Dienstag, 16. Dezember 2014

Sahniges Putencurry mit Reis

Mittagsrezept von heute


Als Beilage eine Portion Parboiled Reis in Salzwasser gar kochen.

Dazu kommt das Putencurry, das ich so gemacht habe:

Etwas Olivenöl und Rapsöl in eine Pfanne geben und eine Portion Putengeschnetzeltes dazu geben, mit Salz, schwarzem Pfeffer, Paprika edelsüß, Ingwer und reichlich Currypulver würzen. Nach dem Anbraten mit flüssiger Schlagsahne ablöschen. Dann 3 rote Spitzpaprika in Ringen dazu schneiden, eine kleine Portion rote kernlose Weintrauben halbieren und auch dazu geben, 3/4 Dose Ananas (über den Rest freuen sich Pferde sehr) mit Saft dazu geben und ein Glas Spargel abgießen und die Stangen klein geschnitten auch dazu geben, etwas durchkochen lassen, nicht zu lange, dann leicht andicken mit recht wenig Buchweizenmehl, Vollkornhaferflocken und hellem Soßenbinder.

Guten Appetit
Renate

Ohne zu denken den Stall verlassen !!! Da hätte sonstwas passieren können!

Außentor weit offen !!! - Zwischentor auch halb offen !!!


Mit unseren letzten Miteinstellern haben wir im Laufe der Zeit abgesehen von einem jungen Mann, der ausgesprochen teamfähig und in der Lage mitzudenken war, ja nun einiges erlebt, was mehr als unschön gewesen ist, aber was wir heute erlebt haben, als sie ausgezogen sind, schlägt dem Fass einfach den Boden aus.

Wir pilgerten gegen 15.00 Uhr Richtung Stall und waren nicht sicher, ob die beiden Wallache nun schon ausgezogen sind oder es bald tun werden, denn gestern oder heute sollte ja der Umzug in den anderen Stall stattfinden.

Wir haben natürlich auch damit gerechnet, dass Chiwa und Prima und insbesondere halt Prima sich sehr aufregen und wiehern und rumrennen würden, weil ja ihre Auslaufnachbarn nun nicht mehr da sind, an die sie sich im Laufe der letzten Monate eben gewöhnt hatten.

Dass diese Familie bei ihrem Auszug alles mögliche an Müll da lassen würde und andere Dinge, die eigentlich in den Stall oder sogar uns gehören mitnehmen werden, damit haben wir auch gerechnet, auch wenn das nur Kleinigkeiten sind, die sich ersetzen lassen.

Aber womit wir wirklich nicht gerechnet haben war, dass sie es eiskalt fertig bringen würden, das Außentor zum Auslauf ihrer Pferde sperrangelweit offen zu lassen, obwohl ja nur ein unsicherer Zwischenzaun zwischen den beiden Ausläufen steht. Und dass sie dann außerdem auch noch bei diesem Zwischenzaun eine der beiden Torfedern auch nicht zumachen und auch hinten zum Wald runter einfach das Tor offen lassen und die Enden, damit auch ja kein perfekter Stromfluss da ist, einfach auf den Boden schmeißen, damit haben wir auch nicht gerechnet.

Chiwa passt unter der oberen Torfeder unter durch und Prima würde, wenn die Lütte da durch rennt, weil die anderen beiden weg sind, dann garantiert den Zaun einreißen und hinterher rennen.

Echt super.

Wir haben sowas von einen Schreck bekommen, da hätte unseren Pferden sonstwas passieren können.

Aber sie waren noch da, haben sich halt nur natürlich ziemlich aufgeregt, weil die anderen beiden nun weg sind.

Wir beide finden, es war nie möglich, mit dieser Familie eine gute Stallgemeinschaft zu haben, weil sowas nicht geht, wenn jemand ICH und MEIN PFERD in Versalien schreibt und die anderen nicht interessieren, aber dieser Auszug ohne darüber nachzudenken, dass unsere beiden ja hätten auf die Straße oder im Dunkeln ins Schwentinental rennen können, das war wirklich die Krönung dieser Gemeinschaft und passt leider zum Rest, den wir vorher schon erlebt haben.

LG
Renate und Jürgen als ausnahmsweise gemeinsame Autoren

Montag, 15. Dezember 2014

Hab ne Hippie-Emo da gelassen

Bin gespannt, wie er reagiert


Eben fand ich von einer fremden Frau was in meinem Jappy-Adventskalender, verdecktes Profil. Ihr Ehemann auch verdecktes Profil. Fand das komisch und war schauen, ob eigentlich das Doppelprofil von meinem Ex und seiner letzten Freundin noch da ist.

War weg.

War mal suchen wieso und fand ihn ganz frisch über die Suche nach älteren Männern aus Bad Bramstedt erst Ende November neu registriert als solo bei Jappy.

Ich habe bei Jappy so eine Hippie-Emo. Die habe ich ihm mal da gelassen und bin gespannt, wie er darauf reagiert, dass ich freundlich gegrüßt habe.

Ich wollte diesen Krieg ja nie, habe aber keine Ahnung, ob er nicht nach wie vor welchen will. Mal abwarten.

Es tut mir irgendwie leid, dass auch diese Frau, die doch recht lange sehr verliebt in ihn war und auch dann mit ihm zusammengelebt hat, wie ich von unserem Kleinen erfuhr, nun doch wieder weg ist.

In unserem Alter ist ein Neuanfang ja nicht einfach.

Na ja ... zu leid sollte er mir auch nicht tun, ich täte ihm vermutlich auch nicht leid, glaube es zumindest.

LG
Renate

Spontanes Pfannengericht ...

... weil ich heute das Sauerkraut vergessen habe


Auf dem Nachhauseweg von Aldi fiel mir ein, dass ich eigentlich heute Sauerkraut mit Paprika machen wollte, aber leider dabei das Sauerkraut vergessen hatte. Also musste ich heute improvisieren. Dabei raus kam das hier:

1/2 l Wasser in eine Pfanne geben, etwas Olivenöl und etwas Rapsöl dazu, 2 Pakete Bratensoße mit dem Schneebesen unterrühren. Dann 8 mittelgroße Kartoffeln schälen und würfeln und dazu geben, 1 rote Zwiebel abpulen und klein hacken und dazu geben, 4 rote Spitzpaprikaschoten in Ringe schneiden und dazu geben und 2 säuerliche Apfel schälen, würfeln und auch dazu geben, alles durchkochen lassen. Fertig.

Dazu gab es Schinkenknackwürstchen und Senf (muss die halt nochmal anständig mit Paprika-Sauerkraut wie geplant wiederholen, passt ja besser).

Dann habe ich uns dazu noch eine Flasche Glühwein heiß gemacht und zum Nachtisch ein Zuckerei aufgeschlagen = für zwei Personen 2 Eier und 4 Teelöffel Zucker mit dem Mixer schaumig schlagen.

Guten Appetit
Renate

Sonntag, 14. Dezember 2014

Unsere Doppelgänger in Parallelwelten

Dieses Thema begegnet mir heute schon zum 2. Mal


Ich gehe gleich in die Badewanne. Ob wohl meine Doppelgänger in den vielen Parallelwelten, die uns umgeben, auch gerade diesen Text schreiben und überlegen, gleich in die Wanne zu hüpfen?

Heute morgen interviewte mich eine junge Studentin, die später mal Deutsch und Wipo unterrichten wird und sich für meine Biografie interessierte.

Ich bin ja ein Schnattermaul und brauchte zweimal Nachschlag, um mein langes Leben in ihr Diktiergerät zu sprechen. Dabei kam ich auch an den Punkt, dass ich immer wusste, wie viele Kinder ich mit meinem Ex-Mann haben würde, sogar das Geschlecht und aufgrund eines diffusen Gefühls meine Fehlgeburt in der Mitte erahnte. Ich sprach in dieses Gerät, dass ich aufgrund dieser und anderer hellseherischer Geistesblitze in meinem Leben der Meinung bin, dass unser Universum wie in einem Zellverband mit vielen anderen verbunden sein wird und unsere Erinnerungen daher stammen, dass manche Dinge nicht zeitgleich, sondern ein wenig zeitversetzt passieren und wir sie deshalb schon kennen und solche Anwandlungen von Hellsehen nichts weiter als eine Art Erinnerung ist.

Gerade höre ich hinter mir im Fernsehen was über die M-Theorie und Paralleluniversen. Das Thema scheint mich heute zu verfolgen.

Deshalb suche ich Euch mal ein paar gute Texte zum Thema aus dem Internet .. und dann gehe ich in die Wanne und meine vielen Kumpel in der Nachbarschaft möglicherweise auch.

Nein nein, ich hab nix am Kopf ... aber Philosophie und Astrophysik fand ich schon immer toll. Genauso wie Thermodynamik.

So ... die können besser sabbeln als ich, lest das mal:



Nachti
Renate

Samstag, 13. Dezember 2014

Eigene Pferde - Unsere stolzen Freunde - Teil 27

Der Stall in Reuterkoppel rettet Chiwa das Leben - und alles andere im ersten halben Jahr dort

Ich möchte diesen Teil meiner Geschichte über das Leben aller unserer Pferde damit beginnen zu sagen, dass die Entscheidung, in den neuen Stall nach Reuterkoppel zu gehen, eine sehr gute war, denn im Laufe des kommenden Jahres wurde Chiwa zwar langsam, aber stetig wieder ganz gesund.

Die Menschen dort sind vermutlich seit Generationen Landwirte und haben ihre Erfahrung im Umgang mit Großvieh immer weiter gegeben. Sie erinnern mich oft an meine Großeltern, von denen ich gelernt habe, dass man auch mit Nutzvieh verantwortungsvoll und gut umgehen sollte und kann. Oma und Opa hatte ja einen ganz ähnlichen Beruf und haben mir auch später als Rentner in unserer landwirtschaftlichen Nebenerwerbssiedlung, wo wir auch Nutztiere gehalten haben, beigebracht, dass auch diese Tiere regelmäßig und gut versorgt sein wollen und ein gutes Leben verdient haben. Es gehört sicher auch genug Know How dazu, einen Bauernhof zu bewirtschaften, und auch das ist hier vorhanden. Dass ein Bauer weiß, wie man gesundes Heu, Stroh oder Heulage macht, ist nämlich sehr wichtig, und unser junger Bauer weiß das sicher genauso genau wie sein Vater, mit dem er noch immer zusammenarbeitet.
In den ersten Tagen hat Chiwa außer ihren Heparinspritzen auch noch ein Schmerzmittel bekommen (Metacam), damit sie ein bisschen auf die Beine kommt, denn bei ihrem Umzug konnte sie ja kaum noch stehen. Das klappte auch.

Alles andere dauerte sehr lange. Der Schmied kam oft und zwischendurch auch während seines Urlaubs mal eine Aushilfe, weil es Chiwa da sehr schlecht ging. Unser neuer Tierarzt war sehr human und machte mit mir fast alles telefonisch, was mich keinen weiteren Cent kostete.


Chiwa musste sehr lange überwiegend in der Box bleiben, wohl oder übel, auch wenn ich das nicht gut fand, weil Pferde viel Bewegung brauchen. Prima konnte tagsüber raus, aber sie blieb oft aus Solidarität ganz in der Nähe von Chiwa und leistete ihr Gesellschaft.

Die dritte Box war noch längere Zeit leer, so dass die beiden auf unserem Abschnitt beim Dreierstall alleine waren.

Am 8. Dezember machte Chiwa ihren ersten vorsichtigen kleinen Ausflug mit Prima im verschneiten Auslauf .. siehe links. Nur ein Weilchen, aber es begann ihr allmählich besser zu gehen. Herr Dr. Halbrock, unser neuer Tierarzt, hat mir immer Mut gemacht und gesagt, besonders im Winter und bei einem alten Pony, das nicht zum ersten Mal Hufrehe hat, sollten wir Geduld haben. Sie wird das schaffen, er sei sicher, und hier hätte sie es gut, da sei er sich auch sicher, weil er die Leute kennen würde. Aber er sagte auch, wir sollten uns darauf einstellen, dass Chiwa viele Monate brauchen würde, um wieder auch nur halbwegs gesund zu werden, denn sie sei dem Tod nur mit Mühe und Not rechtzeitig von der Schippe gesprungen.
Solange wir beim Dreierstall alleine waren, sind wir immer sehr vorsichtig mit der Reheweide, die uns zur Verfügung stand, umgegangen. Es regnete viel im Winter 2013/2014 und dann war die Weide zu weich für die Pferde. Nur bei Frost oder Schnee haben wir sehr selten die beiden wie hier mal dort kurz grasen lassen. Das war gut für die Seele, auch die von Chiwa.

Ich selbst entschloss mich damals, auf den angeblichen Krebsbefund nichts zu geben, da die Zellproben dagegen sprachen. Ich ließ mich nicht an der Schilddrüse operieren und sollte recht damit haben, denn mein angeblicher kalter Knoten ist heute wieder weg. Es kann kein kalter Knoten gewesen sein, die Ärzte müssen sich geirrt haben, die das dachten. Der Knoten verschwand ganz, als ich im Sommer 14 aufgrund einer Grippe und Mittelohrentzündung ein Antibiotikum bekommen habe. Vielleicht war die Schilddrüse nur entzündet. Mein Muskelriss wurde besser, aber ganz weg ist das bis heute nicht. Ich bin immer noch vorsichtig mit demLaufen. Chiwa geht es heute so gut, dass ich sie lieber von Jürgen oder Ela führen lasse, denn ich glaube, mein Bein würde es nicht verkraften, wenn meine Hopsmaus spinnt und ich mich dabei vertrete.

Wir feierten Weihnachten und Silvester mit zwei Freundinnen, aber eine davon kennt nur noch Kritik an uns, seit wir ab Oktober 14 kein Auto mehr haben und ich glaube deshalb, sie war nie eine echte Freundin, sie konnte unsere Hilfe nur gut gebrauchen. Die andere blieb, auch ohne unser Auto. Wir werden, weil sie zu Weihnachten arbeiten muss, wieder Silvester mit ihr feiern. Mein Sohn kommt im Neuen Jahr, der muss zu Weihnachten auch arbeiten.

Anfang des Jahres machte ich eine Facebook-Seite über alle Pferde auf, die zu meinen Leben gehört haben, auch als Erinnerungsseite für Nixe und Reno.


Ich habe im neuem Stall auch per Zufall mehr über Nixe erfahren. Und bei Facebook fand ich ein Foto von Reno und auch da die Bestätigung, wer ihn gekauft hat.

Beide Mädchen sind die, von denen ich das auch immer angenommen habe, auch wenn meine Tochter mir nie gesagt hat, dass es stimmt. Beide sicher welche, die Nixe und Reno lieben ... aber zwischen einer Reitschülerin, die in ihr Schulpferd vernarrt ist und einer guten Freundin ihrer Reitlehrerin besteht leider ein Unterschied. Es tut mir sehr leid für meine Tochter .. für mich selbst sowieso, auch wenn ich sicher bin, diese beiden jungen Frauen werden gut mit Nixe und Reno umgehen. Aber uns tut es weh, mir, und auch wenn sie darüber nicht mit mir redet, ganz sicher auch meiner Tochter, dass ich verdammt nochmal wieder recht damit hatte, dass beide nicht als Einsteller in Esthers Stall geblieben sind und damit Nixe und Reno nun irgendwo leben und wir nicht mehr wissen, wie es ihnen geht, denn beide schotten sich hermetisch ab, damit man auch ja nichts über die beiden Pferde erfährt, von denen man doch nur wissen möchte, ob es ihnen noch gut geht oder ob sie .. ja beide auch schon älter .. überhaupt noch am Leben sind. Tja ...Tränen sind bei mir hier Resignation und der Hoffnung gewichen, die beiden werden bis an ihr Lebensende von diesem Mädchen selbst gut versorgt werden und nicht womöglich noch weiter verkauft.
 Silvester, als Ela bei uns war, machten wir mit Chiwa und Prima den ersten vorsichtigen Schrittausflug zum Reitplatz und zurück.

Es folgten weitere dieser Touren und während Chiwa im Round Pen graste, hat Jürgen dann mit Prima ordentlich gearbeitet, damit sie sich mal ausrennen konnte.







Mit der Zeit habe auch ich ganz vorsichtig mit Chiwa begonnen, Bodenarbeit zu machen, klar noch nicht im Galopp.

Unser Schmied riet uns zur Vorsicht und sagte immer, es reicht, dass Chiwa sich in der Herde von alleine draußen bewegt, sie übertreibt dann nicht.

Na ja .. so wurde es allmählich Frühling und Chiwa erholte sich langsam, aber doch stetig.

Wegen der Hufe von Chiwa und Prima kamen wir nach und nach zu dem Ergebnis, dass beide vermutlich durch das ständige Füttern von Heu auf dem siffigen Boden im Sommer in Klein-Kühren, wo sie ja monatelang nicht auf eine richtige Weide kamen, zusätzlich einen total vergammelten Strahl bekommen haben und Chiwa möglicherweise auch deshalb und nicht nur wegen der Hufrehe so lahmte und sich auch so langsam erholte .. auch Reste eines Hufgeshwürs zeigten sich schließlich bei Chiwa dann irgendwann nach Monaten an den Hufen. Dennoch ging es Chiwa von Hufbearbeitung zu Hufbearbeitung zunächst laufend besser.
 



Jürgen und ich fingen an, die Umgebung und die Schuster-Acht zu erkunden.

Auch Marius kam zwischendurch ab und zu zu Besuch und war auch mit im Stall.

Es würde aber später doch noch ein paar Rückschläge geben.




Chiwa wurde mit der Zeit beweglicher und es ging, sie auch wieder über Tag mit Prima gemeinsam im Auslauf alleine zu lassen.

Das tat ihr gut, es ging zunächst rasant aufwärts mit der Kleinen.

Der Großen tat das auch gut, denn sie brauchte einfach ein anderes Pferd zum Spielen.




Ende März kam Camilla zu uns, die auch mal Hufrehe gehabt hat. Sie sollte von vornherein nur über Sommer bleiben.

Es lief mit allen drei Pferden relativ gut, solange sie noch nur zu dritt waren, auch für Chiwa.

Ein wenig allerdings machte es Chiwa zu schaffen, dass Prima sich mit Camilla besser verstand als mit ihr und unsere Kleine so ihre beste Freundin einbüßte und in eine Außenseiterposition rutschte. Das mag daran gelegen haben, dass sie noch nicht zu 100 % wieder ganz gesund war, denn sie hatte noch mit dem für Rehe ja typischen oft Monate anhaltenden Wendeschmerz zu tun, der Pferde nach einer Hufrehe oft noch lange nicht richtig wendig sein lässt, so dass es ihnen schwer fällt auszuweichen. Da Camilla relativ ruhig ist, ging das aber, weil die gemütliche Hafi-Stute es nicht an sich hatte, Chiwa zu weit zu verfolgen.
Hier ist Ela da, aber wir ware nicht auf dem Reitplatz, obwohl Camilla da mit ihrer Reitbeteiligung unterwegs war.

Unsere Pferde, vor allen Dingen Prima, sind leider ziemliche Kleber .. und Prima regte sich den ganz Sommer über tierisch auf, wenn ihre neue Herde nicht komplett war. Das wurde noch schlimmer, als die dritte Box dann auch vermietet werden konnte. In den neuen Wallach verliebte sich Prima geradezu .. und Chiwa wiederum begann, extrem darunter zu leiden und das tat ihr nicht gut. Sie begann, sich grundsätzlich von der Herde abzusondern, als sie dann zu viert waren.
Zuerst lief alles recht gut, wie man auch hier sieht. Aber das würde so nicht bleiben, obwohl sowohl Camilla als auch Aron sehr friedliche Pferde sind.

Es ging Chiwa nach und nach schlechter,obwohl wir uns noch extrem freuten, als mit allen vier ein neues Weidestück bekamen, das wir immer die Apfelweide nennen. Denn da sprang Chiwa wie ein Fohlen drauf rum und freute sich doch so dermaßen, dass alle staunten, wie viel Temperament sie doch hat.

Warum .. ich habe lange gebraucht, das rauszufinden.
Es wurde mir bewusst, warum Chiwas Zustand sich verschlechterte, als Canillas frauchen sich ein zweites Pferd kaufte, den Djark, der nun mit ihr auf eine andere kleine rehefreundliche Weide kam.

Ein paar Tage später kaufte auch Arons Familie ein zweites Pferd, den ich Euch im nächsten Teil erst vorstellen werde .. den sehr schwerer Dante mit Kaltblut-Einschlag. Der verliebte sich sofort in Chiwa und verstand sich gar nicht mit Prima. Trotzdem war es Chiwa,die dann so krank wurde, dass sie erstmal Boxenruhe brauchte.


Aber auch Ende April und Anfang Mai war noch alles bestens. Da machte ich z. B. die folgenden Bilder, wo Chiwa geradezu vor Temperament sprühte.










Ja .. tolle Bilder und damals auch viel Grund zur Hoffnung ... aber so ist das Leben, dass es auch manchmal wieder einen Schritt rückwärts geht.

Es war nur ein kleiner Schritt und schnell zu beheben, was ich Euch aber in erster Linie im nächsten Teil der zweiten Halbjahrs im neuen Stall genauer erzählen möchte, denn heute geht es Chiwa wieder genauso gut wie auf diesen Bildern.





Das was hier rechts und oben zu sehen ist, ist das, was wir mal besprochen hatten, als wir den Platz für Chiwa und Prima genommen haben. Eine kleine Weide in einer Senke, nicht dazu geeignet, dass Pferde dort den ganzen Tag oder bei Nässe im Winter drauf laufen könnten, sondern optimal für kurze Weidephasen, die für Pferde gedacht sind, die zu Hufrehe neigen. Camilla und Chiwa haben das ja beide und Prima hätte auch auf die große Weide gedurft. Wir wollten sie nur nicht von Chiwa trennen, wegen der Psyche der Kleinen.



Jürgen und ich sind sicher, dass wir damals auch selbst Arons Familie erzählt haben, dass jedes Pferd bei uns im Stall selbstverständlich auch im Sommer und auch im Winter auf die große Weide darf und dieses hier aber die Reheweide sei, wo die Pferde nur stundenweise rauf sollen.

Als wir gestern erfuhren, es hätte ihnen nie jemand vorgeschlagen, dass die Pferde auch rüber dürften, auch wenn sie die Box neben uns über Nacht haben, dachte wir uns, da muss jemand aber wirklich überhaupt nicht zugehört haben .. und es steht doch sogar schriftlich in den Anzeigen unseres Stalls, dass das grundsätzlich so ist.
Mit diesen stimmungsvollen Bildern aus dem Wonnemonat Mai, der in Holstein einen geradezu einmalig schönen Sommer und Herbst einläuten sollte, möchte ich heute aufhören.

Die Vierergruppe mit den beiden Rehepferden war noch zusammen, Chiwa ging es wie Ihr seht da noch ausgesprochen gut .. die Weidezeiten waren wie abgesprochen und für Chiwa und Camilla gedacht kurz und gesund ... und stimmungsmäßig war deshalb für Jürgen und mich auch kein Frust vorhanden.


Das hat sich danach aber eine Weile radikal geändert, auch weil Chiwa davon, was dann geschah, wieder krank wurde ... ließ sich allerdings lösen und war dann auch bis jetzt wieder in Ordnung .. aber nun gehen die beiden Neuen ja plötzlich und es ist mir klar geworden, zum Teil auch, weil sie in meinen Augen offensichtlich nicht verstanden haben, was hier in diesem Stall eigentlich alles für ihre Pferde möglich gewesen wäre. Wenn das anders gelaufen wäre, ich glaube, wir hätten uns nie gestritten, denn Jürgen und ich haben damals nicht verstanden, warum sie diese Möglichkeiten nicht in Anspruch genommen haben.

Aber dazu und noch einem anderen Aspekt, der mir dann einfiel, weil ich früher jahrelang Reno, Nixe und Chiwa aus meinem Wohnzimmerfenster auf ihrer Weide beobachten konnte und deshalb genau weiß, dass Pferde auch ihre kleinen Geheimnisse in Sachen Liebe haben, komme ich im nächsten Teil, denn das zusammen brachte für uns vorübergehend ein paar Probleme mit sich, die nur mit unserer unmittelbaren und nicht der gesamten Stallgemeinschaft zusammenhingen.

LG Renate

Von der Mütterrente haben nur Reiche Rentnerinnen was

Warum, dazu ein Text von Sozialberatung Kiel


Ein wichtiges Stück davon will ich heute mal hier rein kopieren .. denn das sollte mal erhalten bleiben.

Gerade heute früh hörte ich die empörten Aufschreie unserer Politiker über die ach so bösen Deutschen, die angefangen haben, sich auf die vielen Flüchtlinge zu stürzen, die von Deutschland Hilfe kriegen .. und Jürgen und ich haben uns angeschaut und uns gesagt.

Das Problem ist nicht die Ausländerfeindlichkeit in Deutschland, sondern die Tatsache, dass den Ausländern geholfen wird, den Menschen, die hier geboren worden sind und auch was für dieses Land getan haben, aber meistens nicht .. das ist das Ding, worüber man mal nachdenken sollte.

In diesem Sinne hier der ganze Link und dann der Textauszug, den ich meine:


Daraus zitiert:

“Geschäftliche Mitteilung” des Sozialdezernenten der Stadt Kiel vom 27.11.2014 hin, deren Kenntnis für Betroffene gegebenenfalls von Nutzen sein kann:
“Zusammenfassung:
Die Zahlung der „ Mütterrente“ ab Juli 2014 führt bei Empfängerinnen von Grundsicherung im Alter nach dem SGB XII zur Minderung des Grundsicherungsanspruches. Die Rentennachzahlung ist an das Grundsicherungsamt zu erstatten, obwohl viele Betroffene erwarten, zumindest einen Teil der Rentennachzahlung behalten zu dürfen. Das Grundsicherungsamt bietet daher im Falle von Rückforderungen entgegenkommende Ratenzahlungen an.
Hintergründe:
Seit dem 1. Juli 2014 ist das Gesetz über Leistungsverbesserungen in der gesetzlichen Rentenversicherung in Kraft. Es beinhaltet die Anerkennung eines zusätzlichen Jahres mit Kindererziehungszeiten bei Müttern und Vätern, deren Kinder vor 1992 geboren sind („Mütterrente“). Die Anerkennung zusätzlicher Kindererziehungszeiten erfolgt von Amts wegen, eine Antragstellung beim Rententräger ist nicht erforderlich. Die betroffenen Renten werden aktuell um einen Betrag von 28,14 Euro je Kind erhöht.
Die erhöhten Rentenzahlungen der „Mütterrente“ ab Juli 2014 sind bei Empfängerinnen von Grundsicherung im Alter vollständig als Einkommen anzurechnen. Es ergeben sich für diese Menschen mit Sozialhilfe daher keine finanziellen Vorteile durch die Erhöhung der Renten. Das gilt auch für die in den vergangenen Wochen seitens der Rentenversicherung ausgezahlten Nachzahlungen für die Zeit ab Juli 2014.
Anscheinend erwarteten aber viele Betroffene auch aufgrund der bisherigen Informationen seitens der Bundesregierung und durch die öffentliche Berichterstattung, dass sie die „Mütterrente“ zumindest teilweise zusätzlich zur Sozialhilfe zur Verfügung haben würden. Die Minderung der Grundsicherungsleistungen und die vollständige Rückforderung der erhaltenen Rentennachzahlung führen daher häufig zu Enttäuschungen. Das zeigen Anrufe und persönliche Gespräche mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Inzwischen erfolgten in der Grundsicherungsabteilung bereits zahlreiche Rückzahlungsaufforderungen. Sowohl hinsichtlich der Anrechnung der Rente wie auch hinsichtlich der Rückzahlungsaufforderung hat das Grundsicherungsamt nach dem Gesetz keinen Ermessensspielraum für die Freilassung von Teilbeträgen. Das wird auch in einer Weisung des Bundes an die Grundsicherungsbehörden klargestellt. Allerdings wird seitens unserer Verwaltung die Möglichkeit eingeräumt, die Beträge in kleinen Raten zu tilgen, da die Rückzahlungsverpflichtung viele Kunden überraschend trifft. Teilweise wurden insbesondere die Nachzahlungsbeträge aus der Rente bereits für anstehende Anschaffungen verausgabt, so dass die Neuberechnung der Grundsicherung hier zu Schwierigkeiten führte. Die Verwaltung ist aber bemüht, hier mit jedem Kunden eine gute Lösung der Rückzahlungsmodalitäten zu finden.
Soweit bisher keine Altersrenten bezogen werden, kann durch die zusätzlichen Kindererziehungszeiten auch erstmalig ein Rentenanspruch entstehen. Dafür ist ein Antrag beim Rententräger erforderlich. Das Amt für Wohnen und Grundsicherung und die Rentenberatungsstelle des Bürger- und Ordnungsamtes unterstützen gemeinsam die Bezieherinnen von Grundsicherung bei der Durchsetzung möglicher Rentenansprüche.
Immerhin führten bei einigen Rentnerinnen die höheren Rentenzahlungen dazu, dass sie zukünftig ohne Grundsicherung auskommen, weil das Gesamteinkommen nun ausreicht, das Existenzminimum zu decken. Meistens wird in diesen Fällen nun das Wohngeld anstelle der Grundsicherung in Anspruch genommen und die wirtschaftliche Situation dieser Menschen hat sich etwas verbessert. Das betrifft aber nur einen sehr geringen Anteil der Grundsicherungsempfängerinnen.”
Rechtsanwalt Helge Hildebrandt, Holtenauer Straße 154, 24105 Kiel, Tel. 0431 / 88 88 58 7

...

LG Renate