Montag, 10. Juni 2013

Kleine Zwischenmahlzeit


Wir haben im Sommer immer so früh die Sonne auf dem Schlafzimmerfenster. Deshalb haben wir um diese Jahreszeit unsere Gewohnheiten etwas umgestellt ... stehen halb sieben auf, arbeiten bis gegen Mittag, essen eine Kleinigkeit, fahren dann in den Stall und versorgen die Pferde, schlafen dann nochmal ein Stündchen, essen dann erneut eine Kleinigkeit, arbeiten wieder eine Weile und gehen dann mit Boomer nochmal los und ich schwimme dann auch eine Runde ... dann koche ich relativ spät, arbeite noch wieder eine Weile und dann geht es nach einer Tasse Tee in die Heia. So gegen Mitternacht, weil wir ja jetzt immer früher aufstehen.

Heute habe ich uns für Nachmittags eine nette Zwischenmahlzeit gemacht, habe nämlich für 3 Cent das Stück eine Riesenportion Bananen bekommen, die schon etwas braun waren.

Es gab selbst gemachten Heringssalat und ein frisches Brötchen dazu sowie einen Milchshake Pfirsich-Banane:

6 Eier hart kochen und klein schneiden, 1 Paket Matjes nordische Art von Aldi klein gewürfelt dazu geben sowie vier klein geschnittene Gurkensticks, gut durchrühren, fertig.

1 Banane und 1 Plattpfirsich in kleinen Stücken in den Mixer geben und etwas Milch angießen, dann halb und halb Erdbeerkaba und Zucker dazu geben, anmixen, dann mehr Milch dazu gießen, so dass es ungefähr 4 Gläser werden und alles gut durchmixen. Sofort trinken.

Guten Appetit
Renate

Vorwort von Inge Hannemann in einem neuen Buch


Das Vorwort und den Link mit dem Buchtitel usw. findet Ihr hier:


LG Renate

In Nettelsee hat sich viel verändert

In dem Dorf Nettelsee, das sich zu beiden Seiten Der B 404 erstreckt, die ja nun bald zur Autobahn umgebaut werden wird, habe ich von Frühling 2002 bis Frühling 2008 gewohnt, anfänglich mit meinem Ex-Mann, meiner Mutter und meinem jüngsten Sohn Marius und später noch von Juni 2007 an gemeinsam mit meinem 2. Mann Jürgen und meiner Mama, bis wir dann diese Sozialwohnung hier in Preetz gefunden haben.

PS: Die Sozialblocks hier in Preetz sind übrigens wirklich von der vorherigen Zwangsverwaltung verkauft worden. Wir haben jetzt wieder einen Vermieter mit vermutlich Geld und Bonität und sind gespannt, was nun passieren wird. Aber nun zurück nach Nettelsee.
Jürgen und ich waren lange nicht an diesem unseeligen Ort, an dem wir fast zwangsgeräumt worden sind, weil unser Vermieter, der Familienrichter war, das Haus, in dem wir wohnten, gern verkaufen wollte, nachdem seine Mutter, von der er es geerbt hatte, dann verstorben war. Unsere damalige Strafanzeige gegen den Richter des Amtsgerichts Plön, diesen Familienrichter und meinen Ex-Mann, die in unseren Augen bei der Verhandlung alle unter einer Decke steckten, wurde von der Staatsanwaltschaft Kiel nie bearbeitet. Angeblich ist sie nicht dort angekommen. Wer's glaubt, wird seelig.
Mein Ex hat ja unter anderem viel Schwarzarbeit für diesen Ex-Vermieter von uns gemacht, teils fertig, teils auch nicht, was typisch für ihn war und war Hauptmieter dieser Wohnung gewesen. Generell hat dieser Mann, der einen doch ehrenwerten Beruf ausübt, neben meinem Ex auch noch andere Handwerker grundsätzlich schwarz beschäftigt. Viele reiche Leute tun das und es wäre besser für unsere Wirtschaft, wenn man nicht die Schwarzarbeiter, sondern die Menschen bestrafen würde, die Schwarzarbeit vergeben, obwohl sie nicht in finanzieller Not sind.
Bereits vor uns hat dieser Mann unsere Vormieter und auch eine Familie aus der Dachwohnung erfolgreich per Zwangsräumung raus geklagt. Bei unseren Vormietern weiß ich nicht weshalb, die Mieter aus der Dachwohnung waren plötzlich zu sechst, weil der Mann eine Frau mit vier Kindern kennengelernt hatte und das passte unserem Ex-Vermieter damals nicht, also wurden sie erbarmungslos vertrieben.
Wir selbst hatten teils noch Glück bei der Gerichtsverhandlung, weil wir zufällig über Handwerker, die im Haus etwas im Treppenhaus bauten, herausfanden, dass jahrelang über unseren Stromanschluss auch der Strom über eine Wohnung im 1. Stock gelaufen war sowie der gesamte Strom im Treppenhaus und auch im Keller, zum Beispiel auch der zum Betrieb der Heizungsanlage für das ganze Haus. Außerdem war ständig das Wasser für die Gartenbewässerung und alles, was nicht direkt von uns, sondern für das Haus an sich verbraucht worden war, jahrelang über unsere private Wasserrechnung gelaufen. Da konnten wir noch pauschale Schadensersatzansprüche geltend machen.
Was ich nicht belegen konnte, waren Mieten, die mein Ex-Mann mit Schwarzarbeit verrechnet hatte und wofür es natürlich keine Belege gab.
Unser Ex-Vermieter war so dreist, ihn als Zeugen ins Gericht zu bestellen. Deshalb haben Jürgen und ich damals auch Strafanzeige wegen Falschaussage und Betrug erstattet.
Als mein Ex in Nettelsee auszog, hatten wir uns zunächst noch zusammen gesetzt, weil eine Mauer, für die er Miete abgezogen hatte, von ihm noch nicht ganz fertig gemacht worden war, dass er diese Summe abzahlen sollte. Weil das alles Gemauschel gewesen war, natürlich nicht schriftlich.
Tja .. so wird man als Frau abgezockt, wenn ein Vermieter einen deshalb los werden will, weil er ein Haus lieber verkaufen statt weiter vermieten möchte. Wir hatten nach wie vor keinen Starkstrom und extreme Probleme, in der Küche noch einen normalen Herd zu verwenden, weil man sowas nur noch in Antiquitäten-Läden für alte Elektrogeräte bekommt und die Wohnung war durch längst zur Reparatur fällige Fenster und ein komplett verfaultes Terrassen-Tür-Element so zugig, dass wir im Winter oft trotz Heizung nicht mehr als 10 Grad im Wohnzimmer hatten. Das wollte er alles nicht mehr investieren. Auch keine neuen Rohre, die verhindert hätten, dass ständig Rohrbrüche stattfanden. Wir hatten nämlich zweimal einen Wasserschaden aus den oberen Etagen, auch etwas, was mein Ex-Mann selbst mit Abzug der Miete hatte eben schwarz machen sollen statt dass uns der Vermieter hatte einen Handwerker geschickt, um diese ja extremen Wasserschäden zu beheben .. es gab auch da nichts Schriftliches.
Den Mietern über uns sind nämlich mehrfach die Rohre geplatzt, die einfach zu alt und zu eng geworden waren und ausgetauscht hätten werden müssen.

Na ja .. es hat sich viel getan in Nettelsee, seit wir zum 1. Mai 2008 das Urteil bekamen, noch ein paar Monate die uns zu Unrecht verursachten Strom- und Wasserkosten abwohnen zu dürfen und dann raus zu müssen ... der Richter war übrigens sogar so hinterhältig, das dem Jobcenter zu melden. Wir hatten nichts davon, dieses Geld wiederzukriegen, denn da es von der Miete abgezogen werden durfte, berechnete das Jobcenter, wir hätten ja nun keine Mietkosten (obwohl man Strom ja definitiv selbst vom Regelsatz bezahlen muss und wir auch vorher bereits Hartz IV-Ansprüche hatten und die Nebenkosten für Wasser ja nicht alle über das Jobcenter gelaufen waren, weil wir nicht jahrelang Geld vom Jobcenter erhalten haben, sondern nur vorübergehend).

Wir haben tolle Gesetze und Richter in Deutschland, nicht?

Hier schaut Jürgen übrigens in die Richtung, wo sich früher einmal mein Weideland in Nettelsee befand ..ca. rechts rüber nach der Zone, wo die Bäume und Sträucher zu sehen sind, fing die Weide an und ging dann eine ganz Ecke rüber.

Na ja .. das Haus wurde verkauft und die neuen Käufer haben dann auch die beiden Mietparteien über uns inzwischen aus dem Haus geklagt. Mit einer der Mieterinnen habe ich nämlich Kontakt über Facebook und weiß das daher. Sie haben sich lange gewehrt und hatten auch kein Glück genauso wie wir damals.
In der Straße, wo wir früher gewohnt haben, lebten damals viele alte Leute. Viele gibt es heute nicht mehr. Sie sind gestorben und die Erben bauen gerade alles um.
Die Frau, die einen Teil unseres Weidelandes übernommen hat, ist allerdings noch da.
Auf dem Foto oben sieht man gut, wo mein altes Weideland war. Der Bauer, der das Maisfeld davor nutzt, hat mal wieder den Weg dorthin komplett bis an den Rand gepflügt, was er gar nicht darf. Ist typisch für den Mann. Meine Freundin Sandra wird mit ihren Pferden von der anderen Seite kommen und sich dort einen Trampelpfad angelegt haben. Ich bin früher immer von dieser Seite aus zu unserer Weide gelaufen, die nach der Busch- und Baumgrenze anfing und sich ganz hinter dem Maisfeld entlang zog. Sandra nutzt aber nur einen Teil davon. Der Rest ist aufgrund der geplanten Autobahn nämlich bald Naturschutzgebiet, da Ausgleichsfläche.
Die Autobahn ist noch nicht fertig, aber sie sind schon fleißig dabei, die Unterführungen dafür zu bauen, womit sie damals 2008, als wir aus Nettelsee weg zogen, noch nicht angefangen hatten.
Wir sahen das, als wir zu dem Hof fuhren, wo Allegra ihren Auftritt hatte.

Dieser Hof wurde schon zweimal weiter verpachtet, seit wir es miterleben. Damals kaufte ich Prima für Reno zur Gesellschaft .. ich dachte ja, Chiwa würde nicht überleben ... weil ich bei dem ersten neuen Pächter gefragt hatte, was es kosten würde, wenn ich Reno dort in Pension stelle. Der ist inzwischen pleite gegangen .. er war ja auch irrsinnig teuer und so gut der Hof trotz Reithalle nun auch wieder nicht. Jetzt ist dort eine Barock-Reitschule drin. Es ist offensichtlich nicht einfach, heute mit irgendwas bestehen zu bleiben, mit dem man sich selbständig macht.
Tja .. wir sind ja mit ca. 5 Jahren noch gar nicht lange weg dort, aber trafen nur noch einen der alten Nachbarn wieder .. so schnell verändert sich heute überall alles, vor allen Dingen in Dörfern, die genau genommen fast am Aussterben sind, weil sie aus Menschen bestehen, die fast alle im Rentenalter sind, wie es in Nettelsee ja damals der Fall war. Das Dorf war extrem überaltert und da ist es wohl normal, dass schon nach wenigen Jahren nichts mehr so ist wie es mal war.

LG
Renate

Sonntag, 9. Juni 2013

Über unseren Job als Online-Autoren


Heute: Von einem Sommerloch 2013 nichts in Sicht! Hurra!!!


Ich möchte heute wieder einmal berichten, wie unser Job als Freelancer im Bereich Online-Texterei so läuft.

Ich bin momentan sehr zuversichtlich, dass wir uns für eine Tätigkeit entschieden haben, die neu und innovativ ist und garantiert eine Zukunft hat. Ich glaube, ich gehe nicht falsch in der Annahme, dass sich das bald auch auf die Bezahlung für solche Tätigkeiten auswirken wird .. einfach weil wir in einem Land leben, in dem sich die Bezahlung auch nach Angebot und Nachfrage richtet und die Nachfrage nach Arbeiten, wie wir sie machen, steigt momentan beständig an.

Tja ... eine Weile hatten wir privat nebenbei zwei Auftraggeber, unseren Kunden aus dem Bereich Internet-Consulting, den wir schon seit Oktober 12 haben und einen neuen, der Coach und Manager-Trainer war .. haben ihn übrigens neulich mit seiner Frau im Fernsehen gesehen, in einer dieser Makler-Sendungen, wo Leute dabei gefilmt werden, wenn sie ein Haus oder eine Wohnung kaufen wollen .. grins.

Dafür was er da so suchte, hat er uns verdammt schlecht bezahlt. Er drängelte laufend, es sei immer noch nicht genug .. zahlte durchaus in weniger als 2 Wochen, aber im Vergleich zu den Online-Portalen, die einen spätestens nach 3 Tagen bezahlen, und zwar nach Abgabe der Arbeit und nicht nach Rechnungsstellung, was ja bereits immer eine Weile dauert, wenn man extra berechnet und erst einige Texte sammelt, dann war das halt wesentlich später, als wir es kennen. Es lohnte also nicht, sich dafür den A.... aufzureißen, wenn ich mal so grob sein darf, bei nur 1,5 Cent pro Wort und immer dem gleichen irgendwann gähnend langweiligen Thema .. Coaching ... Coaching ... Coaching ... wir fingen dabei an, uns selbst zu wiederholen, mussten dann mit nem Plagiats-Prüfprogramm arbeiten .. weil es ist logisch, man beginnt sich zu wiederholen, wenn man monatelang immer das gleiche Thema durchkaut. ... Es war viel Sucherei dabei, sich immer wieder was Neues förmlich aus den Fingern zu saugen. Wir haben dem guten Mann deshalb geraten, doch solche Texte von großen Gruppen von Autoren über die Portale schreiben zu lassen, denn sowas passiert garantiert jedem Autor früher oder später. Witzige Texte, was Fantasievolles, wollte er auch nicht haben .. immer nur diese trockenen Lobeshymnen. Na ja ... wie vergrault man einen Kunden, auf den man keinen Bock mehr hat ... weniger schreiben als er haben will .. er hat uns irgendwann den Rest bezahlt, aber nichts Neues mehr bestellt ... uff, den sind wir also wieder los. Es machte nämlich genau genommen von Anfang an keinen Spaß und der Verdienst war nicht besser als er es über die Textportale ist.

Das ist bei unserem Chaos-Kunden oft nicht anders. Ab und zu bezahlt er mehr, bis zu 3 Cent pro Wort, aber selten, sonst auch nur 1,5 Cent. Wir haben oft das Gefühl, er braucht immer dann besonders viele Texte zu oft wirklich blöden Themen, wenn Wochenende ist oder noch mehr, wenn Feiertage anstehen. Eigentlich nervt auch das allmählich. Ich denke, wir werden ihn uns so erziehen, dass er begreift, dass es schon viel ist, wenn er vielleicht mal 3 - 4 Texte von uns beiden zusammen an einem Wochenende kriegt und an Feiertagen ehrlich gesagt mal Schluss sein muss mit der ständigen Fragerei, arbeitet Ihr da auch. Geld verdienen ist nett ... aber mal muss auch Ruhe sein und die Auftragslage ist so gut, dass man sich allmählich als Texter seine Aufträge aussuchen kann.

Bei den beiden Portalen textbroker und content ist von einem Sommerloch anders als im letzten Sommer in diesem Sommer nichts zu merken, das Gegenteil ist der Fall. Es sind da zur Zeit mehr unbearbeitete Aufträge, wo man sich laufend was aussuchen kann als im Herbst und vor Weihnachten.

Viele Kunden fangen an, uns Direktaufträge zu schicken, wofür sie ja etwas mehr bezahlen bzw. genauso viel wie wir auch so kriegen, nämlich 1,5 Cent pro Wort ... diese 1,5 Cent pro Wort sind aber leichter verdient, denn dazu gehört keine Extra-Korrespondenz, keine Telefonate und da diese Kunden im voraus bezahlen müssen, ist garantiert, dass man spätestens nach 3 Tagen sein Geld gutgeschrieben bekommt oder halt früher, wenn sie schon warten und die Aufträge sofort abnehmen. Ich vermute, sie tun das, weil sie so ihre Texte schneller bekommen.

Es gibt Kunden, mit denen wir selbst auch ab und zu schlechte Erfahrungen gemacht haben, deren Aufträge liegen aktuell lange rum, weil keiner dabei geht .. gut so, vielleicht lernen sie jetzt, dass wir Online-Texter eine Arbeit machen, deren Wert man ein bisschen besser einschätzen sollte.

Obwohl Wochenende ist, findet man bei textbroker mehrere Tausend unbearbeitete Aufträge und kann sich leicht was davon aussuchen, was auch Spaß macht. Ich sah, dass sie für ein bestimmtes Projekt schon 4 Cent angeboten haben .. war aber extrem eilig und total stressig ... habe mich deshalb darauf nicht gemeldet, sondern gemütlich im Portal weiter geschrieben, und zwar nette Texte über schöne Themen und mit einem gut zu verstehenden Briefing.

Bei Content darf Jürgen plötzlich wieder mehr Aufträge annehmen, obwohl er eine Weile wegen zu vieler Abbrüche mal da eingeschränkt worden war . sie scheinen auch Autoren dringend zu brauchen.

Ich hatte in meiner Gruppe, bin ja eine unter Jürgen ... nie ein sogenanntes Schwarzes Brett .. jetzt haben wir eins bekommen, wo Kunden fragen, wer Texte anbieten möchte.

Das gefällt mir nicht so gut .. habe gesehen, dass diese Kunden sich noch sehr die Rosinen aus dem Kuchen pulen und man kriegt für diese Arbeiten nur 1,5 Cent, also den Direct Order Preis. Dafür, dass man vorher nachfragen muss und dann immer nachsehen, ob ein Angebot auch angenommen wurde, weil man darüber nicht automatisch benachrichtigt wird ... schon wieder zu viel Arbeit für zu wenig Bezahlung.

Einfach angebotene normale Aufträge zu bearbeiten, die sich gut schreiben lassen, geht besser und man verdient auch wenn weniger Cent pro Wort dabei definitiv mehr, weil weniger Hickhack.

Ganz allgemein würde ich denken, wenn das so weitergeht, könnten die Wortpreise steigen ... eben weil Arbeit, die so gefragt ist, wenn sie liegen bleibt, sicherlich automatisch besser bezahlt wird.

Also super Aussichten momentan für Freelancer, die Texte schreiben.

Am 17. Juni haben wir ja nun wieder einen neuen Termin beim Jobcenter ... diesesmal für Selbständige, die nicht davon leben können ... werde berichten können, dass es gut aussieht und mich von der Frau, egal was sie sagt, nicht ins Bockshorn jagen lassen und Jürgen genauso wenig.

LG
Renate

Input über Biochemie:


Heute: Der Uronsäuren- und Xylose-Stoffwechsel


Viel Spaß beim Weiter-Mitlernen.

LG Renate


Biochemie und Pathobiochemie: Uronsäuren-Stoffwechsel

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Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Glucuronsäure wird an Eigen- und Fremdmoleküle geheftet, um ihre Wasserlöslichkeit und damit ihre Ausscheidungsfähigkeit zu erhöhen. Daneben kann sie zum Monosaccharid Xylose decarboxyliert werden. Beide gehen in die Biosynthese der Glycosaminoglycane (Proteoglycane) ein.

Synthese und Übertragung von Glucuronat

Subst. ( ⇑ ) Co. Enzym EC EG Erkr.
Alpha-D-Glucose-6-phosphat2.svg α-D-Glucose-6-phosphat






GG-Pfeil senkrecht 1.svg

Phosphoglucomutase 5.4.2.2 Iso
Alpha-D-Glucose-1-phosphat.svg α-D-Glucose-1-phosphat





UTP PPi
R-Pfeil runter 1-3.svg

UTP-Glucose-1-phosphat- Uridylyltransferase 2.7.7.9 Tr
UDP-alpha-D-Glucose.svg UDP-Glucose





H2O, 2 NAD+ 2 NADH/H+
GG-Pfeil senkrecht 1-3.svg 2 NAD+, H2O 2 NADH/H+

UDP-Glucose-6- Dehydrogenase 1.1.1.22 Ox

UDP-alpha-D-Glucuronat.svg UDP-D- Glucuronat





Akzeptor UDP
GG-Pfeil senkrecht 1-3.svg Akzeptor UDP

Glucuronosyltransferase Glattes ER 2.4.1.17 Tr Hyperbilirubinämie I (Gilbert-S.), Crigler- Najjar-S. Typ I und II
Akzeptor-beta-D-Glucuronosid.svg Akzeptor-β-D-Glucuronosid





H2O Akzeptor-OH
R-Pfeil runter 1-3.svg

β-Glucuronidase 3.2.1.31 Hyd Mucopolysaccharidose VII
Beta-D-Glucuronat.svg D-Glucuronat





Glucuronsäure entsteht formell aus Glucose durch Oxidation am C6-Atom. Um das Glucuronat später besser auf Akzeptormoleküle übertragen zu können muss es mit UDP aktiviert sein. Die Synthese von UDP-Glucose steht auch am Beginn der Glycogen- und Galactose-Biosynthese.
In der Reaktionsfolge wird zuerst ein Glucose-6-phosphat zum Glucose-1-phosphat isomerisiert. Das C1-Atom kann mit seiner Phosphatgruppe nun leicht mit dem Phosphat von UTP unter Abspaltung von Pyrophosphat reagieren, so dass UDP-Glucose entsteht. Zweitens wird durch die Isomerisierung das C6-Atom für die Oxidation zugänglich. Das UDP-Glucuronat kann den Glucuronatrest anschließend auf andere Moleküle übertragen.
Durch die Kopplung von Molekülen an Glucuronsäure kann deren Wasserlöslichkeit erhöht werden. Sie erfolgt z.B. an Hydroxyl- oder Amino-Gruppen. Die Glucuronidierung ist (neben der Acetylierung u.a.m.) ein Mechanismus der hepatischen Biotransformation Phase II, mit der Substanzen wie z.B. Bilirubin wasserlöslicher gemacht werden, die über Galle und Darm oder über die Niere ausgeschieden werden sollen.
Glucuronat findet sich weiterhin als Struktur-Bestandteil in den Proteoglykanen Chondroitinsulfat und Heparansulfat. Hier wird D-Glucuronat teilweise zu L-Iduronat epimerisiert.
Glucuronat wird auch beim Abbau von Inositol gebildet.

Aus UDP-Glucuronat kann UDP-D-Xylose gebildet werden

Subst. ( ⇑ ) Co. Enzym EC EG Erkr.

UDP-alpha-D-Glucuronat.svg UDP-D-Glucuronat






CO2

R-Pfeil runter 1-2.svg
FAD UDP-Glucuronat-Decarboxylase 4.1.1.35 Ly

UDP-alpha-D-Xylose.svg UDP-D-Xylose





Xylose (Holzzucker) wird benötigt für die Biosynthese von Chondroitinsulfat und Heparansulfat. Dabei ist Xylose der erste Zucker, der an den Serin-Rest des Proteinanteils o-glycosidisch gebunden wird.
Xylose wird im Körper nicht abgebaut, sondern unverändert ausgeschieden.

Weblinks




Allgemeine Hintergrundfarbe für Substrate Hintergrundfarbe Reaktionspfeile „Schlüsselenzyme“
Energiereiche Phosphate Reduktionsäquivalente CO2 / HCO3 C1-Reste Stickstoff
Abk.: Tr.: Transkriptionelle Regulation, Tl.: Regulation der Translation, Lok.: Regulation über die Enzymlokalisation, Kov.: Regulation durch kovalente Modifikation, All.: Allosterische Regulation, Koop.: Kooperativer Effekt, Co.: Cofaktoren, EC: Enzymklassifikation, EG: Enzymgruppe (Oxidoreductase, Transferase, Hydrolase, Lyase, Isomerase, Ligase), Erkr.: Assoziierte Erkrankungen.

Samstag, 8. Juni 2013

Badewetter in Schleswig-Holstein

Die Fotos, die ich hier dazu stelle, stammen nicht von heute, sondern von August 2012. Voriges Jahr war ich nur zweimal schwimmen, denn das Wetter war ja so schlecht. Und das erst im August. Ich habe gar nicht damit gerechnet, dass wir dieses Jahr schon im Juni Badewetter kriegen würden, nachdem zu Ostern ja noch Schnee lag und war auch erstaunt, dass das Wasser schon so warm ist.
Gestern hatte ich mal Latschen angezogen und mir ein Handtuch eingepackt, als wir mit Boomer am Postsee abends noch einmal Gassi gegangen sind, und hatte spontan das Gefühl, dass die Temperatur vom Postsee zum Schwimmen reichen könnte, obwohl wir eigentlich bisher kaum über 20 Grad Lufttemperatur hier oben hatten .. Sonne aber in den letzten Tagen durchaus, und das hat wohl ausgereicht.
Baden kann man bei uns an vielen Orten. Diese Ecke hier liegt recht einsam und es verirren sich selten andere Leute dort hin. Ich mag das wegen Boomer, der sich nicht mit jedem anderen Hund verträgt. Die meisten Leute und auch Hunde schwimmen am Postsee nämlich eher auf der gegenüber liegenden Seite, die man hier auf dem Foto oben auch gut sehen kann.
Jürgen friert schnell und war heute noch nicht schwimmen. Ich friere nicht so leicht und hoffe, dass ich in diesem Sommer einige Wochen viel schwimmen gehen kann, denn ich leide seit ca. November 2012 vermehrt unter Wasser in den Beinen und inzwischen sogar Füßen. Das fing an, als Jürgen die Maßnahme bei der FAW über das Jobcenter machen musste und ich damals sehr wenig geschlafen und extrem viel gearbeitet habe und kaum Zeit hatte, mich viel zu bewegen, sonst hätte ich die viele Arbeit am Schreibtisch nicht schaffen können. Ich habe in dem halben Jahr dieser sinnlosen Maßnahme oft nur 3 - 4 Stunden pro Tag außer am Wochenende, wo Jürgen dann ja zu Hause war und mir helfen konnte, geschlafen. Das war wohl zu viel für mein Herz.
Ich habe ja schon lange eine Herzinsuffizienz. Deshalb blieb mein Herz ja auch einige Minuten bei der Geburt meines jüngsten Sohnes aufgrund der Anstrengung stehen, aber bisher ging das mit dem Wasser in den Beinen und in den Füßen hatte ich früher nie welches, nur sonst oft im Sommer bei Hitze auch schon in den Beinen. Da half dann immer Schwimmen und Wassertreten sehr.

Nun hoffe ich, dass ich das Wasser in den Beinen und Füßen, wenn ich ein paar Wochen viel schwimmen gehen kann, doch noch wieder los werde. Ein bisschen Angst davor, daran früh zu sterben, habe ich nämlich schon, auch wenn ich momentan wieder mehr Ruhe habe, weil Jürgen ja mit der Maßnahme fertig ist und wir so wieder längere Spaziergänge und auch täglich ein Stündchen einen Mittagsschlaf machen.

Na mal schauen, wie das wird.

Ich war eigentlich lange recht fit und "verdanke" die Verschlimmerung meines Herzleidens in meinen Augen den blödsinnigen Maßnahmen des Jobcenters, die ich für reine Schikane und in keiner Weise sinnvoll halte, denn sie bringen niemand etwas und der Stress deshalb hier zu Hause mit viel zu viel Arbeit ohne Hilfe war für mich in meinem Alter einfach zu viel.

Begriffen hat es dort aber vermutlich niemand.

Na ja ... ich war immer eine gute Schwimmerin und mal schauen .. es tat heute sehr gut, wieder schwimmen zu können. Mein Bindegewebe fühlte sich danach erfrischt und schon viel leichter an und ich hoffe, es wird nochmal wieder.

Ich freue mich deshalb sehr darüber, dass wir diesen Sommer schon so früh so schönes Badewetter haben.

LG
Renate






Bilanz

Mein Leben in einem kapitalistischen Land

Kapitel 2: Eine glückliche Kindheit

Meine Mama hatte keinen Fotoapparat und ließ mich meistens einmal im Jahr beim Kinderfest von einem Fotografen fotografieren, wie hier mit meinem Freund Siegfried, der im Nachbarhaus wohnte.

Ich weiß nicht genau, wie meine Großeltern und Eltern und unsere Nachbarn die Nachkriegszeit empfunden haben mögen, die die Hitlerzeit erlebt hatten, durch die Flucht aus den deutschen Ostgebieten alles verloren hatten, was sie besaßen und auch viele Tote aus dem Krieg zu beklagen hatten. Ich als Kind habe meine Kindheit und Jugend als sehr glücklich in Erinnerung und die wirtschaftliche Lage als eine, die nie wieder so gut gewesen ist wie nach dem 2. Weltkrieg.

Als ich auf die Welt kam, waren meine Großeltern bereits Rentner. Davor war mein Opa Melkermeister gewesen und Oma hatte ihm bei der Arbeit geholfen und meine Mutter ebenfalls, weil Opa viele Gehilfen beschäftigt hatte. Wir lebten in einer Siedlung, in der es ausschließlich Flüchtlingsfamilien gab. Mein soziales Umfeld bestand deshalb in erster Linie aus Menschen, die aus Pommern, Mecklenburg, Ostpreußen, Schlesien, dem preußischen Korridor oder als Deutschstämmige aus Russland nach Holstein gekommen waren. Erst später lernte ich das Holsteiner Platt kennen. Als Kind umgab mich ein Sprachgemisch aus verschiedenen Dialekten, so dass ich Platt zwar sehr gut verstehe, aber nicht wirklich sprechen kann, weil ich zu viele Versionen davon kennengelernt und sie deshalb vermischt habe.
Die meisten Kinder bei uns in der Straße waren Mädchen, aber drei Jungen gab es auch, die aber alle wie Siegfried oben etwas jünger waren als ich. In meiner Grundschulklasse waren als gleichaltrige Mädchen meine später beste Freundin Margrit und Rita, die nur einen Tag älter war als ich. Ich war, da unehelich, ein Einzelkind, was früher eher selten war und die Regel eher, dass die meisten Familien etliche Kinder hatten.
Ich selbst war aufgrund der guten Rente meines Großvaters, der als Melkermeister früher einmal sehr gut verdient hat und der damals sehr niedrigen Lebenshaltungskosten trotz der Tatsache, dass Opa ja auch meine Oma und meine nicht berufstätige Mama und mich ohne einen Pfennig Kindergeld ernährte, dennoch finanziell sehr gut gestellt und konnte meinen Freundinnen oft etwas schenken oder sie einladen, mit uns Kaffee zu trinken und Eis essen zu gehen oder dergleichen. Meine Großeltern und meine Mama fanden es immer wichtig, Luxus zu teilen, wenn andere weniger hatten als wir. So wurde ich erzogen und es war für mich normal, oft etwas abzugeben.
Der kleine Hund, den Ihr hier immer seht, hieß Waldo. Später nannten wir ihn meistens Waldi. Er war kein Jack Russel Terrier, auch wenn er so aussieht, sondern ein Mix aus Dackel und Beagle und kam aus Joldelund an der Westküste von Nordfriesland, wo einer der Brüder meiner Großmutter wohnte, der mir den Waldi mitgebracht hat, als ich 10 Jahre alt war, und zwar zu Weihnachten danach.
Ich war sehr oft mit meiner Mutter und meinen Großeltern bei ihren Geschwistern an der Westküste und auch oft in Ost-Berlin bei Verwandten von der Seite meines Großvaters. Unsere Verwandten kamen uns auch häufig in Schellhorn besuchen.
Das Mädchen bei mir ist übrigens meine beste Freundin Margrit, mit der ich bis zu meinem 40. Lebensjahr sehr eng befreundet war, bis ich mich schließlich doch mit ihr zerstritt, um meinem Ex-Mann beizustehen. Sie hat ihn damals zu recht so heftig kritisiert, aber weil ich meinen Ex halt trotz seiner vielen Fehler sehr geliebt habe, konnte ich das damals nicht zulassen und musste mich entscheiden. Schade um meine beste Freundin, die es sicher damals gut mit mir gemeint hat wie viele Leute, die mir geraten haben, mich doch scheiden zu lassen. Margrit und ich gingen gemeinsam durch dick und dünn, als wir Kinder waren und saßen sowohl in der Grundschule als auch in der Realschule immer nebeneinander.
Ich war nicht im Kindergarten und kam in die Schule, ohne auch nur wie viele andere Kinder zählen, rechnen oder einen einzigen Buchstaben schreiben zu können. Meine Mutter hat sowas nie mit mir geübt, Oma und Opa auch nicht. Ich war mit meinen Großeltern oder meiner Mama eher viel spazieren, sie haben mir die Natur erklärt, die Pflanzen und Tiere. Meine Großmutter konnte, weil sie in ihrer Jungend Merino-Schafe in Pommern gehalten haben, das Wetter am Gesang der Vögel ablesen, denn diese Schaf-Rasse darf nicht nass werden, weil sie so so dickes Fell hat. Ich kann heute auch Stunden vor einem Regenguss sagen, wann es Regen gibt. Ich höre das am Gesang der Vögel. Das habe ich zum Beispiel von Oma gelernt. Ich kann aber auch noch viele Passagen aus Goethes Faust und anderen Klassikern der deutschen Dichtung oder aus der Bibel auswendig, weil meine Oma die gesamte Bibel und den gesamten Faust und vieles mehr auswendig konnte und uns das, als wir Kinder waren, oft aufgesagt hat. Oma liebte das Theater und das Ballett.
Jahre später fand ich bei einem Urlaub in Spanien von Berthold Brecht das Buch "Die heilige Johanna der Schlachthöfe" und las es und fand eine Passage, wo Johanna in Chicago zu einem Fleischproduzenten sagt: "Man soll dem Ochsen nicht das Maul verbinden, der da drischt!" Oma lebte nicht mehr, aber ich weiß von ihr, dass sie das irgendwo zu einem der Gutsbesitzer gesagt hat, weil sein Verwalter so schlecht mit den Melkern, die Opa beschäftigte, umgegangen ist. Das wurde bei uns in der Familie oft erzählt. Und ich weiß, dass meine Großeltern und Berthold Brecht vor dem Krieg länger im gleichen Dorf in der Nähe von Berlin gewohnt haben. Das Theaterstück von Brecht kam aber erst nach dem Krieg in Amerika heraus. Ich glaube deshalb, Oma und Brecht haben sich gut gekannt und der Spruch stammt von ihr und er hat ihn dann in diesem Stück verarbeitet. Mama konnte mir das aber nicht bestätigen und Oma war schon tot, als ich das gelesen habe.
Opa schaute sich gern Baustellen an, wenn er mit mir spazieren ging und war sehr an Politik interessiert. Er hat mir viel aus der Hitlerzeit erzählt und wie schwierig damals alles war und wie lebensgefährlich, zuletzt offen seine Meinung zu sagen. Ich weiß, dass mein Großvater über den Gutsbesitzer, wo er damals arbeitete, in den Röhm-Putsch eingeweiht war und man meine Mutter deshalb gefoltert hat .. aber das habe ich erst kurz vor ihrem Tod durch ihre Wahnvorstellungen während ihrer zuletzt extremen Demenz heraus bekommen. Opa hat nur immer gesagt, ich darf seine Tochter nicht alleine lassen und sol ihr helfen, weil sie so viele Ängste hätte. Ich habe sie nach dem Tod meiner Großeltern auch nicht alleine gelassen und war bis zum letzten Tag ihres Lebens für sie da.
Opa hat mich immer sehr verwöhnt. Genau genommen taten das alle. Es war trotzdem nicht immer ganz leicht, der Liebling von drei Erwachsenen zu sein und deren Ansprüche zu erfüllen.
Einerseits waren alle sehr stolz auf meine guten Schulzensuren, andererseits durfte ich nicht auf das Gymnasium gehen, weil ich ein Mädchen war und meine Mutter meinte, ich soll in einem Büro arbeiten und später heiraten und Kinder kriegen und nicht studieren.

Tja ... ich konnte weder lesen noch schreiben wie viele meiner Klassenkameraden, als ich zur Schule kam, aber das änderte sich sehr schnell. Ich würde nicht sagen, dass jemals im Leben ein Streber war. Ich war oder bin schlicht und ergreifend hochbehabt, was eben sofort aufgefallen ist, als ich begann, zur Schule zu gehen. Ich bestand meine Aufnahmeprüfung auf die Realschule schriftlich natürlich mit ausschließlich Einsen und die darauf folgende mündliche Prüfung auf meine Tauglichkeit für das Gymnasium ebenfalls, aber Mama blieb hart, ich kam auf die Realschule.

Ich war .. Mama sagte immer, das hätte ich von Papa geerbt ... in der Schule immer überall sehr gut, nur nicht in Sport, es sei denn wir hatten im Sommer Schwimmen, wo ich immer in der Staffel dabei war und dann auch mal schaffte, eine 3 in Sport zu bekommen, sonst nie.

Nun ja .. man kann ja nicht immer und überall gut sein und Sport war eben nie mein Ding.

Tanzen allerdings, das mochte ich immer.

Oma schaute so gern Ballett und ich auch und habe schon als Kind immer vor dem Fernsehen mitgetanzt.

Not, Hunger, Angst, unsere Rechnungen nicht bezahlen zu können, keine anständige Kleidung und dergleichen kannte ich nicht und als ich mit der Schule fertig war, konnte ich mir von den 5 Industriebetrieben, bei denen ich mich damals beworben hatte, einen aussuchen. Die anderen wollten mich auch alle gern haben und kamen zum Teil sogar zu uns nach Hause, um mich zu überreden, doch bei ihnen anzufangen.

Wenn man das heute jemand erzählt, der jünger ist, rollen die Menschen ungläubig mit den Augen, aber so war die Zeit damals eben.

Ich hatte vor, nach Ende dieser Lehre in München Journalismus zu studieren. Das wäre auch mit der Ausbildung zur Industriekauffrau .. ich lernte übrigens noch Industriekaufmann !!! ... damals möglich gewesen, aber das kam dann anders.

Von meiner Teenagerzeit erzähle ich Euch dann ein andermal.

LG
Renate