Donnerstag, 23. August 2012

 Eigene Pferde - Unsere stolzen Freunde - Teil 18

 Reiten mit Jürgen und meiner eigenen Tochter als Reitlehrerin, einfach herrlich!


Lange Zeit durfte ich zwar meine eigenen Pferde auf Hof Altmühlen genauso wie meine Tochter und meinen Enkel Raphael besuchen .. unter der Voraussetzung, dass ich dem Jungen weder erzählen durfte, wer sein richtiger Vater ist und auch nicht, weshalb ich niemals den Garten von Oma Lise betrat (sein Vater musste ihm übrigens erzählen, er sei ein Freund, sonst hätte er ihn auch nicht besuchen dürfen .. ich denke, mein Schwiegersohn liebt derlei sadistische Spiele, das gibt ihm ein Gefühl von Macht, das er aus für mich unerfindlichen in meinen Augen im pervensen Bereich liegenden Gründen zu brauchen scheint) ... aber ich hatte lange nicht die Erlaubnis, meine dicke Nixe dort auch zu reiten. Was tut man nicht alles als Mutter und Oma, um in irgendeiner Form die Familie zusammenzuhalten ... auch kriechen, wenn es noch Sinn macht. Kriechen hat mir langfristig nicht weiter geholfen ... deshalb habe ich mich entschlossen, erbarmungslos die Wahrheit zu erzählen.

Die sah dann im Sommer 2007 so erfreulich aus, dass meine Tochter Esther die Idee hatte, mir zu meinem Geburtstag am 5. Juli 2007 einige Reitstunden auf Nixe und Reno für mich und Jürgen zu schenken.

Was war ich glücklich darüber, das könnt Ihr Euch sicher kaum vorstellen.
Zunächst einmal haben wir zu Hause in Nettelsee ein bisschen gefeiert, bevor es dann los ging zur ersten Reitstunde mit Jürgen zusammen.


Marius, mein Jüngster, hatte sich angeboten, uns beim Reiten zu filmen und Hansi,mein Ex und seine damalige Freundin Katrin wollten Fotos von uns machen, kamen also mit zum Stall, als Jürgen und ich dann gemeinsam geritten sind.
Das war toll. Jürgen hatte zu dem Zeitpunkt seit mehr als 30 Jahren auf keinem Pferd mehr gesessen und bei mir waren es auch über 4 Jahre her, denn seit mir damals im Frühling 2003 Esther unsere Nixe von der Weide in Wellsee einfach zu Jans Oma Lise gebracht hatte, ja gegen meinen Willen, war ich nicht mehr geritten.
Es ist und bleibt eine schöne Erinnerung, auch wenn heute zum Beispiel die Situation so aussieht, dass ich Nixe heute mit Fresskorb grasen sah und Reno gar nicht und nur hoffen kann, dass er auch noch da ist, denn es würde mir ja nicht einmal jemand sagen, wenn eines meiner Pferde nicht mehr lebt. Ich würde Nixe auch nie mit Fresskorb laufen lassen, aber ich habe ja nichts mehr zu sagen bei meinen eigenen Pferden, weil ich früher so dumm war, es für vollkommen unwichtig zu halten, dass ich die Quittungen darüber aufhebe, dass ich die Tiere bezahlt habe. Und Papiere haben sie nunmal keine.
Wer rechnet schon mit sowas, wenn die Kinder noch jünger sind, zu Hause leben und eine Familie intakt zu sein scheint .. was sie ja nicht gewesen sein kann, aber zumindest habe ich mir das mal eingebildet, als ich die Pferde für unsere Familie kaufte.

Raphael hatte damals begonnen, immer besonders schön mit Katrins Sohn Karim zu spielen.
Hier spielen sie in der Reithalle.

Jürgen ritt bei dieser ersten Reitstunde nicht Reno, sondern Esthers Max. Das hatte den Grund, dass Reno damals vorübergehend Hufeisen bekommen hatte. Die hat er allerdings nicht lange gehabt, weil er sie ständig verlor und an diesem Tag hatte Reno auch ein Hufeisen verloren. Heute laufen soweit ich weiß bei Esther wieder alle Pferde barhuf genauso wie es unsere Pferde tun.
Katrin hat an dem Tag ganz vorsichtig begonnen, den ersten Kontakt zu Pferden aufzunehmen, war noch sehr ängstlich. Später sollte sie sich über beide Ohren in Esthers Reitschulstute Filia verlieben. Genau genommen war Katrin eine nette Frau. Ich vermute, es wäre nicht richtig, ihr irgendeine Schuld daran zu geben, dass sie ein Verhältnis mit meinem Ex-Mann hatte, als er als Anleiter und sie als 1-Euro-Jobberin bei der DAA in Kiel waren. Wer weiß, was er ihr erzählt hat. Ich habe später erfahren, was er ihrer Nachfolgerin über sie erzählt hat, das waren Dinge, die ich niemals glaube, dazu kenne ich meinen Ex-Mann viel zu gut. Er hat sie sehr schlecht gemacht und ihr Sachen unterstellt, die garantiert nicht wahr sind.




Jürgen ist früher auf dem Pferd seiner Freundin auf der Insel Langeoog .. der Wallach hieß Hitzar .. nicht western geritten, Jürgen ist allerdings sehr sportlich, ist ja nebst Kajak sogar Wildwasser gefahren und auch mit Hitzar als junger Mann im gestreckten Galopp den Strand von Langeoog entlang geritten und auch dort eine Kutsche mit zwei Kaltblütern gefahren, was sein Schülerjob in seiner Internatszeit auf Langeoog war.

Westernreiten war also neu für ihn, also gab es erstmal viel Erklärung von Esther. Was mir dabei auffiel war, dass sie doch sehr profihaft geworden war und bei ihren Kursen viel dazu gelernt hatte.





Ich ritt barfuß, weil ich in der Aufregung vergessen hatte, mir feste Schuhe einzupacken und in Latschen gekommen war. Ich kriegte sehr schnell wieder ein Gefühl dafür, wie Nixe zu reiten war .. war so schön auf meiner Dicken. Und Jürgen ritt in der ersten Stunde auf Max sogar schon ein paar Runden Galopp und Esther hat ihn sehr gelobt und er sich total darüber gefreut, dass meine Tochter fand, er macht das gut. Und ich freute mich darüber, dass es in meinen Augen den Anschein hatte, dass meine Kinder Jürgen akzeptieren und sich alles zum Guten wenden würde. So kann man sich leider täuschen, aber damals empfand ich das eben so.


Hier sieht man Jürgen im Galopp und wie er sich gerade darüber freut.
Die nächsten Bilder zeigen mich bei meinem unsportlichen Abstieg. Esther meinte, ich soll mit den Füßen zuerst vom Pferd springen. Ich dachte gleich, das kann ich nicht, konnte ich auch nicht und landete unsanft auf meinem Hinterteil.
Marius filmte das und hatte die Idee, dass Jürgen es ins Internet stellen sollte, was Jürgen auch tat. Unser erstes Video bei Clipfish hieß deshalb Platsch, weil es mich halt zeigte, wie ich beim Absteigen vom Pferd falle.
Es war definitiv mein Video, ja extra für mich zu meinem Geburtstag gemacht worden.
Später ließ es ständig jemand löschen, auch andere Videos von Jürgen und mir. Wir dachten lange, das wären mein Ex, Katrin oder mein Schwiegersohn gewesen, aber die waren das nicht .. es war jemand ganz anderes, was ich erst im vorigen Jahr zufällig raus fand .. aber das verrate ich erst dann, wenn ich an dieser Stelle meiner Pferdegeschichte angekommen bin, wer es wirklich war.
Es gibt wirklich kaum etwas Gemeineres als eine hinterhältige Person, die hoch intelligent ist und nach vorn freundlich tut, während sie einem die gesamte Familie auf den Hals hetzt und von der man nicht einmal weiß, warum sie das gemacht hat. Aber man trifft sich immer zweimal im Leben und uns beiden steht das zweite Treffen erst noch bevor.
Aber nun erstmal weiter, nicht mit dem Video, sondern hier zunächst den Fotos von meinem Abstieg, den meine Familie halt Platsch nannte .. wohl zu recht.
Danach traute sich dann Katrin auf Max, mein Ex hatte sie überredet, es doch zu versuchen. Katrin war sportlicher als sie selbst sicher dachte.
Ich weiß nicht mehr genau, wie viele Reitstunden Jürgen und ich zu meinem Geburtstag geschenkt bekommen hatten. Genommen haben wir nur drei, und die nächsten beiden waren dann auf Nixe und Reno. Es war so schön, gemeinsam mit Jürgen auf meinen eigenen Pferden zu reiten, die ich meiner Tochter für ihre Reitschule natürlich gern gegönnt habe, aber doch nicht so, dass man mir später verbieten würde, meine eigenen Familienpferde überhaupt besuchen zu dürfen und sie dann auch noch hinter meinem Rücken, als ich in großer Not war, eiskalt zu verkaufen, genau wissend, dass ich kein Geld für einen Anwalt habe, um mich dagegen zur Wehr zu setzen.
Ich habe davon nur wenig Bilder, leider. Ich habe ja auch nicht gewusst, dass plötzlich alles mit so entsetzlich viel Hass und Hinterhältigkeit zerstört würde, was wir gerade begonnen hatten aufzubauen.
Ich hätte meinem Mann und Katrin gegönnt, glücklicher zu werden als wir beide es waren, denn wir haben nie zusammen gepasst und hätte mir gewünscht, dass meine Familie auch Jürgen und mir das gleiche gönnt und vor allen Dingen, dass wir eine Familie bleiben und sogar Vanessa und die Kinder wieder hätten integrieren können. Leider sollte es nicht so sein. Am Tag vor unserer geplanten 4. Reitstunde klingelte dann das Telefon .. aber das erzähle ich Euch dann an der Stelle, wo es hingehört und auch, wovon dieser Anruf, der alles zerstörte, handelte. Nun nur noch die Bilder von Jürgen und mir beim Reiten mit Nixe und Reno.

Eine Erinnerung, die mir immer im Gedächtnis und im Herzen haften bleiben wird, als etwas, das einfach schön war und wo ich unendlich glücklich gewesen bin.
Und ich glaube, meine kleine Tochter war das damals auch, das möchte ich dazu sagen.


Tja .. wir verbrachten damals eine insgesamt recht unbeschwerte Zeit. Ich war damit einverstanden, dass mein Ex mir statt 600 Euro Unterhalt, der mir zustand, nur 400 bezahlte, lebte ja dann auch schon mit Jürgen zusammen und hatte meinen Nebenjob in der Gärtnerei gegenüber Esthers Reiterhof. Eine meiner damaligen Kolleginnen sollte Nixe bei Esthers erster offizieller Reitershow reiten und ich habe mich oft mit ihr unterhalten. Es ist aber nicht sie, die Nixe gekauft hat und nun mit ihr das erste Westernturnier, von dem ich weiß, geritten ist. Schade. Wir beide haben uns damals als Kollegen gut verstanden.
Chiwa hatte einen leichten Reheschub und Esther begann damals, vorsichtig auf Prima zu reiten, was sich aber als schwierig erwies, das habe ich gesehen.
Ich freute mich sehr auf diese Show von meiner Tochter, die Anfang September 2007 stattfinden sollte und Jürgen auch. Wir beide meinten wer weiß, vielleicht können wir ja nächstes Jahr auch was machen und dabei sein .. wäre toll gewesen, aber nun ja. Es hat nicht sollen sein.
Was uns allerdings während Chiwas Hufreheschub bei Esther auffiel war, dass mein Ex und mein Schwiegersohn begannen, uns irgendwie böse anzuschauen, wenn wir da waren, aber wir hatten keine Ahnung warum. Wir wissen das genau genommen auch bis heute nicht genau, wir haben nur deren Blicke beobachtet und damals ging ich davon aus, es hätte was damit zu tun, dass mein Ex mir ab September keinen Unterhalt mehr zahlen wollte oder konnte ... heute vermute ich da ganz andere Gründe.

Dazu aber später .. nun nur noch ein paar Fotos von der ganzen Herde im Sommer 2007.
Mehr demnächst, denn noch freuten wir uns einfach wie die Kinder auf die erste Reitershow in Esthers Stall und darüber, dass wir so ein wundervolles gemeinsames Hobby hatten.

LG
Renate

Link zu Teil 17 .. und von da kommt Ihr auch zurück bis zu Teil 1

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