Samstag, 30. Mai 2015

Wann wird aus freier Mitarbeit Scheinselbständigkeit?

Wie ist der Zusammenhang Arbeitgeber und Arbeitnehmer eigentlich entstanden?


Mir ist heute nach philosophieren...


... und zwar über die Vergangenheit, Handwerker und Gesellen, die ersten Fabriken, die ersten Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften, die Bezahlung dafür, kostenlose Anzeigen, die sich durch Werbung finanzieren, die Entstehung des Internets und die Verlagerung dieser Systeme dort hin, die Anzeigenwerbung für Jobs im Internet und die Idee des Crowdworking, um Großaufträge bearbeiten zu können bis hin zu den Auswirkungen daraus auf diese freien Mitarbeiter und die Preisentwicklung am Markt, die man mit der Preisentwicklung von in einer Fabrik hergestellten Produkten gegenüber denen in einem Handwerksbetrieb durchaus gleichsetzen kann. Aber ich möchte noch einen Schritt weiter gehen und darüber nachdenken, wann es so weit ist, dass diese freien Mitarbeiter gar keine mehr sind, sondern aus Subunternehmern, die davon profitieren können, Scheinselbständige werden, die wie ausgebeutete Arbeiter in Fabriken reglementiert und schlecht behandelt werden.

Vom einzelnen Handwerker zum Handwerksbetrieb mit Gesellen

Irgendwann vor sicherlich mehreren hundert Jahren entstanden die Handwerksbetriebe mit bezahlten Mitarbeitern in Form von Gesellen. Entstehen konnte so etwas durch den Zusammenschluss von zunächst zwei oder mehr Handwerkern mit dem gleichen Aufgabengebiet, die auf die Idee gekommen sind, sich einen größeren Auftrag zu teilen und zunächst sicherlich auch den Lohn gleichwertig aufgeteilt haben.

Aus solchen Zusammenschlüssen entwickeln sich erfahrungsgemäß Stärken und Schwächen der einzelnen zunächst noch selbständigen Partner, bis es soweit ist, dass einer die Aufträge heran holt, sich um die Bezahlung kümmert und so weiter und ein oder mehrere der anderen nur noch die eigentliche Handwerksarbeit macht. Die Idee der Ausbildung ist so genauso entstanden wie die Idee, dass der eigentliche Unternehmer, der das Risiko zu tragen hat, auch etwas mehr Geld bekommt als die anderen, die nur die Arbeit machen. Von dort bis zur ungerechten Bezahlung der Gesellen und deren Gegenwehr durch die Möglichkeit des Streiks ist es dann nur noch ein kleiner Schritt.

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Die Entwicklung der Industrie


Die Weiterführung war die Idee der Fabriken. Hier nun konnten Dinge, die ein Handwerksbetrieb noch zu recht teuren Preisen lieferte, viel günstiger hergestellt werden, weil sich die Idee der rationalisierten Arbeitsvorgänge durchzusetzen begann. Die einzelnen Mitarbeiter fertigten nun nicht mehr ein ganzes Werkstück, sondern erledigten nur noch einzelne Schritte der Fertigung, die aber sehr schnell.

Da bald mehrere dieser Fabriken entstanden, verschwanden auch viele Handwerksbetriebe, denn die Fabriken konnten die gleichen Produkte viel günstiger anbieten. Die Eigentümer so einer Fabrik konnten mit Pech pleite gehen, aber mit Glück auch sehr reich dabei werden, wohingegen die Arbeiter in den Fabriken weniger Geld bekamen als vorher als Handwerksgesellen. Durch den Konkurrenzdruck wurde der Lohn der einzelnen Arbeiter auch immer weiter nach unten gedrückt, denn nur so konnte eine Fabrik der anderen die Aufträge wegnehmen.

Das ist die Idee der freien Marktwirtschaft.

Die Arbeiter hatten nur noch die Möglichkeit des Streiks, wenn der Druck, für weng Geld viel zu arbeiten, zu groß wurde.

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Die Rolle der Medien

Nun möchte ich die Rolle der Zeitungen ins Spiel bringen. Anfänglich bestand der Lohn von Journalisten und Autoren nur darin, dass eine Zeitung bezahlt werden musste, wenn sie jemand lesen wollte. Später entwickelten die Zeitungen die Idee der Anzeigenwerbung. Hier konnten nun Waren angeboten und gesucht werden, aber auch Arbeitssuchende einen Arbeitsplatz suchen oder Menschen einen selbständigen Betrieb für eine Tätigkeit, aber auch Mitarbeiter suchen. Solche Anzeigen wurden zunächst an die entsprechende Zeitung mit einer Gebühr bezahlt.

Auch das wurde aber später bei vielen Zeitungen anders. Sie begannen nun, ihre Einnahmen immer mehr auch durch Werbeanzeigen von Firmen zu bekommen, die dort ihre Waren anbieten und so Kunden finden konnten. So entstanden die kostenlosen Werbezeitungen, die früher und auch heute noch umsonst durch Zusteller, die heute noch immer sehr schlecht bezahlt werden, aber inzwischen auch mit Hilfe der Regierung bald einen Mindestlohn bekommen sollen, in unseren Briefkästen landen, ohne dass wir auch nur einen Cent dafür bezahlen müssen, oft übrigens unerwünscht.

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Die Medien im Internet

Als das Internet erfunden wurde, war es nur eine Frage der Zeit, dass Zeitungen, Zeitschriften und auch typische reine Anzeigenblätter, die ausschließlich von Werbeeinnahmen leben, im Internet aufgetaucht sind. Sie waren die Vorläufer der heutigen Blogs. Die Leser solcher Seiten finanzieren die Menschen, die sich die Mühe machen, sie zu unterhalten, indem sie gleichzeitig unbewusst die in diesen Blogs untergebrachte Werbung mitnehmen. Das kann ganz offen geschehen und wird meistens nicht sehr gut bezahlt oder aber besonders subtil, wofür die Blogbetreiber nicht selten richtig viel Geld bekommen.

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Die Idee, Portale für Kleinaufträge einzurichten


Sehr schnell entwickelten sich im Internet Seiten für die unterschiedlichsten Angebote. Es entstanden so auch die ersten Seiten, die sich darauf spezialisierten, einen Marktplatz für Kleinaufträge zur Verfügung zu stellen. Dafür ließen oder lassen sie sich auch heute noch auf recht unterschiedliche Art und Weise von den Usern bezahlen. Genauso wie bei den Zeitungen und Zeitschriften gibt es hier Seiten, auf denen nur kostenpflichtig Anzeigen geschaltet werden können und andere, wo dieser Service kostenlos ist, weil sich die Betreiber so einer Seite nur über die Werbeanzeigen finanzieren.

Diese Seiten brachten und bringen auch heute noch Menschen, die eine bestimmte Arbeit anbieten und andere, die nach Arbeitern suchen, die eine bestimmte Arbeit machen möchten, zusammen.

Nach wie vor kam dort wie immer die freie Marktwirtschaft ins Spiel. Da wir aktuell in Deutschland mehr Menschen haben, die nach Arbeit suchen als Menschen, die Arbeit anzubieten haben, wird Arbeit generell schlecht bezahlt.

Über solche Portale wird das logischerweise verschlimmert, denn es findet sich fast immer jemand, der den Preis eines anderen noch unterbietet. So entstanden die Dumpinglöhne der sogenannten Freiberufler oder anderer Menschen, die selbständig nach Kleinaufträgen suchten.

Durch Kunden, die dieses wenige Geld dann noch nicht einmal bezahlten, wenn ein Auftrag fertig war, entwickelten aber auch viele Menschen, die solche Kleinaufträge erledigthaben,die Idee, nur noch gegen Vorkasse zu arbeiten.

Und auch in solchen Portalen hatten Menschen die Idee, wenn sie einen Großauftrag ergattert hatten, andere darum zu bitten, diesen Auftrag doch gemeinsam zu erledigen.

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Die Entstehung der Texter-Portale


Und so entstanden nur unter anderem auch Texterportale wie die, für die Jürgen und ich heute arbeiten, und zwar zunächst aus der Idee heraus, so größere Aufträge gemeinsam erledigen zu können und durch grundsätzliche Vorkasse aber auch den freien Mitarbeitern die Sicherheit zu geben, für ihre Arbeit zumindest dieses wenige Geld auch sicher zu bekommen. Den Kunden wurde durch die große Anzahl freier Mitarbeiter die Möglichkeit geboten, dass auch Großprojekte so in recht kurzer Zeit für recht wenig Geld erledigt werden konnten, vorausgesetzt, dass sie diesen freien Mitarbeitern auch halbwegs anständige Arbeitsbedingungen angeboten haben, denn die waren nicht dazu gezwungen, sich ausbeuten zu lassen.

Hier galt und gilt zum Teil auch heute noch immer noch die Idee der freien Marktwirtschaft, die auch beinhaltet, dass Kunden, die nur auf Ausbeutung bedacht sind, in so einem Portal keine Mitarbeiter finden werden, weil dort niemand gezwungen wird, sich ausbeuten zu lassen, der es nicht möchte.

Für die Texter in so einem Portal bedeutet das, ziemlich sicher bei etwas Fleiß einen regelmäßigen Nebenverdienst erarbeiten zu können. Das kommt dann einem festen Nebenjob nahe, der eine gewisse Sicherheit bietet.

Besonders gute Texter können mit Glück dort sogar mehr als einen Nebenverdienst erwirtschaften, aber das ist wiederum nur ein verschwindend geringer Prozentsatz, der besonders schwierige Kunden zufriedenzustellen vermag, die dann aber auch bereit sind, mehr zu bezahlen.

Dass die Menschen, die so ein Texterportal leiten, sich mit einem Prozentanteil am Verdienst für diese Tätigkeit bezahlen lassen, ist durchaus gerecht, denn sie tragen das eigentliche Unternehmerrisiko und sorgen für genug Arbeit. Normalerweise nehmen sie 30 %, was den Verdienst der einzelnen Texter, die an die Dumpinglöhne der Anzeigenportale gewöhnt sind, in keiner Weise schmälert.

Es ist logisch, dass auf dem aktuellen Arbeitsmarkt für die freien Mitarbeiter so eines Texterportals eine große Abhängigkeit entsteht, denn es gibt nicht viele Alternativen auf diesem Markt.

Dennoch gibt es auch hier Konkurrenz.

Jetzt kommt das Buhlen um Kunden zum Tragen.

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Kollegenorientierte und kundenorientierte Texterportale


Spätestens, wenn ein erstes Texterportal, dass kollegenorientiert anfängt zu arbeiten, Konkurrenz von einem zweiten bekommt, das beginnt, ihm Kunden wegzunehmen, kann der Druck entstehen, eher kundenorientiert als kollegenorientiert zu arbeiten.

Weitaus mehr kundenorientiert wird aber das Texterportal arbeiten müssen, das dem anderen seine bisher zufriedenen Kunden ausspannen möchte, um selbst auch etwas von diesem neu entstandenen Kuchen abzubekommen.

Es ist nämlich so, dass genauso wie die Fabrikanten durch die Nutzung von Arbeitern selbst gut verdienen konnten, während die Arbeiter wenig oder sogar weniger als früher verdienten, die Portale, die Crowdworking-Projekte anbieten, selbst sehr gut verdienen können, obwohl sie an einzelnen Aufträgen nur Cent-Beträge absahnen. Diese Cent-Beträge summieren sich aber. Das ist für die einzelnen Texter kein Verlust, aber für die Portale ein Riesengewinn, wenn es gut läuft.

Schlecht für die Crowdworker wird es aber dann, wenn ihre Abhängigkeit von so einem Portal ausgenutzt wird und sie vom freien Mitarbeiter, der zu zu viel Ausbeutung immer noch nein sagen kann, so zum einfach nur schlecht bezahlten Scheinselbständigen werden, der längst genauso wie der ausgenutzte Arbeiter in einer Fabrik zur Marionette und genau genommen zum unterbezahlten Angestellten geworden ist, was nur verschleiert wird.

Die Grenzen sind hier so schleichend, dass es nicht einfach ist zu bemerken, wann die Grenze der freien Mitarbei, die für alle ein Vorteil ist und die der Ausbeutung unter Ausnutzung der hohen Arbeitslosigkeit in Deutschland überschritten wird.

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Was ist kollegenorientierte freie Mitarbeit?


Wenn es um einen Zusammenschluss vieler Texter geht, die gemeinsam arbeiten, bietet ein gutes Portal diesen Kollegen die Möglichkeit an zu sehen, ob andere Kollegen mit einem Kunden bereits Probleme hatten oder nicht. Dieses Portal gibt seinen freien Mitarbeitern auch die Möglichkeit selbst zu entscheiden, wann sie einen bereits begonnen Auftrag abbrechen, weil der Kunde es mit seinen Wünschen übertreibt. Wenn das Portal richtig gut ist, besteht es unter Umständen sogar darauf, dass die freien Mitarbeiter bezahlt werden, wenn der Kunde ungerechtfertigte Wünsche an den Tag gelegt und die Kollegen versucht hat auszubeuten. Das ist keine einfache Aufgabe und wird vielleicht nicht immer klappen.

Dieses Portal wird aber unter keinen Umständen seine freien Mitarbeiter dafür bestrafen, dass sie sich dazu entschließen, bestimmte Kunden nicht zu bedienen, wenn es nicht klappt und sie deshalb auch nicht aus dem Portal ausschließen oder ihre Arbeitsbedingungen verschlechtern.

Ein gutes kollegenorientiertes Portal weiß auch, dass man sich beim Bearbeiten von Texten vertun und die Zeit unterschätzen kann, die die Bearbeitung dauert und gibt die Möglichkeit,einen angefangenen Text ein zweites Mal anzunehmen, um ihn fertig zu machen. Es bestraft seine Mitarbeiter auch nicht, wenn zu Hause der Computer spinnt, das Internet oder ein Server ausfällt, unerwartet das Telefon klingelt und einen Mitarbeiter aufhält oder spontan Besuch bei der Bearbeitung eines Auftrags stört. Es weiß, dann machen zigtausende Kollegen diesen Auftrag eben fertig und er bleibt dennoch nicht liegen, nur der Autor, der ihn doch nicht bearbeiten konnte, kriegt dann eben auch kein Geld, was dieser Kollege dann ja auch gar nicht beklagen wird, denn es lag ja nicht im Verschulden des Portals.

So zu handeln, ist kollegenfreundlich und kundenfreundlich zugleich, denn kein Kunde hat etwas davon, wenn ein Texter frustriert und vollkommen gestresst seine Arbeit erledigt. Dieser kreative Beruf verlangt nämlich eine entspannte Stimmung und gute Laune und kann bei Akkordarbeit nur zu schlechter Qualität führen.

Wenn so ein Portal Kunden an Land zieht, die nicht im voraus bezahlen, kann es unter Umständen seinen freien Mitarbeitern anbieten, gegen einen höheren Lohn auch solche Aufträge zu bearbeiten, aber mit dem Risiko, dann genauso wie das Portal selbst erst später bezahlt zu werden. Wenn das vorher offen gesagt wird, ist das durchaus fair. Es ist ja kein Autor gezwungen, in solchen Teams mitzumachen, weil es auch genug andere Aufträge gibt, die aber dann schlechter bezahlt werden, dafür aber wie gewohnt sofort.

Ich würde sagen, hier ist der Texter noch freier Mitarbeiter, der einfach davon profiziert, dass ein Portal die aktuelle Lage, dass Textaufträge generell schlecht bezahlt werden, so nutzt, allen dennoch einen Vorteil anzubieten, sich selbst, aber auch allen mitarbeitenden Textern.

In diesem Fall ist das kein Ausnutzen, keine Scheinselbständigkeit, sondern ein fairer Service.

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Was ist die Grenze zu kundenorientierter Scheinselbständigkeit? 

Die Grenze zu kundenorientierte Scheinselbständigkeit und Ausbeutung fängt da an, wo ein anderes Portal die Idee des ersten aufgreift und diesem Kunden ausspannt, aber nicht mehr die gleichen Bedingungen für die freien Mitarbeiter schafft wie vorher.

Mit etwas mehr Wortpreis, anderen Leistungsgruppierungen, der Möglichkeit, sich gleich mehr als einen Auftrag zu reservieren oder kürzeren Auszahlungsintervallen der Verdienste werden zunächst Texter angelockt und der Anschein erweckt, es würden bessere Arbeitsbedingungen für sie geschaffen.

In der Realität sieht es aber dann so aus, dass in diesem Portal nicht die Texter sehen, wie zufrieden andere Kollegen mit den Angeboten eines Kunden waren, sondern die Kunden öffentlich die Texter bewerten können.

Bricht ein Texter einen Auftrag ab, hat das für ihn böse Konsequenzen, denn macht er das mehrfach, darf er sich anders als andere Texter, die das nicht tun, sondern verbissen jeden noch so schwierigen Auftrag zu Ende führen, später nicht mehr genauso viele Aufträge reservieren wie seine Kollegen. Auch das ist öffentlich zu sehen.

Ob das die Qualität dieser kreativen Arbeit verbesser, sei allerdings dahin gestellt, aber das sei hier nur am Rande erwähnt.

Beim Support geht es nicht mehr darum, dass Texte dennoch bezahlt werden, auch wenn der Kunde wirklich ungerecht mit dem Texter umgegangen ist, sondern nur noh darum, ob der Abbruch eines Auftrags für den Texter Konsequenzen hat oder nicht oder ob eine wirklich ungerechte Kundenbewertung öffentlich zu sehen bleibt oder gelöscht wird.

Da kommt dann die prekäre Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt ins Spiel. Auch die Mitarbeit in Texterportalen ist hart umkämpft und Kollegen, die sich nicht erbarmungslos von Kunden ausbeuten lassen, können so schnell ihren freiberuflichen Job wieder verlieren.

Das ist in einem kollegenorientierten Texterportal vollkommen anders. Da nämlich finden Kunden, die zu sehr auf Ausbeutung der Freiberufler aus sind, sehr schnell keine Texter mehr, denn solche Aufträge muss dort niemand bearbeiten. Dort müssen die Kunden umdenken, wenn sie Wert darauf legen, dass ihre Aufträge auch erledigt werden.

Dennoch können faire Kunden in einem kollegenorientierten Texterportal erwarten, eher bessere Arbeit erhalten, und das aus dem einfachen Grund, dass sich dort kein Texter dazu gezwunten fühlt, auch Aufträge zu Ende zu führen, die ihm bei näherer Betrachtung gar nicht liegen.

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Welche Konsequenzen können freie Mitarbeiter daraus ziehen?


Es gibt viele Portale für Crowdworker, nicht nur solche für Texter, aber Jürgen und ich kennen uns nur mit der Arbeit von Textern gut aus.

Jeder Crowdworker ist ein hochspezialisierter Mitarbeiter und kann irgendeine Sache besonders gut.

Beim Texten heißt das, dass sicherlich nur wenige Mitarbeiter keinen besonders guten Schulabschluss, oft sogar eine akademische Ausbildung oder ganz spezielle Hobbys, Fähigkeiten oder Interessen haben, über die sie hochqualifiert und gut schreiben können.

Mit zunehmender Erfahrung haben diese freien Mitarbeiter auch viel Erfahrung mit speziellen Wünschen in Bezug auf das Layout von Texten und vielem mehr.

Was Suchmaschinenoptimierung ist und wie Keyword-Wünsche umzusetzen sind und viele andere sehr schnell wandelbare Dinge, die das Internet mit sich bringt, kennen diese Mitarbeiter mit zunehmender Erfahrung sehr genau.

Fast immer werden sie ja sehr langsam eingearbeitet, indem sie anfänglich nur sehr leicht zu bearbeitende Texte erledigen dürfen und erst nach längerer Zeit, wenn sie das gut machen, auch schwierigere Aufgaben zugewiesen bekommen.

Wer so spezialisiert ist, sollte sich seinen Stolz bewahren und wird es vermutlich auch tun, solange er die Möglichkeit dazu hat.

Auch in diesem Fall gibt es Gott sei Dank noch die Idee der freien Marktwirtschaft.

Ich würde meinen, dass die meisten Texter sehr intelligent sind und dann, wenn sie bemerken, dass sie ausgebeutet werden sollen statt den Schutz der Kollegengruppe zu erfahren, dort hin gehen, wo das noch anders ist.

Denn auch das regelt Gott sei Dank auch heute noch der freie Markt.

In diesem Sinne.

Ich kann denken und gehe davon aus, meine Kollegen können das auch und ein Portal, dass seine freien Mitarbeiter schlecht behandelt, wird früher oder später die Rechnung dafür präsentiert bekommen, und dann nutzt die beste Kundenorientierung nichts mehr, weil nicht mehr genug Mitarbeiter da sind, um große Kundenaufträge schnell genug abzuarbeiten oder die verbliebenen, die mit zusammen gebissenen Zähnen Texte bearbeiten, die sie lieber nicht gern zu Ende geführt hätten, werden die nicht optimal bearbeiten können.

Die Kollegen wandern immer dort hin, wo es für sie am besten ist, das weiß ich genau, und das ist auch gut so.

Aktuell sind mehr Aufträge als Kollegen da. Da war nicht immer so, aber ich hoffe, es bleibt so.

Es kann daran liegen, dass viele Studenten und auch andere Menschen heute etwas anderes machen, seit es in Deutchland jetzt einen Mindestlohn gibt und weil es sich auch dort wieder lohnt.

Insofern verlagert sich möglicherweise gerade für ältere Menschen mit einer guten Schul- und Ausbildung das Angebot auf dem Textermarkt.

So .. fertig mit philosiphieren.

LG Renate




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