Donnerstag, 26. April 2012

Unsere persönliche Philosophie zum Thema Pferde zufüttern

Zugefüttert haben wir unsere Pferde grundsätzlich, seit wir welche hinterm Haus stehen hatten, also seit 1992. Mein Lebensgefährte Jürgen und ich kennen uns allerdings erst seit dem Frühling 2007. Morgen sind das genau 5 Jahre, dass wir uns zum erstenmal trafen und am 1. Mai 2007 habe ich dem Jürgen unsere Pferde vorgestellt. An dem Tag begann dann für ihn auch die Begeisterung, Pferde zu halten. Der Pferdevirus ist für manche Menschen nämlich anstreckend.
Die ersten Tipps zum Pferde zufüttern habe ich von der Verkäuferin unserer zuerst angeschafften Stute Nixe bekommen, die uns später auch den Reno (siehe oben) und viele Jahre danach noch Prima verkauft hat. Die Frau hieß Viktoria Klisch und hat uns damals geraten, Pferde nie nur mit Gras und Heu sowie Stroh zu füttern, sondern immer auch mit Hafer, Müsli oder Pelletts und dann auch Obst und Gemüse, gern auch den Resten aus der Küche. Sie sagte, das würde sie auch immer so machen und es bekäme den Pferden gut. Also habe ich das für mich zunchst so übernommen. Das Pferd auf dem kommenden Foto unten vorn ist übrigens Nixe, ein Kaltblut-Pony-Mix.
Nixe war immer sehr ranghoch und außerdem ist ein Kaltblut-Mix von Natur aus gemütlich. Diese Tiere sind einfach immer etwas molliger. Nixe war aber deshalb nie krank.
Unsere Pferde Nixe, zu denen später Chiwa und Reno direkt bei uns hinterm Haus lebend dazu kamen, lebten früher in einer Offenstallanlage direkt bei meiner Familie hinterm Haus. Wir hatten immer recht wenig Weideland, und schon deshalb war Zufüttern angesagt. Unsere Tiere waren in den 6 Jahren, in denen wir sie unmittelbar hinterm Haus stehen hatten und wo ich wirklich genau entscheiden konnte, wie ich die Pferde füttere, nie krank.

Das sind die drei früher auf unserem Resthof im kleinen Örtchen Depenau. Unsere Schimmelstufe Chiwa war als junges Pferd übrigens einmal schwarz.


Dass ich einmal ein Forum über eine Stoffwechselstörung von Pferden und Pferdefütterung usw. eröffnen würde, das habe ich damals wirklich nicht geahnt. Aber so ist der Lauf der Welt.
Meine Ehe und Familie war nicht immer so glücklich wie zu Anfang und zu der Zeit, als ich begann, uns Pferde hinters Haus zu stellen, Hätte ich das geahnt, hätte ich vermutlich auch keine Pferde angeschafft, obwohl diese Tiere mich sofort nach ihrem Kauf in ihren Bann zogen. Vielleicht war es gut, dass ich es nicht geahnt habe, denn ich liebe Pferde über alles und sie haben mir oft später die Kraft zum Weiterleben gegeben.
Ich musste den Resthof aufgeben. Ich kann jetzt auch nicht die ganze Geschichte unserer Familienpferde erzählen. Das werde ich nach und nach wohl tun. Wir sind oft umher gewandert, manchmal ohne, manchmal mit meinem Ex-Mann, von dem ich mich mehrfach getrennt und auch wieder vertragen habe, bis es einfach nicht mehr ging. Für die Pferde war das auch nicht schön. Ich hätte mir gewünscht, wir wären noch immer auf dem kleinen Resthof. Vielleicht wäre dann Chiwa auch nie so krank geworden.
Tja .... 2001 auf einer recht sumpfigen Weide mit viel Sumpfschachtelhalmbewuchs dann der Schock. Chiwa hatte Hufrehe bekommen.
Für mich begann damals noch nicht das Nachdenken über die Gründe, sondern erst, als Chiwa 2003 dann zum zweitenmal Hufrehe bekommen hat.
Im Herbst 2001 meinten meine beiden Töchter, ich soll das Müsli weg lassen, denn die Tiere würden auf dieser üppigen Weide so viel Gras fressen können, sie bräuchten kein Zufutter.
Ich vermute, das war der Grund für Chiwas ersten Reheschub oder einer davon. Der Vitamin-B-Räuber Sumpfschachtelhalm und der saure Boden taten sicher ein Weiteres dazu.
Nixe und Reno gingen später zu meiner jüngeren Tochter auf deren Reiterhof und zu mir kam Prima dazu, die ich eigentlich mal als Gesellschaftspferd für unseren Reno kaufte, weil Chiwa mir zu sterben drohte, so schlimm war das mit ihrer Hufrehe.

Das Nachdenken begann, während Prima Chiwa bei ihrer Diät dann Gesellschaft leistete.


Wer gern mehr darüber erfahren möchte, wie ich dazu kam, mein Pferd heute genauso zu füttern, wie ich es jetzt mache, sollte sich über unser Hufrehe-Forum informieren.

Ich füttere aus Überzeugung mal so mal so die beiden Müslisorten Vitalmüsli Beste Jahre oder Struktur-Energetikum von der Firma St. Hippolyt. Ich kaufe diese Strukturmüslis aus Überzeugung seit vielen Jahren, weil sie ausschließlich natürliche Inhaltsstoffe und Vitalstoffe enthalten, die meinem Rehepony gut tun und unserer Prima nicht schaden. Ich ergänze dann das Müsli mit etwas ganzem Hafer und einer großen Portion Obst und Gemüse. Außerdem gebe ich immer noch einen Schluck kalt gepresstes Olivenöl und Rapsöl darüber. Dass diese Öle kalt gepresst sind, ist wichtig, denn raffinierte Öle werden erhitzt und enthalten keine guten essentiellen Fettsäuren mehr. Rapsöl ist wichtig, weil es viele Omega-3-Fettsäuren enthält, die die Prostaglandinsynthese normalisieren, was bei zu Hufrehe neigenden Pferden besonders wichtig ist. Die beiden Müslisorten enthalten auch Ölsamen, die gute essentielle Fettsäuren enthalten. Ebenso Bierhefe und Mangan in natürlicher Form und vieles mehr.
Wenn Ihr ein anderes Müsli kauft, denn es gibt sicherlich noch andere wirklich gute Müsli-Sorten, die auch natürlich sind und ohne Chemie auskommen. Achtet unbedingt auf Omega-3-Öl-haltige Öle oder Ölsamen darin und außerdem auf Bierhefe als Zusatz. Sollten diese Inhaltsstoffe nicht darin sein, unbedingt selbst zusetzen.
Unter dem Gemüse sind am wichtigsten Möhren wegen ihres Carotin-Gehalts, der in Heu nicht ausreicht. Im frischen Gras ja, aber Rehepferde sollten immer vorsichtig mit Gras sein. 24 Stunden Weide ist für ein Rehepferd ein extremes Risiko.
Aber hier ging es ja ums Zufüttern.
Zufüttern ist wichtig, denn die Tiere brauchen die Vitalstoffe, die in Gras und Heu nicht ausreichend enthalten sind.
Wenn ein Pferd zu dick ist, treibt mit ihm Sport, das tut Euch selbst auch gut und dem Pferd ebenso und spart lieber an der Ration beim Gras, aber nicht am Müsli oder Obst und Gemüse.

LG
Renate

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