Dienstag, 19. August 2014

Dabei kriegt man Pferde kaum auf ein Foto

Pferdefotos, die schwierig zu machen sind


Beim Frühstück habe ich mich aufgrund der Überlegung, unsere beiden Stuten doch zunächst, wenn sie nicht unter Aufsicht sind, von den beiden Wallachen zu trennen und deshalb den Auslauf zu teilen, mit Jürgen auch über Pferdefotos unterhalten, die mir bisher kaum oder sogar nie gelungen sind.

Und das sind Pferdefotos von schlafenden Pferden oder noch schwieriger, Pferden beim Sex.

Seit ich meine Pferde nicht mehr unmittelbar hinterm Haus stehen habe und sie aus dem Wohnzimmerfenster stundenlang beobachten kann, ist es mir nie wieder gelungen, schlafende Pferde zu fotografieren.

Und selbst in Depenau habe ich nur Fotos von unseren schlafenden Pferden machen können,wenn die draußen in der Sonne lagen und ich mich mehr als vorsichtig an sie angepirscht habe, denn wenn Pferde merken, dass ein Mensch kommt, stehen sie sofort auf. Pferde haben nämlich einen extrem leichten Schlaf.

Wenn ich erzähle, dass ich sehr selten nachts, wenn ich meine Kinder vom Tanzen oder von Partys abgeholt habe, und das in der Zeit von ca. Mitternacht bis morgens um 3 passierte, habe sehen können, wie Nixe und Chiwa im Offenstall mit den Köpfen auf Renos Bauch lagen, dann kann ich Euch das gar nicht auf einem Beweisfoto zeigen, denn so schnell, wie Pferde aufstehen, wenn ein Mensch den Kopf um die Ecke ihres Stalls steckt, kann man gar nicht auf den Auslöser drücken.

Genauso wenig kann ich Euch auf Fotos zeigen, wie ungeschickt sich Reno immer bei seinen Deckversuchen bei Nixe und Chiwa angestellt hat, obwohl wir das schon beobachtet haben und uns darüber oft schief gelacht, weil er voller Begeisterung von vorn, von der Seite und sonstwie probiert hat, auf seine Stuten zu springen, ohne soweit wir das gesehen haben, auch nur einmal den richtigen Ansatz zu finden. Besonders Nixe war deshalb oft richtig grantig. Sie hat extra den Schweif an die Seite gelegt, aber Reno hat es nicht begriffen. Dann schaute sie zuweilen fast zornig, weil ihr Männchen sich so ungeschickt angestellt hat.

Besonders schade ist es darum, dass auch meine Tochter Esther natürlich ohne Fotoapparat oder knipsbereites Handy raus kam und sah, wie der kleine Sunny auf ihre Filia geklettert war, um sie zu decken, als sie rosste. Alle vier Hufe in der Luft, weil er ja ein Shetty-Mix ist und insofern viel kleiner als Filia, die ungefähr die Größe von Chiwa hat. Wir hatten uns vorher oft gewundert, warum Filia so viele Kratzspuren an den Hinterbeinen hatte und da teilweise sogar Fell fehlte. Danach war uns klar, Sunny klettert regelrecht an ihr hoch, wenn sie rossig ist und hängt dann, wenn er dabei ist, wirklich vollkommen in der Luft. Dennoch wurde er dabei nur dieses eine Mal auch beobachtet und nicht fotografiert, weil Pferde sofort, wenn der Mensch kommt, mit solchen Aktivitäten aufhören.

Das war auch bei Renos Deckversuchen immer so, den ich nie dabei vor die Linse bekommen habe, obwohl ich ihn häufig aus dem Fenster dabei beoachtet habe.

Seit unsere Pferde irgendwo in Pension stehen und selbst auf den eigenen Pachtweiden, die nicht unmittelbar hinter meinem Haus lagen, wo Pferde dann ja hören, wenn man kommt, habe ich nie wieder auch nur schlafende Pferde fotografieren können und auch nicht mehr gesehen, wenn unsere Männchen, obwohl sie Wallache sind, ihren ja durchaus doch noch vorhandenen Trieben nachgehen, zumal Stuten, die rossen, sie ja dann auch animieren.

Jetzt fanden wir oft kleberige Spuren auf Chiwa und Prima und vermuten, sie haben mit dem kleinen Aron zuweilen heftig angebandelt und er wird auch reagiert haben. Das tut sicher auch Chiwa, die ja aufgrund ihre noch nicht gesunden Hufe eigentlich kein Gewicht tragen sollte, was aber auch bei missglückten Decksprüngen von sonstwo, wie es Reno immer tat, recht schwer werden kann.

Zu schwer wird es bei einem Gewichtsunterschied von mindestens 500 kg und mehr von Pferd zu Pferd.

Schon vorgestern wirkte Chiwa mehr als müde und gestern so kaputt, dass wir sie in die Box gesperrt haben.

Auch wenn ich eine gemischte Gruppe toll fände, wo ich sicher wäre, dass nicht ein Pferd von mindetens 800 oder gar 1000 kg Gewicht mein Pony in Welsh-B-Größe bespringt, ich bin mir nicht sicher und nichtmal mehr sicher, ob nicht sogar in ihrem Zustand auch der andere kleine Wallach nicht schon zu viel für sie wäre. Jürgen reitet sie ja momentan aufgrund ihrer Hufe auch nicht und der ist sicherlich leichter.

Ist schade, aber in der nächsten Zeit wird es genügen müssen, dass die vier ab und zu unter Aufsicht miteinander spielen, einfach weil Pferde sich bei bestimmten Sachen nunmal nicht leicht beobachten lassen, wenn man nicht gerade neben der Weide seit Zelt aufschlägt und tagelang zuschaut, so dass sie einen kaum noch wahrnehmen.

LG
Renate

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