Sonntag, 5. Juni 2016

Nochwas zum Thema schrilles Wiehern

.. und warum man das nie !!!! bei der Arbeit mit Pferden hören sollte ..


Ich  habe ja neulich mal was über eine gehörte Beobachtung von Jürgen und mir geschrieben und heute noch einen Text zum Thema gefunden, der wunderbar kurz und klar die verschiedenen Lautäußerungen von Pferden beschreibt und damit auch klar macht, dass man sich selbst ernsthafte Gedanken darüber machen sollte, was man falsch macht, wenn solche Lautäußerungen bei der Bodenarbeit passieren, was garantiert nicht vorkommen sollte, egal wie unerfahren jemand ist, der mit Pferden umgeht, aber ganz sicher nicht, wenn man schon länger Pferde hält und allmählich gelernt haben sollte, wie man sich diesen Tieren gegenüber verhalten sollte.


Das ist der neue Link:


Und der schön erklärte Text, von dem ich hoffe, ich darf den mal ganz hier zitieren:

"Anders als der Mensch, kommunizieren Pferde größtenteils über Körpersprache, weniger über Lautsprache. Zu beachten ist z.B. die Ohrstellung, die Körperspannung und der Gesichtsausdruck. An Lauten gibt es vor allem das Wiehern und das Schnauben.


Ein kurzes Wiehern zur Begrüßung ist genau das: das Pferd erkennt eine Bezugsperson und begrüßt freundlich. Langgezogenes, lautes Wiehern dient oft dem Rufen von außer Sicht geratenen Gruppenmitgliedern. Das Antwortwiehern erleichtert die gegenseitige Ortung, so dass die Tiere sich schnell wieder finden. Ein spezielles, tiefes, sehr langgezogenes Wiehern nutzt der Hengst zur Brautwerbung. Ein schriller „Aufschrei“ drückt Abwehr und Unmut aus. Bei Schmerzen ist es eher seufzen und stöhnen, was zu hören ist.


Beim Schnauben gibt es auf der einen Seite das lautere „Prrrr“ bei dem die Nüstern mitvibrieren, zum anderen ein leiseres, ohne vibrierende Nüstern. Ersteres drückt vor allem Aufregung/Erregung/Unsicherheit aus. Das muss nicht negativ sein, kann aber. Das Entdecken einer möglichen Gefahrenquelle kann ebenso Auslöser sein, wie neugieriges Interesse an etwas Unbekanntem. Leises Schnauben dagegen deutet eher auf Wohlbefinden und Zufriedenheit hin.

 Spricht der Mensch zu seinem Pferd, reagiert dieses in erster Linie auf die gesamte Körpersprache und die Grundstimmung. Wichtiger als das Wort selbst, ist daher der Tonfall und wie ruhig oder aufgeregt oder wütend gesprochen wird. Wenn das Pferd nicht wie gewünscht reagiert, sollte man den Fehler erst einmal bei sich selbst suchen: was vermittelt die eigene Körpersprache gerade dem Pferd? Was die Stimmlage? Häufig kommuniziert man dem Pferd unbewusst etwas völlig anderes, als das, was man ihm eigentlich mitteilen will. Ein erfahrener Beobachter kann Tipps geben, wenn es im Zusammenspiel von Mensch und Pferd immer wieder Missverständnisse gibt."


Dann nochmal zum besseren Verständnis, worum es geht bzw. was wir gehört haben und dafür dann auch eine Erklärung bekommen, hier der Link zu dem Thema, was ich unlängst eigentlich neutral habe bearbeiten wollen, aber aufgrund "der unglaublich verträglichen Nachbarschaft" leider so nicht machen konnte.


Noch was zum Thema Denken .. was man ja auch bei der Arbeit mit Pferden nutzen sollte, wie der Text oben sehr deutlich macht, in dem unter anderem auch erklärt wird, dass es bei Problemen mit Pferden wichtig ist, den Fehler immer zuerst einmal bei sich selbst zu suchen, bevor man dem Pferd die Schuld gibt oder es gar anschreit.

Ich erwähnte in meinem Beitrag unter anderem, dass es in unserer Nähe verschiedene Pferdehalter gibt und so ein wirklich extrem lautes schrilles Wiehern ja auch sehr weit zu hören ist, da das brüllend laut war, sich ca. eine volle Stunde lang so im Abstand von nur kurzen Zeiten der Pause auch so hingezogen hat, das ganze nicht ganz so gut zu hören noch untermalt von hysterischem Frauengeschrei dazwischen, was uns sagte, da ist ja jemand, der sich kümmert, denn sonst wären wir sicher auch mal hin gegangen nachsehen, was da eigentlich los ist .. so haben wir das besser sein gelassen, denn unsere Erfahrung mit diesen beiden Frauen ist ja alles andere als gut.

Na ja .. gestern hörten wir eine davon wieder Brüllen .. ich verstand auch eine Meter-Zahl, die sie da brüllte .. vermute, sie meinte uns .. sie brüllt immer so laut, wenn sie uns sieht .. sie brüllt uns nämlich dauernd auf der Straße an oder sogar auch so, wenn sie weiß, wir sind da ... es scheint ihr auch nicht zu blöd zu werden, so rumzugrölen.

Vorher sahen wir die beiden mit dem Hund zurück kommen.

Ich vermute, sie sind die Straße lang gegangen, um zu ermitteln, wie weit ein anderer Stall weg sein könnte.

Dabei hat das Denken dann wohl nicht so weit gereicht um zu erkennen, dass der Schall nicht auf einer Landstraße entlang läuft, sondern durch die Luft kommt und sich andere Wege sucht.

Aber Denken ist halt nicht jedermanns Sache.
LG
Renate

Kommentare:

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  2. Danke schön für den Kommentar, der wieder mal bestätigt, dass das, was ich da über gestern Abend erzählt habe, auch so war. :)

    Lasst uns doch einfach in Zukunft in Ruhe, dann brauchen wir nichts darüber zu sagen, dass Ihr das nicht tut.

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  3. Es ist schon interessant, wie sich hier die Leute fast jeden Schuh anziehen. Da bekommt man den Eindruck, sie seien der Mittelpunkt des Universuns. Denn jeder zeiht sich ja den Schuh an, der ihm passt, so sagt es auch der Volksmund.

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