Samstag, 3. Oktober 2015

25 Jahre mit den Ossis

Ich war dafür, obwohl ich wusste, was auf uns zukommt


An dem Tag, als Deutschland wieder ein gemeinsames Land wurde, dem 3.10.1990, war ich mit meiner Familie gerade umgezogen, und zwar am 1.10.1990 in das alte Arbeiterhaus in dem kleinen Dorf Depenau, das Ihr rechts auf dem Foto seht.

Ich ging damals zur Schule und machte das Abitur nach. Das war besser als nichts zu tun, denn die von mir gewünschte Teilzeitbeschäftigung, die sich gut mit meinem Haushalt, vier Kindern und einer inzwischen dementen Mutter vertragen hätte, fand ich schon mit 35 in diesem Staat nicht mehr.

Mein Ex machte eine Umschulung zum Tischler über das Arbeitsamt, die nicht ganz so schlecht war wie die heutigen Weiterbildungsmaßnahmen der Jobcenter, aber taugen tat sie dennoch schon damals auch nichts und war von der Qualität her nicht mit einer echten Lehre zu vergleichen.

Will sagen .. Deutschland ging den Bach runter, als die Wende kam. Das betraf nicht nur Ostdeutschland, sondern auch Westdeutschland, auch wenn man es nicht damit vergleichen kann, was wir jetzt alle erleben müssen, wo Deutschland die Talsohle dieser damals erst beginnenden Talfahrt sicherlich schon erreicht hat und wir im Flusbett zu ersaufen drohen.

Mein jüngster Sohn, weiter oben mit seinem Vater zu sehen, wirft mir heute noch vor, warum wir den Kindern das Leben in der Wildnis dieses Kaffs zugemutet hätten, und freut sich, in Kiel zu leben .. ob er das noch lange tun wird, weiß ich nicht, denn ich glaube, auf dem Land werden wir von der aktuellen Flüchtlingswelle anders als die Großstädter noch nicht ganz so krass tangiert.

Mein Großer ... oben ... und die beiden Töchter ... rechts mit meiner Mutter fanden das Dorfleben wiederum gut.
Anders als im vorher noch großen Einfamilienhaus, das wir davor in Preetz gemietet hatten, lebten wir nun beengt und absolut primitiv mit Holzheizung und Warmwasserboiler und morgens einer eiskalten Wohnung mitten in der Pampa, aber das noch zu einem bezahlbaren Mietpreis, denn den davor hatten wir uns nicht mehr leisten können.

Deutschland ging wie gesagt nach der ersten Ölkrise komplett den Bach runter, als die Ossis begeistert davon waren, nun mit uns zusammen im goldenen Westen in Saus und Braus leben zu wollen.

Ich hatte Verandte in der Ex-DDR, zu denen wir immer einen regen Kontakt gehalten hatten. Hatten wir sie doch mit ständigen Paketen mit West-Luxus-Gütern versorgt, auch immer viel mit rüber gebracht, wenn wir sie besuchen gingen oder mitgegeben, wenn uns Opas Schwester, die als Rentnerin schon rüber durfte, alle vier Jahre besuchen gekommen war .. jedenfalls meistens, wenn Tante Grete denn auch gewählt hatte. Sie wählte nicht immer und durfte dann zur Strafe nicht ausreisen. Tante Grete sagte, wozu soll sie wählen, es gäbe drüben doch keine Wahl .. nur die eine Partei, wählen zu gehen sei doch reiner Humbug und Volksverdummung .. deshalb wählte sie manchmal nicht und durfte dann nicht kommen.
Obwohl wir einen so regen Kontakt nach Ost-Berlin hatten, begriffen unsere Leute drüben nicht ansatzweise, dass der vermeintlich so goldene Westen alles andere als golden war und das Leben bei uns schwerer, als sie sich das drüben vorstellten. Wir haben es ihnen erzählt und sie sprachen auch unsere Sprache.

Begriffen, was der Westen wirklich ist, was Kapitalismus ist, das haben sie erst einige Jahre nach der Wende und dann auch entsprechend geflucht wie die meistens Ossis. Jürgen erzählt genau das gleiche von seinen Ost-Kontakten, die auch nicht in der Lage gewesen sind wirklich zuzuhören, wenn man ihnen hat sagen wollen, auch bei uns kann man sich nicht alles kaufen, was in den Schaufenstern steht. Die Ossis wollten einfach an eine golgende Zukunft glauben und davon konnte sie damals keiner abhalten.
In der Schule hatte ich einen Philosophielehrer, der CDU-Mitglied war. Der hatte wie ich auch Verwandte in der Ex-DDR und war dafür, dass wir die Ossis aufnehmen. Obwohl ich nie im Leben CDU gewählt habe, war ich auch dafür. Die SPD und so wage ich mich zu erinnern auch FDP waren dagegen, dass wir unsere eigenen Landsleute aufnehmen, weil sie Angst wegen der wirtschaftlichen Katastrophe hatten. Nun ja .. Helmut Kohl hatte die nicht.

Ich ja .. aber ich war trotzdem dafür. Ich habe damals wie viele andere Deutsche auch gesagt, wir nehmen so viele fremde Asylanten hier auf, und jetzt wollen ausgerechnet die eher linken Parteien (Wessi-Linke gab es damals ja noch nicht und die Grünen waren eher noch Außenseiter ohne Einfluss) unsere eigenen Landsleute in der Not im Stich lassen. Das finde ich nicht richtig, wir sollten doch bitteschön erstmal unserem eigenen Volk helfen.

Ich fand den Spruch gut, der damals die Runde machte und von drüben kam:

"Wir sind das Volk."

Ich hoffte auch ein bisschen, dass die Ossis, die ja den Sozialismus kannten, wenn sie den Kapitalismus in seiner ganzen Schönheit kennenlernen würden, uns helfen würden, dem endlich den Garaus zu machen und dass Deutschland etwas sozialer und gerechter würde, wenn sie erstmal auf dem Teppich der Tatsachen angekommen wären.

Na ja ... es ging ziemlich schnell, bis unsere Wirtschaft nach der vormals in Wessiland noch langsamen Talfahrt dann durch die Zusammenführung mit unseren Brüdern und Schwestern aus Ossiland rasant den Bach runter ging.

Das setzte sich bis heute fort und viel tiefer kann es eigentlich nicht mehr gehen.

Ich habe unglaublich kämpfen müssen, um mit unseren vier Kindern, einem Ex-Mann, der nicht zu den erfolgreichsten und stetigsten in Sachen Arbeit gehörte, da aus einem schwierigen Elternhaus stammend, einer Mutter, die durch den Krieg psychisch gestört und auf mich angewiesen war und unseren Haustieren, die ich den Mädchen zuliebe alle auf dem Dorf angeschafft habe, irgendwie über die Runden zu kommen.
Ich habe dabei etwas verloren, was ich in jungen Jahren noch hatte, und zwar den Glauben an die Gerechtigkeit in unserem Staat oder daran, dass Politiker wirklich für das Volk da sind.

Der Spruch der Ossis gefällt mir auch immer noch.

"Wir sind das Volk."

Das hat was, gerade heute, wo uns nach Hartz IV, der so rasanten Einführung von Leiharbeit durch Druck und immer mehr Druck seitens der Jobcenter, dem kompletten Unterlaufen aller Gesetze in diesem Staat bis hin zum Grundgesetz und zunehmender Armut, nur das noch hilft.


Nur wenn die Menschen in Deutschland sich klar machen, dass sie gegen eine Regierung, die nur auf Profit für die Reichen aus ist, zusammenhalten müssen und auch mal sagen, es reicht jetzt, jetzt ist zuerst einmal das deutsche Volk dran, dem auch geholfen werden muss, gemeinsam aufstehen sollten und noch einmal sagen:

"Wir sind das Volk."

Nur dann hat dieses Land noch den Hauch einer Chance zu überleben, bevor wir wie früher unsere Leute nach dem 2. Weltkrieg aus diesem Land selbst wieder auf die Flucht gehen müssen, weil es hier nicht mehr geht.

Was wir dennoch nicht brauchen, ist eine 2. DDR, denn eins war gut an Wessiland und ist es auch heute noch .. das ist unsere Freiheit.

Und diese Freiheit, die durch Hartz IV schon genug untergraben worden ist, die wir mal hatten, um die sollten wir kämpfen, die Ossis und die Wessis gemeinsam.

Und dafür brauchen wir ganz sicher eines nicht, die Naivität unserer Ossi-Regierungschefin Angela Merkel, die glaubt, dass Deutsche in Deutschland noch frei wären, wenn wir eine muslemische Mehrheit in diesem Staat hätten.




Mit das Schlimmste, was uns die Ossis nämlich in diesen 25 Jahren beschert haben, war nicht Helmut Kohl, der durchaus mit vielem damals Recht hatte, auch wenn er mit andern Entscheidungen dann große Fehler gemacht hat, Ossiland betreffend, wo man hätte anders vorgehen sollen, um deren Wirtschaft nicht sofort komplett in die Grütze zu hauen .. sondern das war Angela Merkel, unsere Ossi-Kanzlerin, die endlich begreifen sollte, dass sie einen Regierungsauftrag bekommen hat, nämlich den, sich erstmal um ihr eigenes Volk zu kümmern, das schon seit mehr als 10 Jahren millionenfach fast am Verhungern ist.

Komm runter von Wolke 7, Angie, mach endlich die Augen auf und sieh Dir an, wo wirklich Not herrscht, nämlich in Deinem eigenen Land.

Da kannst Du mehr helfen, als Dir lieb ist, wenn Dir helfen doch so wichtig ist.

Die Fotos zur Untermalung dieses Appells stammem übrigens alle aus der Zeit kurz nach der Zusammenführung von Ost- und Westdeutschland, also den frühen 90iger Jahren.

LG Renate

Freitag, 2. Oktober 2015

Überbackene Pilzschnitten

Echt lecker und nicht schwer zu machen


Vorgestern hatte ich mal wieder eine neue Idee, was wir essen könnten. Es war nicht sehr teuer, schnell zu kochen und schmeckte sehr gut. Genau aufgeschrieben habe ich es im Koch-Blog:

http://hartzivrezeptegesundheitstipps.blogspot.de/2015/10/pilz-brote.html 


Guten Appetit
Renate

So kann man auch die KdU kürzen

Raffinierte Idee des Bundessozialgerichts


Das Bundessozialgericht hat sich was ganz Raffiniertes ausgedacht, um wieder mal noch mehr an den ALG-II-Empfängern zu sparen, und zwar wieder an den Kosten der Unterkunft.

Na ja .. irgendwoher muss Mutti Merkel die Kohle für die vielen Flüchtlinge ja her nehmen, auch die, die eigentlich gar kein Recht auf Asyl kriegen werden und nun unkontrolliert täglich zu Tausenden hier über die Grenzen kommen und sich dann nichtmal registrieren lassen .. und wie unser Innenminister gesagt hat, wiederum genug Geld haben, um im Taxi quer durch die Republik zu heizen, was kein Harzer sich jemals leisten könnte .. nun ja .... auch die Mutti der Nation wird inzwischen kapiert haben, was Sache ist .. mir war das bereits klar, als die Kieler Asylanten nicht auf dem Nordmarksportfeld geblieben sind, sondern wie eine Herde wild gewordener Büffel ab über die dänische Grenze weiter gerannt sind und die Grenzer dort einfach umgenietet haben.

Und den Ungarn war es halt schon vorher klar, aber auf die hat unsere deutsche Mutti Merkel ja nicht hören wollen.

Na ja ... die neueste Masche ist nun, dass die Nebenkostennachzahlungen nur noch so lange bezahlt werden, wie man auch in einer Wohnung wohnt .. zieht man um, Pustekuchen, was da vom ehemaligen Vermieter noch kommt, wird nicht mehr übernommen, hat das Bundessozialgericht beschlossen .. kriegt man allerdings von dem was wieder, dann ist das klar Einkommen . kennt man ja.

Den genauen Link zu dem Link, wo ich es her habe und das Aktenzeichen des Urteils findet Ihr im unten aufgeführten Link unseres Armuts-Blogs.


LG Renate

Arbeitsmarktrente und Bedarfsgemeinschaft

Diese Rente brächte Jürgen und mir nur Nachteile


Ich muss sagen, dass ich ziemlich schockiert über die mangelnde Kompetenz der Rentenversicherung Nord bin und deren Art, auf bloße Fragen bei ihrer Info-mail-Aresse und auch auf bloße Fragen in ihrem Info-Callcenter zu reagieren.

Ich fand eher per Zufall eine Info-Ecke der Rentenversicherung und habe nur mal per mail gefragt, ob mir durch dieses Attest des Amtsarztes, dass ich nicht mehr als höchstens 3 - 4 Stunden arbeiten, und das auch nur im Wechsel von Stehen, Sitzen und Laufen und ohne Treppensteigen oder schwer Heben usw., darf, eigentlich eine Rente zustehen könnte.

Daraufhin haben die mir gleich einen Besuchstermin zum Rente beantragen mit einem Riesenberg Papierkram zugeschickt.

Ich hab da dann zuerst hin geschrieben und dann auch angerufen und kriegte die Auskunft am Telefon, ich könnte mich nur verbessern, ich hätte als Rentnerin ja viel mehr Freibeträge als in einer Bedarfsgemeinschaft.

Nun bin ich ja eher vorsichtig und hab nochmal die Leistungsabteilung des Jobcenters angerufen, bevor ich da einen Fehler mache.

Es würde sich für mich nur eins ändern .. jetzt gar nichts, denn die Rente wird voll verrechnet und mehr Freibetrag hätte ich gar nicht, weil der Überhang ja von Jürgens Bedarf abgezogen wird .. und später dass ich weniger Altersrente kriege.

Ganz ehrlich, die Maus vom Jobcenter war die Kompetenteste von allen ... man merkt, die hat Ahnung von Buchhaltung und weiß genau, wie wo was eingetragen wird und wie das dann übern Computer verrechnet wird.

Genauso habe ich das vorher auch schon über das Formular angenommen, das man ja im Internet findet, war nur unsicher, ob ich da denn nun noch rein gehöre oder nicht, weil ein Freund von Jürgen ... dem werden sie bei der Rentenstelle den gleichen Blödsinn erzählt haben, was ich absolut verantwortungslos finde, da sie Menschen so doch nur durcheinander bringen und ihnen dadurch Probleme entstehen können .. also dieser Freund meinte, ihm hätte man gesagt, seine Frau sei nun beim Jobcenter alleine, er würde nicht mehr dazu gehören und sei raus.

Das ist aber Unsinn .. nur weil man Rentner ist, ist man nicht raus .. kann nur sein, wenn man keinen Überhang hat, dass man den Partner nicht unterstützen muss.

Ich habe aber einen Überhang, schon bei der Rente und jobben tu ich ja auch noch, also wird das bei Jürgen wieder abgezogen genauso wie ich dachte.

Hab im Privatblog noch etwas mehr gemeckert. Link ist unten.


LG Renate

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Essbare und absolut ekelhafte Wurmkuren

Geschmacksvergleich bei Wurmkuren


Ich habe im Pferde-Blog mal etwas ausführliche über erste Erfahrungen mit Wurmkuren geredet. Ich werde sicher auch noch weitere Erfahrungen dieser Art aufschreiben, denn ich finde, dass Firmen, die für Pferde Medikamente entwickeln, die sie fressen müssen, auch mal ausprobieren sollten, ob ihr Zeug nicht so eklig ist, dass es kaum möglich ist, es einem Pferd reinzuquälen.

Ich mache hier deshalb bzw. drüben im Pferdeblog gezielt Antiwerbung bei manchen Wurmkuren und lobe andere, die man ohne große Probleme mit Trick 17 ins Pferd kriegt, denn mehr erwarte ich eigentlich gar nicht.


Wer als Produzent von Pferde-Medikamenten denken kann, braucht nämlich vor Antiwerbung keine Angst haben.


LG Renate

Schleichende Hufrehe durch falsche Hufberbeitung

Claudia Nehls spricht mir aus der Seele

Mit jeder neuen Erfahrung von falscher Hufbearbeitung kriege ich einen Zuwachs an der Meinung, dass so mancher angebliche Hufreheschub genau genommen keiner ist, sondern einfach nur chronische Fühligkeit und Hufgeschwüre durch falsche Hufbearbeitung und dass die Zunahme der diagnostizierten Hufrehefälle in der letzten Zeit möglicherweise damit zusammenhängen, dass früher noch die meisten Schmiede völlig normal nach althergebrachten Methoden gearbeitet haben, während sich heute eine neue Hufschule nach der anderen daran macht, auch für die jungen Schmiede alles komplett durcheinander zu bringen und für Verwirrung zu sorgen.

Nun kommentierte neulich Claudia Nehls bei mir im Hufrehe-Blog und stellte ihre neue Seite über den Huf als Hauptaugenmerk bei Hufrehe vor .. ich war da mal lesen und muss sagen, Claudia Nehls spricht mir aus der Seele.

Lest mal hier bitte rein. Da habe ich viel darüber geschrieben und auch die Sachen von Claudia Nehls verlinkt.


LG Renate

Mittwoch, 30. September 2015

Einfluss der Flüchtlingswelle auf das Oktoberfest

Das Fundstück des Tages .. haut mich grad von den Socken


Ich suchte eigentlich was anderes, weil mir eine Freundin aus München erzählte, dass das Oktoberfest aufgrund der Flüchtlingswelle mit erheblichen Umsatzeinbußen rechnet, weil viele Menschen, die sonst kommen, wohl nicht gekommen sind.

Aber gefunden habe ich, dass ein Muslim eine Online-Petition am Laufen hat, das Oktoberfest verbieten zu lassen, weil die Deutschen da Alkohol trinken und halbnackt rumlaufen würden. Das können die Muslime aber nicht länger dulden .. und es sei auch viel zu brüskierend für die neuen Flüchtlinge, die das in München nun miterleben und aufgrund ihres Glaubens nicht ertragen könnten.

Das haut doch glatt dem Fass den Boden aus.

Hier ist der Link .. ist von Focus .. also einem seriösen Blatt.


LG Renate