Dienstag, 15. Mai 2012

Die Pferdeweide 

Vorsicht, auch der Knick am Rand kann Giftpflanzen enthalten!

Wenn man eine neue Pferdeweide pachtet oder kauft oder sein Pferd in Pension auf eine stellt, sollte man immer schauen, ob dort nicht Giftpflanzen wachsen, die den Pferden schaden können. Das gilt nicht nur für den Bewuchs der Weide an sich, sondern auch für alles, was um den Zaun herum wächst, also Bäume, Sträucher und Pflanzen, die im Knick wachsen können und für die Pferde, wenn sie mit dem Kopf durch den Zaun gehen, erreichbar sind.

Bedenkt auch immer, dass der Bewuchs von der Seite dazu neigt, weiter in den Weidebereich rein zu wachsen.

Ich habe Euch unten an diesen Text einen Link angehängt, wo auf der Startseite Pflanzen genannt werden, die auf oder an einer Pferdeweide unschädlich sind und links dann eine lange Liste zum anklicken zu finden ist, wo man sich über die unterschiedlichsten Gifpflanzen schlau machen kann. Es sind dort auch gute Fotos dabei.

Weil ich mich selbst für Weideland in der Preetzer Feldmark interessiere, war ich dort neulich mal Fotos von den Knicks machen und werde einmal ein bisschen darüber erzählen. Aber bedenkt bitte, das kann auf Eurer Pferdeweide in Euer Gegend ganz anders sein, deshalb habe ich für Euch diesen Link gesucht, damit Ihr individuell nachsehen könnt, wie das bei Euch ist.


Das sind die Blätter einer Hainbuche oder Weißbuche, die so leicht gekräuselt extrem ähnlich der einer Ulme sind. Dieser Baun ist für Pferde ungefährlich. Die Weißbuche ist nicht die gleiche Art wie die Rotbuche, auch wenn sie einen ähnlichen Namen hat.
Lebensgefährlich aber sind Bucheckern, die von der Rotbuche stammen und die bereits ab 500 g für ein Pferd tödlich sein können und für ein Rehepferd sicher erst recht gefährlich, wenn sie auch nur ganz wenig davon fressen.
Zum Vergleich die unten sehr ähnlichen Blätter der Rotbuche, die etwas glatter wirken.

Die Knicks in der Feldmark bestehen überwiegend aus Weiß- oder Hainbuchenhecken, aber es finden sich dazwischen auch immer wieder Rotbuchen und diese Bäume muss man im Herbst gut auszäunen genauso wie die Feuchtecken mit Sumpfschachtelhalmbewuchs.

Um einmal zu schauen, was uns im Bereich der Knicks dieser an sich schönen Gegend noch alles begegnet, sind wir dann weiter gelaufen.

Ab und zu, wenn auch nicht so häufig wie Buchen, fanden wir in den Knicks auch Eichen. Auch die Eicheln sind für Pferde giftig, wenn auch nicht ganz so giftig wie Bucheckern. Eicheln bewirken bei Rehepferden schnell fiese Hufreheschübe und können in großen Mengen gefressen auch gesunde Pferde umbringen.

Unterhalb der Bäume fanden wir sehr viele Farne. Auch Farnkraut ist für Pferde giftig. Besonders giftig ist der Adlerfarn, aber ich möchte mich hier jetzt nicht festlegen, ob es ein Adlerfarn sein könnte, weil sich Farne sehr ähnlich sehen. Alle Farne sind giftig, auch wenn die anderen nicht ganz so schnell tödlich wirken wie der Adlerfarn.

Hier seht Ihr unterhalb eines Haselnuss-Zweigs auch eine Farn-Pflanze. Haselnuss ist für Pferde ungiftig bis sogar gesund.

 Auch Ebereschen .. oben im Bild .. sind sogar gesund für Pferde. Die Tiere wissen das auch und würden so einen Baum auf der Weide ganz ohne Schutz schnell so stark befressen, dass er eingeht.
Ebenso gehört der Weißdorn zu den Sträuchern, die neben einer Pferdeweide nicht schädlich sind, die Pflanzen sind ebenfalls sogar gesund.


Ahorn und Zwergahorn - siehe oben -sind ebenfalls für Pferde nicht schädlich. Das gleiche gilt auch für Heckenrosen und Schlehen - siehe unten.

Abschließen möchte ich mit zwei Bäumen, die zwar auch Giftstoffe enthalten, aber die Pferde normalerweise nicht fressen, nämlich Fotos von Holunder (Fliederbeeren) und Rosskastanie. Sie lassen diese Bäume eigentlich stehen, was der Grund ist, dass so nichts passiert.

Mehr über giftige und nicht giftige Bäume findet Ihr unten in meinem angefügten Link.

LG
Renate

Link über für Pferde giftige und unschädliche Pflanzen

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