen.
Meine Dicke, das einzige Pferd, das ich alte Frau jemals wirklich habe reiten können. Sie war wie für mich geboren.
Und Reno, den ich nie gut habe reiten können, aber er war nunmal immer mein Liebling. Er soll ja noch als Einstellpferd auch wie Nixe auf Esthers Hof sein, aber ich habe ihn mehr als ein Jahr nicht mehr gesehen.
Ja und Mama hier mit ihrer anderen Enkelin Esther und leider ohne Raphael, den Mama bis zu ihrem Tod dann nicht mehr hat sehen können.
Esther zeigte uns extra noch ihre beiden neuen frechen Ziegen, die wir noch nicht kannten und erzählte lustige Geschichte von den beiden. Ich glaube nicht, dass sie das getan hätte, wenn sie sich nicht auch gefreut hätte, einmal ihre Mutter und Oma wiederzusehen. Ich glaube auch instinktiv, dass Esther meinen Mann Jürgen sympathisch findet, sie wurde nur auf ihn rauf gehetzt, von wem auch immer bzw. sie von ihrem Mann Jan, aber ob da noch jemand dahinter steckt, da bin ich nicht sicher.
Meine Kinder haben keine Partner, die sie lieben, denn wer seinen Partner liebt, wird ihn nicht von anderen Menschen trennen, die der Partner auch liebt.
Da holte Esther die beiden kleinen frechen Ziegen und wir haben eine Weile mit ihr gescherzt und gelacht .. das nächste Mal sah ich sie bei Mamas Beerdigung und sie sah leidend, krank und schrecklich elend aus. Sie muss in der Zwischenzeit sehr gelitten haben, worunter auch immer. Ich vermute, weil sie hat Nixe, Reno, Max, Filia und Rika verkaufen müssen und vielleicht noch viel mehr Leid hat erleben müssen.
Als wir an diesem Tag nach Hause fuhren, hoffe ich, wir würden Esther und auch Raphael vielleicht noch einmal wiedersehen .. ich ahnte ja nicht, dass irgendein Teufel oder eine Teufelin die Fotos an meine Tochter unter ihrem e-mail-Account abfangen würde und sie offensichtlich gar keine Intimshäre zu haben scheint. Eigentlich wollten wir Manuel und Jarvin genauso spontan überraschen, aber nach dem, was danach passierte, sah ich darin keinen Sinn mehr.
Ich hätte meiner Mutter eben sehr gern noch einige schöne Monate mit etwas Kontakt zu ihrer Familie gegönnt, bevor sie sterben muss, denn es war abzusehen, dass sie nicht mehr lange leben kann.
Nach 18 Jahren tauchte plötzlich Jürgens Tochter Nicole in unserem und auch Mamas Leben auf, von der Jürgen nicht angenommen hatte, sie noch einmal wiederzusehen. Ich glaube heute nicht mehr, dass sie kam, um ihren in ihren Augen damals noch Stiefvater wirklich zu treffen, sondern denke, Jürgens Ex-Frau hat sie geschickt, weil sie gesehen hatte, dass wir Pferde haben und wissen wollte, ob aus Jürgen in irgendeiner Form noch Geld rauszuziehen ist. Damals haben wir uns sehr gefreut, vor allen Dingen über Jürgens Enkel Gabriel und auch noch gehofft, seinen Sohn Daniel dazu zu bringen, wieder Kontakt zu seinem Vater aufzunehmen. Inzwischen denke ich, dass seine Ex-Frau Cornelia so viel Gift ausgestreut hat, dass das keinen Sinn mehr machen wird, auch nicht bei Daniel und nicht, nachdem ich mit Nicole nach dem Tod von Jürgens Adoptivmutter ein doch sehr unerfreuliches Gespräch führt, das mir das Gefühl vermittelte, es ging ihr nur ums Aushorchen.
Nun ja .. ich habe ihr zum Abschied gesagt, dass Jürgen in Wirklichkeit ihr richtiger Vater ist, was ihre ach so herzige Mutter ihr ihr ganzes Leben lang verschwiegen hat.
Wenn es zu hart kommt, kann auch ich Schwein sein, und das hat so denke ich gesessen.
Mama mit Jürgen und seiner Tochter, wegen der er, als sie 9 Jahre alt war, diese unseelige Ehe einging, weil man seiner Frau nach der Scheidung in erster Ehe das Kind weg genommen und ins Heim gesteckt hatte.
Der Kontakt zu Jürgens Tochter Nicole, Ehemann Matjes oder Matthias und Enkel Gabriel würde bis zu Mamas Tod bestehen bleiben. Wir haben mit den drei sogar kurz vor Mamas Tod noch einen auch für Mama sehr schönen Ausflug gemacht, wovon ich Euch noch später Bilder zeigen werde.
Zunächst aber würde Mama mit uns einen wunderschönen Frühling und Frühsommer erleben, wo wir sehr viel mit ihr unterwegs und draußen in der Sonne gewesen sind.
Meine Mutter liebte Blumen, und in ihrem letzten Sommer machten wir viele Runden mit dem Rollstuhl an den Gärten in Preetz vorbei.
Ein Fundstück aus dem Internet, das ich Mama zeigen konnte. Ihre Enkel Manuel und Esther mit Manuels Sohn Jarvin und in rosa der Enkelin der neuen Freundin Babs meines Ex aus Berlin.
Mein Ex fand die wohl ideale Frau für sich, nämlich eine, die mit einer Fernbeziehung zufrieden ist und ihm ansonsten jede Freiheit lässt, was seiner Natur sicherlich sehr entgegenkommt.
Mit diesem Bild von Mama, wo sie wie so oft unter dem schattigen Baum in Boksee sitzt, der neben dem Putzplatz stand, höre ich für heute auf und werde Euch bald mehr von einem so hoffe ich für Mama noch recht schönen Sommer zeigen.
Der Sommer war schön, das Wetter war schön, wir haben einiges an schönen Dingen getan, nur eins war nicht schön, auch wenn Mama Manuel noch einmal kurz vor ihrem Tod sehen sollte, was meine Kinder taten, die genau wussten, wie es Mama ging, denn ich habe, auch wenn mich das oft selbst gequält hat, laufend bei ihnen angerufen, damit Mama ab und zu jedenfalls ihre Stimme am Telefon hat hören können.

Ich lese sehr oft im Internet sinngemäß den Spruch, man merkt nicht an tollen Worten, wer einen liebt, sondern nur daran, wie viel Zeit sich ein Mensch für einen nimmt.

Und viel Zeit hat sich keins meiner Kinder für Mama genommen und für mich haben selbst die, die sich ab und zu vielleicht noch welche nehmen, genau genommen nicht so viel, dass ich davon ausgehen sollte, ich werde von ihnen geliebt.

Umgekehrt macht sich bei Jürgen und mir eine gewisse Bitterkeit breit, wo man sich fragt, wann eigentlich hat einen ein Kind genug gequält, so dass man aufhört, es zu lieben und endlich davor seinen Frieden hätte?

LG
Renate


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